[Rezension] Montecristo – Martin Suter


Titel: Montecristo
Autor: Martin Suter
Verlag: Diogenes
Erschienen: März 2015
ISBN: 978-3-257-86260-4
Preis: 23,90€
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Autor

Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, arbeitete
bis 1991 als Werbetexter und Creative Director, bis er sich
ausschließlich fürs Schreiben entschied. Seine Romane – zuletzt erschien
›Montecristo‹ – und ›Business Class‹-Geschichten sowie seine ›Allmen‹-
Krimiserie sind auch international große Erfolge. Martin Suter lebt mit
seiner Familie in Zürich.


Inhalt

Ein Personenschaden bei einer Fahrt im Intercity und zwei Hundertfrankenscheine mit identischer Seriennummer: Auf den ersten Blick hat beides nichts miteinander zu tun. Auf den zweiten Blick schon. Und Videojournalist Jonas Brand ahnt bald, dass es sich nur um die Spitze eines Eisbergs handelt. Ein aktueller, hochspannender Thriller aus der Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker – das abgründige Szenario eines folgenreichen Finanzskandals.

Erster Satz

Ein Ruck ging durch den Zug.

Meine Meinung

Das hier war mein erster Suter und ich fand ihn ganz gut. Okay, er war gut, nicht nur ganz gut. Es fängt harmlos an und dann gerät man in die Wirren der Finanzwelt, und obwohl ich es normalerweise mit Thrillern aus dieser Ecke nicht so habe, war ich doch sehr schnell am Ende des Buches angelangt… soll heißen, ich musste wissen, wie es endet.
Das Ende ist auch tatsächlich der Knackpunkt bei mir: Es war sehr realistisch, ein kleiner Teil von mir fand es zu realistisch und dieser Teil hat sich einfach nur ‚Schade eigentlich‘ gedacht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mal bemängele, dass etwas ZU realistisch ist. Aber hier hätte ich mir – meiner Spannung zuliebe – eine etwas andere Wendung gewünscht, obwohl auch dieses Ende hier durchaus interessante Momente hatte.

Das ist eigentlich auch das, was man am Meisten hervorheben sollte, das Ende. Ansonsten verläuft das Buch in ruhigen, aber nichtsdestotrotz immer wieder spannenden Bahnen. Es liest sich einfach gut. Punkt. Es hat mir die Schweizer Finanzwelt etwas näher gebracht und allgemein fand ich das so ganz interessant.
Jonas ist ein ganz Sympathischer. Irgendwie ein richtiger Normalo, der erst durch seinen Zufallsfund auf der Bahnfahrt auf spannendere Wege gerät. Diese Wege werden natürlich auch von dem ein oder anderen Toten gepflastert, das ist gar keine Frage.
Dennoch ist dieser Thriller nicht auf Blut und Tot und Qualen aufgebaut, neben der Welt der Finanzen ist hier auch die psychologische Ebene immer wieder spannend. Aber ich muss auch sagen, dass ich das Ganze trotzdem nicht so thrillermäßig hardcore empfand. Eher ein intelligenter Thriller mit nicht gar so viel Thrill, dafür aber ausgeklügeltem Hintergrund. Wie wahrscheinlich so was ist, kann ich wirklich nicht abschätzen, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass in unseren Finanzwelten und den Börsen da draußen doch irgendwo viel zu viel so Mist möglich ist.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen, hatte dabei aber auch doch einen gewissen Wiedererkennungswert. Ich empfand es definitiv so, dass Martin Suter über seine vielen Bücher hinweg einen Schreibstil entwickelt hat, der ihm eigen ist. Versteht ihr, was ich meine? Auf alle Fälle las es sich gut.

Fazit

Ein intelligenter Thriller, angesiedelt in einer Welt, die mich normalerweise nicht so reizt. Montecristo las sich gut und hatte ein sehr realistisches Ende.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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2 thoughts on “[Rezension] Montecristo – Martin Suter

    1. Hoffentlich gefällt es dir auch! Ich fand es doch ganz interessant, auch wenn das Ende eben – leider – etwas zu realistisch war 😉

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