[Rezension] Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke – Karen Joy Fowler


Titel: Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke
Autor: Karen Joy Fowler
Original: We are completely beside ourselves
Aus dem Englischen von: Marcus Ingendaay
Verlag: Manhattan
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 978-3-442-54737-1
Preis: 17,99€
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Autor

Karen Joy Fowler ist in Bloomington, Indiana, geboren und aufgewachsen. Seit sie mit dreißig Jahren beschloss, Schriftstellerin zu werden, hat sie zahlreiche Kurzgeschichten und Romane verfasst, darunter den Bestseller ‚Der Jane Austen Club‘, verfilmt mit Emily Blunt und Hugh Dancy. Ihr jüngstes Werk, „Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke“, wurde 2014 mit dem renommierten „PEN/Faulkner Award“ sowie dem „California Book Award“ ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize. Karen Joy Fowler lebt mit ihrem Mann in Santa Cruz, Kalifornien. Das Paar hat zwei erwachsene Kinder.

Inhalt

Es war einmal ein Haus mit einem Garten, in dem wohnten ein Apfelbaum, ein Bach und ein kleine Katze mit mondgelben Augen. Hier wachsen drei Kinder auf: Rosemary, ihre ungestüme Schwester Fern und ihr großer Bruder Lowell. Sie könnten eine ganz normale Familie sein. Wäre ihr Vater nicht Wissenschaftler, und wäre Fern nicht ein ganz besonderes kleines Mädchen, das Wachsmalstifte verspeist, den perfekten Rückwärtssalto beherrscht und lacht wie eine Säge.

Jahre nach Ferns Verschwinden erzählt Rosemary nun deren Geschichte. Denn erzählen war das Einzige, was Fern nie konnte.

Erster Satz

Die, die mich kennen, mag es überraschen, aber ich war einmal eine echte Quasselstrippe.

Meine Meinung

Hm. Na ja… überzeugen konnten die fabelhaften Schwestern mich nicht. Zu keinem Zeitpunkt war ich wirklich in der Geschichte drin. Die Idee war zwar wirklich interessant (und hat mich auch überrascht), aber das gewisse Etwas, das mich absolut in den Bann zieht, war eben nicht dabei. Stattdessen empfand ich immer eine gewisse Distanz gegenüber der Geschichte und manchmal auch das Gefühl einer hochgezogenen Augenbraue, kennt ihr das?
Ich versuche mal, in Worte zu fassen, was mich stört, obwohl ich das eigentlich gar nicht so genau definieren kann. Es hat einfach der Moment gefehlt, der Moment, der einen auf die Reise mitnimmt und eine neue Welt eröffnet. Dabei ist auch nie Spannung aufgekommen, selbst dann als Rosemary uns Ferns Geschichte erzählt und einen dabei durchaus überrascht. Ehrlich gesagt war das eine Wendung, die mich so gar nicht berührt hat. Eigentlich war das eher irritierend als aufklärend oder spannungsgebend!
Rosemary ist eigentlich interessant als Charakter, ihre Kindheit und Jugend… sehr außergewöhnlich. Ihre Wandlung von der Quasselstrippe zu einer eher ruhigen Person… interessant, aber ich persönlich konnte es nicht nachvollziehen. Ihre Sprünge in der Zeit waren kein Problem, dadurch das Rosemary sie eingeführt hat, konnte man dem Ganzen gut folgen. Doch sie ist einfach einer dieser Charaktere, bei denen ich es nicht geschafft habe, eine Bindung aufzunehmen. Durch ihre ruhige Art empfand ich auch ihre Ich-Erzählungen als eher distanziert. Und das ganze Buch über habe ich nicht gefühlt, dass wirklich irgendwas von ihr erfahren habe.
Bei den anderen Figuren bleibt es ebenfalls recht oberflächlich. Fern ist natürlich die Ausnahme, doch ihre Geschichte allein reicht nicht aus, um das Buch spannend zu machen und es war nicht genug, um mich zu fesseln oder eben zu überzeugen. Natürlich ist das eine unglaubliche Wendung, aber für mich reicht es nicht.

Fazit

Alles in allem finde ich das Buch nett, aber nicht fesselnd, nicht faszinierend, nicht spannend. Es hat einfach nicht gereicht.

Bewertung

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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