[Rezension] Girl on the Train – Paula Hawkins


Titel: Girl on the Train
Autor: Paula Hawkins
Original: The Girl on the Train
Aus dem Englischen: Christoph Göhler
Verlag: Blanvalet
Erschienen: Juni 2015
ISBN: 978-3-7645-0522
Preis: 12,99€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!

Autor

Paula Hawkins wuchs in Simbabwe auf. 1989 zog sie nach London, wo sie bis heute lebt. Sie arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Ihr erster Spannungsroman »Girl on the Train« eroberte in England und den USA auf Anhieb die Spitze der Bestsellerlisten, und noch vor Erscheinen sicherte sich DreamWorks die Filmrechte.

Inhalt

Jeden Morgen pendelt Rachel mit dem Zug in die Stadt, und jeden Morgen hält der Zug an der gleichen Stelle auf der Strecke an. Rachel blickt in die Gärten der umliegenden Häuser, beobachtet ihre Bewohner. Oft sieht sie ein junges Paar: Jess und Jason nennt Rachel die beiden. Sie führen – wie es scheint – ein perfektes Leben. Ein Leben, wie Rachel es sich wünscht.

Eines Tages beobachtet sie etwas Schockierendes. Kurz darauf liest sie in der Zeitung vom Verschwinden einer Frau – daneben ein Foto von »Jess«. Rachel meldet ihre Beobachtung der Polizei und verstrickt sich damit unentrinnbar in die folgenden Ereignisse …

Erster Satz

Sie liegt unter einer Silberbirke bei den alten Gleisen unter einem Steinhügel.

Meine Meinung

Puh. Ernsthaft. Die Idee: Super. Die Protagonistin: Ziemlich unsuper. Eher ziemlich anstrengend. Ganz im Ernst: Wie kann man sich so gehen lassen? Rachel sammelt gleich von Beginn an nicht unbedingt Sympathiepunkte. Da ist die Frage: Braucht das Buch einen so kaputten Charakter, um zu funktionieren? Musste Rachel gleich so am Boden sein? Ich muss sagen, ich fand sie dadurch doch anstrengend. Andererseits kann man ihr dadurch natürlich einiges Negatives anlasten, wie zum Beispiel falsche Vorstellungen und Verdrehen von Tatsachen. Es ist wirklich ein zweischneidiges Schwert, wenn man über diese Protagonistin diskutiert. Dennoch überwiegt bei mir eine Art von Abscheu gegenüber ihrem Benehmen.
Die Geschichte an sich ist eigentlich echt interessant. Aber durch die Protagonistin kam bei mir nie dieses Thriller-Feeling auf. Dadurch dass sie so heruntergekommen ist, war da einfach keine Spannung, es hat nicht gefesselt und nicht in den Bann gezogen.
Es führt einen auf alle Fälle auf falsche Fährten, zumindest anfangs. Doch irgendwann hatte ich dieses Gefühl, dass diese Figur der Mörder ist und so war es dann auch. Ich kann aber auch wirklich nicht behaupten, dass ich irgendwann mal so gefesselt war, dass mich das Buch einfach nur vom Hocker riss.
Schreibstil war in Ordnung, aber jetzt auch nicht so besonders, dass es einen faszinieren würde. Alles in allem kann man sagen, dieses Buch war durchschnittlich. Super Idee, aber durchschnittliche Umsetzung. Ich persönlich hätte so viele Ansätze, so viele Kleinigkeiten, die ich gerne etwas verändern würde, weil es mich dann mehr geflasht hätte. Angefangen natürlich mit der Protagonistin. Rachel ist und bleibt ein schwieriges Knackpunkt.

Fazit

Protagonistin war sehr schwierig und vermutlich dadurch blieb der Krimi mit großen Potential durchschnittlich.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Weitere Posts zum Thema

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.