[Rezension] Big Game. Die Jagd beginnt – Dan Smith


Titel: Big Game – Die Jagd beginnt
Autor: Dan Smith
Original: Big Game
Aus dem Englischen: Birgit Niehaus
Verlag: Carlsen
Erschienen: April 2015
ISBN: 978-3-551-52073-9
Preis: 15,99€
Leseprobe
 
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Autor

Dan Smith führte bisher drei Leben. Im ersten musste er den eintönigen Alltag im Internat durchstehen. Im zweiten reiste er um die Welt und stürzte sich auf den Reisfeldern Asiens und dem brasilianischen Dschungel in zahlreiche Abenteuer. Im dritten denkt er sich Geschichten aus und hat so eine ganze Welt für sich alleine. Manche sagen, dass er darin den Großteil seiner Zeit verbringt. Den Rest teilt er mit seiner Frau und seinen Kindern in Newcastle.


Inhalt

In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag muss Oskari allein in die Wildnis, so verlangt es die Tradition. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen soll er ein Tier erlegen, um seine Männlichkeit zu beweisen. Dass Oskari den Bogen kaum spannen kann, erleichtert die Sache nicht gerade. Doch dann fällt ihm der amerikanische Präsident quasi direkt vor die Füße. Er ist nur knapp einem Attentat entkommen und sieht trotz seines schicken Anzugs nicht so aus, als hätte er die Lage im Griff. Jetzt kann Oskari zeigen, was in ihm steckt.

Erster Satz

Ich hockte im Schatten einer Sandbirke und schnupperte.

Meine Meinung

Spannung pur! Kaum hatte ich die ersten Seiten verschlungen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn es war einfach Spannung pur! Dennoch gab es auch etwas, das ich kritisieren muss: Oskaris Entwicklung.
Oskari ist ein interessanter Charakter, der mir anfangs – mit seiner eher schwachen und normalen Art – sofort sympathisch war. Leider, das ist mein einziger Minuspunkt, ist seine Entwicklung schon sehr extrem: Bäng. Blöde Situation und Oskari wird zum Superhelden! Ich mag es einfach, wenn ein Charakter seine Schwächen behält und nicht von null auf hundert gebasht wird. Und bei Oskari ist das der Fall, er kann zwar den Bogen kaum halten und niemand traut es ihm zu, dass er seine Prüfung besteht, aber plötzlich besitzt er die perfekten Instinkte und findet in jeder noch so ausweglosen Situation eine Lösung. Das ist mein einziger Kritikpunkt.
Und auch wenn ich das nicht so gerne lese, hat es trotzdem Spaß gemacht, an Oskaris Seite durch die Wälder zu hetzen, zu fliehen und zu fürchten. Die Atmosphäre hat Dan Smith wirklich grandios rüber gebracht, man hat den Wald vor sich gesehen, den Nebel, den See. Und es war so, als würde man selbst gejagt werden. Es war einfach spannend!
Natürlich war auch die Idee mit dem Präsidenten echt grandios. Eine Vorstellung, die man doch irgendwie verlockend findet, oder? Man selbst als großer Retter der Präsidenten… das hat etwas und an Oskaris Seits erlebt man ebendies.
Was mir übrigens nicht unbedingt gefehlt hat, aber definitiv interessant gewesen wäre: die Kultur von Oskaris Stamm. Was man erfährt, ist eher wenig und da wäre ein wenig mehr Hintergrundinfo auch noch lesenswert gewesen. Zwar kommt man auch ohne dies hin, aber trotzdem hätte man vielleicht Oskari noch etwas besser verstehen können.

Fazit

Ein erfrischender Jugendroman, der mit Spannung und Spaß besticht. Bis auf die zu schnelle Entwicklung des Helden fand ich Big Game verdammt gut.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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