[Rezension] Das Küstengrab – Eric Berg


Titel: Das Küstengrab
Autor: Eric Berg
Verlag: Limes
Erschienen: September 2014
ISBN: 978-3-8090-2641-9
Preis: 14,99€
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Autor

Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, der Leser wie Kritiker gleichermaßen begeisterte. Nach Das Küstengrab ist Die Schattenbucht nun der dritte Roman des Erfolgsautors.

Inhalt

Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie.

Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht …

Erster Satz

Voller Gedanken an die Zukunft machte sich der Achtzehnjährige an diesem Abend auf den Weg.

Meine Meinung

Spannung geht anders. Das Küstengrab fand ich leider eher langweilig und auch wenn ich den Hintergrund von Leas Amnesie nicht gleich durchschaut habe, hat das nicht gereicht. Ich habe das Buch beendet, aber ich kann wirklich nicht behaupten, dass es mich gefesselt hat.
Der größte Punkt, den ich da gleich nennen will, sind die Figuren: Es wurde versucht, richtige Charaktere zu gestalten, dabei blieb aber leider die Möglichkeit, sich einzufühlen und mitzuleiden und zu verstehen, auf der Strecke. Der einzige Charakter, den ich wirklich verstehen konnte, war Leas verstorbene Schwester. Wie das ging? Nun Lea ist zwar Ich-Erzählerin, da aber so nicht alles aufgedeckt werden könnte (z.B. der Grund ihrer Rückkehr auf die Insel), musste Unterstützung her. Die verstorbene Sabina bringt daher dem Leser die Hintergründe des Kriminalfalls noch etwas näher – praktischerweise ist oder eher war sie Polizistin. Sie ist direkt, ehrlich und eher rau, eine Frau, die man irgendwie ins Herz schließt. Lea dagegen war schwierig für mich. Klar, sie hat eine Amnesie, aber irgendwie kam einfach keine Sympathie auf. Genauso empfand ich das z.B. auch bei Doktor Pierre. Zu glatt, zu perfekt und einen Hauch beängstigend. Die Clique konnte mein Herz also nicht wirklich erobern.
Was ist denn dann mit der Story an sich? An und für sich fand ich diese gut. Nur ist sie ja eben doch eng mit den Charakteren verknüpft und daher bleibt da einfach dieser Hauch Antipathie in der Luft. In der zugegebenermaßen sehr angenehmen Luft der Insel Poel. Ich hätte mir gewünscht, dass die Eigenarten, die angeschnitten wurden, und welche die Insel doch etwas ausmachen, doch noch stärker ausgearbeitet worden wären. Wenn diese Atmosphäre noch dichter gewesen wäre, wäre auch das Buch an sich gleich noch einen Ticken besser geworden.
Übrigens kann ich euch nicht zu viel von der Geschichte an sich verraten, das ist doch ein Teil der Spannung dabei. Nur so viel: Irgendwie fand ich die Auflösung nicht ganz zufrieden stellend, sie war zwar definitiv unerwartet und hatte einen sehr nüchternen Charakter, aber etwas mehr hätte ich mir doch gewünscht. Dennoch ein gutes Ende!

Fazit

Mittelmäßig. Interessante Geschichte, aber nicht meine Charaktere. Definitiv Luft nach oben!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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3 thoughts on “[Rezension] Das Küstengrab – Eric Berg

  1. "Das Nebelhaus" fand ich gut, aber "Das Küstengrab" hat mir auch nicht wirklich gefallen. Irgendwie war es ein kleiner Abklatsch des ersten Buches und zweitens war es stellenweise ziemlich langweilig…
    Nun können wir auf den nächsten Krimi warten und hoffen, dass er an "Das Nebelhaus" anschließen kann!
    Liebe Grüße
    Martina

    1. Hallo Martina,

      'Das Nebelhaus' hatte ich gar nicht gelesen und fand dieses Buch trotzdem langweilig. Irgendwie war es einfach nicht das Wahre. Schade.

      Alles Liebe, Chimiko

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