[Rezension] Madame Josette oder ein Dorf trumpft auf – Julia Stagg


Titel: Madame Josette oder ein Dorf trumpft auf
Autor: Julia Stagg
Original: The Parisian’s Return
Deutsch von: Angelika Naujokat
Band: 2
Verlag: dtv
Erschienen: April 2015
ISBN: 978-3-423-21577-0
Preis: 9,95€
 
 
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Autor

Julia Stagg liebt es, neue Länder und Kulturen kennenzulernen: Die gebürtige Engländerin lebte bereits in Japan, Australien und den USA und arbeitete dort als Kellnerin, Buchhändlerin, Kassiererin, Englischlehrerin und in einer Pfandleihanstalt. Getrieben von ihrer Leidenschaft für den Radsport und die Berge zog sie mit ihrem Mann 2004 in die französischen Pyrenäen, wo sie sechs Jahre lang eine kleine Auberge betrieb. Inzwischen pendelt sie zwischen Ariège-Pyrenees und den englischen Yorkshire Dales – bis sie wieder ihrem Fernweh nachgeben wird. Ihre herzerfrischenden Romane über das beschauliche Pyrenäendorf Fogas und dessen liebenswert-schrullige Bewohner erheitern weltweit schon Tausende von Lesern.

Inhalt

Im beschaulichen Pyrenäendorf Fogas herrscht helle Aufregung: Stéphanie hat in Madame Josettes Épicerie einen Einbrecher heroisch mit einem altbackenen Baguette niedergestreckt. Der Kerl entpuppt sich allerdings als Josettes Neffe Fabian aus Paris. Der ehrgeizige junge Banker ist wild entschlossen, den Laden seiner Tante in ein Delikatessengeschäft zu verwandeln. Doch er hat die Rechnung ohne das Dorf gemacht. Die Épicerie ist ihr zentraler Treffpunkt, und das soll gefälligst auch so bleiben. Besonders die alleinerziehende Stéphanie hat den besserwisserischen Pariser auf dem Kieker …

Erster Satz

Stephanie Morvan hatte noch nie einen Menschen getötet.

Meine Meinung

Ich sag es, wie es ist, ich habe mich in Fogas verliebt. Samt seinen Einwohnern. Ich bin ihnen tatsächlich verfallen. Fogas ist bezaubernd, wie es zusammenhält, ist herzerwärmend. Und dann kommt der Pariser Fabian. Und bringt alles durcheinander. Das ist doch ein perfektes Start für eine amüsante Geschichte, nur dass diese auch eine doch schon dramatische Nebenhandlung hat. Die kann man mögen, muss man aber nicht. Ich fand sie ganz gut, weil sie doch noch einige spannende Momente bietet und Stephanie und Fabian auf andere Weise einander näher bringt.
Die Situation ist ja schon am Angang gleich mal sehr prekär, immerhin schlägt Stephanie Fabian nieder und der findet das im Nachhinein nicht so lustig, ganz im Gegenteil. Doch – wie nicht anders zu erwarten – schlägt das irgendwann um und die beiden fangen langsam an, sich kennen zu lernen.
Madame Josette ist ein Buch, das einen auch immer wieder zum Schmunzeln bringt und dessen Atmosphäre einen in den Bann zieht. Es sind nicht nur die beiden Hauptprotagonisten, welche einen überzeugen, sondern auch die anderen Dorfbewohner sind wundervolle Charaktere. Das fängt mit Josette und ihrem verstorbenen Ehemann an, denn Jaques hängt doch noch an seiner Epicerie. Sehen können ihn aber nur seine Frau und Stephanies Tocher, Chloe. Das sorgt für einige amüsante Momente, denn wenn er sich anstrengt, kann er – mit viel Mühe – Dinge bewegen.
Auch der Konflikt zwischen Josette und Fabian ist einfach göttlich. Moderne trifft auf Tradition und sorgt für so manche Verwirrung. Dazu dann noch die Liebesgeschichte und der geheimnisvolle grüne Lieferwagen.

Fazit

Ein tolles Buch, das mit sympathischen Charakteren und vielen kleinen Verwicklungen, amüsanten Begebenheiten sowie einer spannenden Nebenhandlung zu überzeugen weiß. Schaut, ob es euch so geht wie mir und ihr euch in Fogas und seine Anwohner verliebt.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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