[Rezension] Die Auslese 2 – Joelle Charbonneau


Titel: Die Auslese. Nichts vergessen und nie vergeben
Autor: Joelle Charbonneau
Original: Independent Study
Band: 2
Verlag: Penhaligon
Erschienen: Januar 2015
ISBN: 978-3-7645-3118-8
Preis: 16,99€
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Autor

Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war. Heute ist die Schriftstellerei ihre größte Leidenschaft. Joelle Charbonneau lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Chicago. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Schauspiel- und Stimmtrainerin.

Inhalt

Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.

Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr …

Erster Satz

Heute ist der Tag der Prüfung.

Meine Meinung

Vom ersten Band war ich ja nicht so überzeugt. Eigentlich fand ich ihn sogar ziemlich enttäuschend, aber schon da muss ich Joelle Charbonneau eines zu Gute halten: Mich hat es dennoch interessiert, wie es mit Cia, Tomas und auch Will weitergeht. Auch wenn ich einiges an Kritikpunkten hatte, spricht diese Neugier dennoch für die Reihe.
Tatsächlich werde ich mit der guten Cia immer noch nicht warm. Ich denke auch nicht, dass sich das im dritten Band ändert. Für mich fällt ihr alles zu leicht und sie wird zu schnell zu einer zu großen Gefahr für Teile der Regierung. So etwas langweilt mich als Charakterdesign leicht. Es ist vorhersehbar und macht zumindest Cias Entwicklung ziemlich… bescheiden. Bei Cia bleiben wenig Überraschungen, wie z.B. die Zuordnung in ihren Studienbereich. Es gibt fünf Studienbereiche. Cia teilt dem Leser ihren Wunsch mit, aber… es ist klar, wo sie landen wird. Auf gut Deutsch: Ich finde den Charakter Cia langweilig, vorhersehbar und zu perfekt. Ich würde mir ein paar mehr Macken und Charakterzüge wünschen, die sie hervorheben und noch mehr gestalten.
Durch die Tatsache, dass Cia die Ich-Erzählerin ist, hatte ich dieses Mal auch das Gefühl, die anderen Charaktere nicht in ihrer vollen Tiefe erfassen zu können. Grad bei Tomas war dies im letzten Band natürlich deutlich präsenter. Dafür kommen interessante neue Charaktere hinzu, insbesondere von Enzo verspreche ich mir da noch einiges. Insgesamt finde ich hier die Unsicherheit, wie die Figuren/Kommilitonen sich wohl entwickeln werden, spannender. Das erzeugt einfach eine gewisse Neugier auf mehr, auf das Weitergehende. Werden die Charaktere wirklich auf Cias Seite stehen? Werden sie sich überraschend gegen sie wenden? Steht das vielleicht allgemein noch die ein oder andere Überraschung in der Entwicklung bevor? Auch hier wäre zwar etwas mehr Ausarbeitung ins Detail wünschenswert gewesen, aber nicht ganz so störend wie bei Cia.
Inhaltlich konnte mich das Ganze doch noch in den Bann ziehen, trotz der Kritikpunkte an der Protagonistin. Joelle Charbonneau schafft es also eher, mich mit ihrem Stil in den Bann zu ziehen als mit dem Charakterdesign. Zwar hat das Buch eine etwas längere Anlaufzeit, aber Cia entdeckt so einige Details, die mich neugierig gemacht haben. Und gerade gegen Ende gab es doch die ein oder andere Überraschung, die für Aha-Momente gesorgt hat! Da konnte die Autorin mich mal so richtig überraschen. Bezeichnenderweise war es hier aber auch nicht Cia, die dafür gesorgt hat, sondern eben Charaktere, mit denen sie interagiert (ein Vorteil: sie war mal nicht perfekt). Und damit war dann auch dafür gesorgt, dass ich nun… total neugierig auf den dritten Band bin! Auch wenn es immer noch extrem viele Ähnlichkeiten zu anderen Dystopien, die groß wurden, gibt, bin ich dennoch gespannt darauf, wie die Geschichte um die Auslese gelöst werden wird.

Fazit

Auch wenn Die Auslese für mich nie an andere Dystopien rankommen wird, konnte mich dieser zweite Band doch etwas mehr überzeugen. Cia und ich, das wird keine Kombination mehr, aber obwohl sie Ich-Erzählerin ist, kommt dennoch auch für mich Spannung auf und die Autorin konnte mich mit der ein oder anderen Überraschung vom Inhalt her überzeugen konnte!

Bewertung

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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