[Rezension] Das tiefe Blau des Meeres – Marie Lamballe


Titel: Das tiefe Blau des Meeres
Autor: Marie Lamballe
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen: April 2015
ISBN: 978-3-404-17188-0
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
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Autor

Marie Lamballe  studierte
Französisch und Russisch auf Lehramt, wurde dann aber durch absoluten
Einstellungsstopp vor einer Karriere als Gymnasiallehrerin bewahrt.

Stattdessen
widmete sie sich ihrem Mann und den beiden Kindern und begann zu
schreiben. Zuerst ganz vorsichtig für die Schublade, später kleine
Geschichten für Literaturzeitschriften, und schließlich gelangten die
ersten Bücher zur Veröffentlichung. Inzwischen ist das Schreiben ihr
Beruf geworden, der zwar viel Zeit und Selbstmanagement verlangt, aber
auch hin und wieder einen ungewöhnlichen Arbeitsplatz zulässt: Ihre
Ideen kann Marie Lamballe am besten in ihrem Lieblingscafé entwickeln.
Sie lebt in einem kleinen Ort in der Nähe von Frankfurt.


Inhalt

Als Katharina auf dem Dachboden ihres Elternhauses eine Mappe mit Aquarellen findet, ist sie sogleich fasziniert. Die Bilder zeigen malerische Landschaften, tiefblaues Meer und immer wieder einen nostalgisch anmutenden Landsitz inmitten eines verwunschenen Gartens. Doch wo befindet sich dieser magische Ort? Und wie gelangten die Bilder in den Besitz ihrer Familie? Ihre Suche führt Katharina in die Bretagne, zu einem stark verwitterten Landschlösschen an der Côte d’Eméraude. Das Anwesen gehört Ewan, einem attraktiven, jedoch etwas ungehobelten Bretonen, der Katharinas Neugier zunächst mit Skepsis begegnet. Doch die Bilder lassen auch ihn nicht los, und so tauchen die beiden gemeinsam ein in die Geschichte des Landschlösschens und seiner Vorbesitzer. Dabei kommen sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur …

Erster Satz

Das Meer tobte und warf das kleine Boot auf den nachtschwarzen Wogen hin und her.

Meine Meinung

Marie Lamballe bietet uns hier eine weitere Geschichte, die sich um die verlorene Vergangenheit der Familie dreht, eine weitere Geschichte, in der eine junge Frau ihre Familie von einer neuen Seite kennen lernt. Dieses Mal werden wir in die Bretagne entführt und ich muss sagen, die Beschreibungen waren doch wirklich wundervoll. Auch die Beschreibungen der Aquarellbilder, die ja der Auslöser von Katharinas Suche waren, lassen sofort Bilder vor meinem inneren Auge entstehen. Stilistisch hat mir das Buch also eigentlich doch zugesagt, es war gut und schnell lesbar.
Die Liebesgeschichte mit Ewan war irgendwie dagegen nicht so mein Fall. Katharinas aktueller Freund allerdings auch nicht. Doch dieses Liebeskarussell war echt nicht überzeugend. Und anstrengend war es auch. Muss ich dazu groß etwas schreiben? Ich denke, ihr könnte euch das alle gut vorstellen, was passiert.
Viel spannender war die Geschichte in der Geschichte, die sich rund um Margot dreht, eine junge Jüdin auf der Flucht. Margot strandet in der Bretagne, bleibt jedoch nicht dort und so können wir peu a peu ihren Weg verfolgen. Und die Herkunft der Aquarell-Bilder. Ich muss ja sagen, dass ich die Aquarell-Bilder wirklich mal eine schöne Abwechslung fand zu den ganzen Briefen, die sonst immer die Familienvergangenheit auf den Prüfstand stellen. Und die Geschichte, die sich da entsponnen hat, ist auch ganz schön. Etwas kitschig, aber manchmal braucht man doch eine ordentliche Portion Kitsch, oder?
Protagonistin Katharina ist leider nicht ganz so charakterstark und – wie gesagt – die Liebesgeschichte war eher nicht mein Fall. Dennoch ist sie eine ganz sympathische Frau, trotz ihrer Schwächen. Dass sie praktischerweise Französischlehrerin ist, finde ich dann zwar doch etwas zu viel, aber andererseits könnte man das ja auch der Familiengeschichte schulden. Mir war es etwas zu viel.

Fazit

Eine weitere gute Geschichte, die sich mit der Suche nach der Familienvergangenheit auseinander setzt. Margots Vergangenheit ist definitiv eine der besseren Geschichten, die es gibt. Katharina als Protagonistin hat jedoch einige Schwächen, die mir nicht so gut gefielen. Dennoch ein schöner Bretagne-Roman.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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