[Rezension] Madame Picasso – Anne Girard


Titel: Madame Picasso
Autor: Anne Girard
Original: Madame Picasso
Verlag: Aufbau
Erschienen: März 2015
ISBN: 978-3-7466-3138-7
Preis: 12,99€
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Autor

Anne Girard studierte Englische Literatur und Psychologie. Für die Recherche zu diesem Roman reiste sie von Paris über die Provence nach Barcelona und traf Freunde und Zeitgenossen Picassos. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Südkalifornien.

Inhalt

Paris, 1911: Auf der Suche nach einem neuen Leben kommt die junge Eva in die schillernde Metropole. Hier, im Herzen der Bohème, verliebt sie sich in den Ausnahmekünstler Pablo Picasso. Gegen alle Widerstände erwidert er ihre Gefühle, und eine der großen Liebesgeschichten des Jahrhunderts nimmt ihren Lauf. Eva wird Picassos Muse – und ihr Aufeinandertreffen wird sein Leben für immer verändern.

Erster Satz

Eva stürmte um genau halb drei Uhr nachmittags um die Hausecke und wirbelte am plätschernden Springbrunnen vorbei.

Meine Meinung

Jetzt mag ich mehr Romane über Picasso lesen. Die Geschichte von Eva und Picasso hat mich begeistert. Anne Girards Buch ebenfalls. Wo fange ich da denn am Besten an? Ich war bisher recht ahnungslos von Picassos Leben. Seine Bilder habe ich zwar bewundert, doch über sein Leben wusste ich nicht viel. Jetzt habe ich mich auch über die Figuren, die ebenfalls in dieser Geschichte auftauchen, informiert, weil mich die Szene, in der Picasso agiert, schlicht und einfach fasziniert hat. Das ist mein Ernst, ich würde wahnsinnig gern, mehr Romane über diese Szene lesen.
Eva. Ich fange jetzt mal mit Eva an. Die Eva, die Anne Girard hier gezeichnet hat, sagt mir wirklich, wirklich zu. Ich meine… sie ist Näherin. Sie liebt Stoffe und jedes Mal, wenn das durchkam, ging mir das Herz auf. Weil sie so leidenschaftlich ist und wirklich Liebe dafür empfindet und die Autorin das hervorragend an mich als Leserin transportiert. Doch auch die Momente mit Picasso sind wundervoll. Ich liebe Evas Stärke und die Fähigkeit, sich an Paris und die Welt, in die sie gerät, anzupassen.
Und dann ist da Picasso. So wie die Anne Girard ihn sich vorstellt. Und ich finde, sie macht das gut. Er wirkt authentisch und vor allen der Schluss, dieser letzte Satz, die Gefühle für Eva, die Gemälde, die die Autorin erwähnt. Top.
Für mich ist die Begegnung dieser beiden ein Tanz. Ein Liebestanz, wirklich. Sie tanzen zusammen, trennen sich zwischendurch, nur um dann endgültig zusammen zu tanzen. Das wird durch den wunderschönen Schreibstil der Autorin verstärkt. Es ist ein Balztanz, der zu einem Liebestanz wird. Interessanterweise hatte ich diese Assoziation schon recht schnell, als ich spürte, wie die beiden langsam anfingen, sich anzunähern.
Was mich neben diesem Liebestanz auch begeistert hat, ist eben die Szene. Diese Pariser Künstler-Szene. Einer meiner Lieblingscharaktere ist hier tatsächlich Georges Braque. Die Art, die er von der Autorin beschrieben wurde, hat mich sehr für ihn eingenommen (auch wenn Braque eher immer außerhalb von Paris auf Picasso trifft). Braque in Interaktion mit Picasso ist einfach angenehm zu lesen. Und doch gibt es auch so viele andere spannende Figuren. Diese Welt birgt noch viel Potenzial und fasziniert mich doch sehr.
Das Ende hat mich zum Weinen gebracht. Picasso hat mich zum Weinen gebracht. Der letzte Satz hat mich zum Weinen gebracht.

Fazit

Einfach ein wunderschönes Buch. Wer gerne mal über die Pariser Szene und insbesondere Picasso einen berührenden Roman lesen will, ist hier definitiv richtig!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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