[Rezension] Der Gast im Garten – Takashi Hirade


Titel: Der Gast im Garten
Autor: Takashi Hirade
Original: Neko no Kyaku
Verlag: Insel
Erschienen: März 2015
ISBN: 978-3-458-17626-8
Preis: 14,00€
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Autor

Takashi Hiraide, 1950 in Japan geboren, arbeitete als Verlagslektor, bevor er sich dem Schreiben widmete. Er hat zahlreiche Gedichtbände und Essays veröffentlicht und unterrichtet an der Kunsthochschule Tama. Der Gast im Garten ist sein erster Roman.


Inhalt

Ein junges Paar, erschöpft vom Lärmen der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus außerhalb Tokyos. Als eines Tages ein kleines Kätzchen auftaucht, unterbricht es die beschauliche Stille des weitläufigen Gartens. Es dauert nicht lange, bis sie es dabei beobachten, wie es sich inmitten der Blumenbeete im Schatten der Bäume räkelt, mit Schmetterlingen und Libellen herumtollt und durch das Unterholz streift. Mehr und mehr öffnen sich die beiden dem unverhofften Gast, und bemerken dabei kaum, was die Katze tatsächlich für ihr Leben bedeutet – bis sie eines Tages verschwindet.

Erster Satz

Zuerst sah es aus wie Wolkenfetzen, die auf der Stelle schwebten.

Meine Meinung

Was für ein bezauberndes Kleinod hab ich hier gelesen. Der Gast im Garten ist ein wundervolles kleines Buch, das mit einen niedlichen Illustrationen daher kommt, welche die rührende Geschichte rund um die kleine Katze unterstützen. Diese kleine Katze schleicht sich nicht nur in die Herzen des jungen Paares, das hier in dem kleinen Gartenhaus lebt, auch in mein Herz hat sie sich geschlichen. Und zusammen mit den Protagonisten mache ich mir ebenfalls große Sorgen um die Kleine, als sie verschwindet. Man gewöhnt sich einfach an dieses entzückende scheue Wesen und ich finde, der Charakter von Katzen ist hervorragend getroffen: Es sind einfach keine Tiere, die gebunden sind, sondern sie suchen sich ihre Menschen und ihr Zuhause genau aus. Das hat Takashi Hirade in diesem kleinen, aber feinen Buch hervorragend übermittelt.
Zugleich lernt man auch wieder einiges über die japanische Lebenskultur und ich habe diesen Schreibstil doch wieder für mich entdeckt.
Für mich hat das Buch etwas typisch Japanisches, das ich aber gar nicht so genau in Worte fassen kann. Vielleicht liegt es an dem Stil, vielleicht aber auch an der alten Dame, der Vermieterin, die man erst im Laufe des Buches verstehen lernt. Vielleicht liegt es an der Einstellung gegenüber Haustieren, vielleicht aber tatsächlich auch an den Beschreibungen. Auf alle Fälle habe ich mich in all das verliebt. Die Figuren, der Stil, die Beschreibungen, diese niedliche, liebenswerte Katze und auch in die Zeichnungen. Die sind nicht perfekt, aber für mich haben sie einfach zum Buch gepasst, auch wenn ich sie mir wohl nicht rahmen würde.

Fazit

Ein Kleinod, das in allen Punkt überzeugt. Das optimale Buch für zwischendurch, um sich einmal in eine andere Lebenswelt zu begeben. Und für Katzenliebhaber… definitiv ein Muss!

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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