[Rezension] Layers – Ursula Poznanski


Titel: Layers
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Erschienen: August 2015
ISBN: 978-3-7855-8230-5
Preis: 14,95€
Leseprobe
 
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Autor

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das
Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die
Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem
Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie
Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche
Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte
die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der
erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem
Thriller-Bestseller für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden
von Wien.

Inhalt

Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun?
In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält.
Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.

Erster Satz

Er befand sich noch im Halbschlaf, trotzdem spürte er genau, dass der Hauch, der sein Gesicht streifte, kein Wind war.

Meine Meinung

Layers ist ein neuer spannender Jugendthriller aus der erprobten Feder von Ursula Poznanski. Wieder einmal entführt sie uns in eine Welt, die – hier passend zum Titel – viele verschiedene Schichten hat, etwas dass ich bei ihr sehr schätze: Nichts ist letztendlich so wie es scheint.
Das Geschenk, das Protagonist Dorian erhält, ist spannend. Für ihn und für den Leser. Trotzdem kommt es dann erst einmal zu einer Länge. Aufgrund dieses unwillkommenen Geschenks muss Dorian, ja eigentlich schon ein Straßenteenie, wieder flüchten und der erste Teil davon zieht sich einfach hin. Hier fehlt das Mitreißende und Fesselnde und das ist der Teil, den ich am liebsten überblättert hätte, weil ich so langsam voran kam. Ich hatte einfach das Gefühl, da kommen wir gar nicht mehr zum Punkt. Doch irgendwann kam dann die Wendung, die wieder Spannung reingebracht hat, die mich wieder in den Bann gezogen hat und wo ich dann wissen wollte, wie es weiter geht.
Zur Geschichte muss man sagen, dass der Titel wirklich verdammt gut gewählt ist, denn das trifft nicht nur auf die Geschichte inhaltlich zu, sondern eben auch auf den Aufbau. Das mag ich bei Ursula Poznanski wirklich, denn es ist nie einfach, sondern immer vielschichtig. Nicht jeder Autor kann das so gekonnt wie sie.
Der Anfang war erstmal irritierend, doch letztlich klärt sich alles auf und irgendwann habe ich den Anfang auch verstanden. Vielschichtig halt, ne?
Was soll ich inhaltlich noch groß sagen? Hier ist es tatsächlich so, dass man gar nicht so viel verraten will, denn ihr müsst euch euer eigenes Bild machen.
Dorian ist ein Teenie, der auf der Straße lebt und daher eher misstrauisch ist. Das ist das, was ihn letztlich in seine unglückliche Situation und die Flucht bringt. Er ist relativ vernünftig und geerdet, doch etwas, was mich gestört hat, war dieses unglaublich schnelle Verlieben. Irgendwie fand ich das fast schon unpassend. Ein kompletter Kontrast zu seinem Charakter, so empfand ich das beim Lesen zumindest. Und ja, meine lieben Leser, Dorian verliebt sich. Das ist ein Schachzug, der für später recht wichtig ist. Und trotzdem fand ich die Szene nicht ganz harmonisch.
Zum Rest der Charakter sage ich nur so viel: Sie sind ausgearbeitet und durchweg interessant, mit vielen Facetten. Dennoch bleibt Dorian der Mittelpunkt des Buches und daher… nehme ich auch hier nicht viel vorweg!

Das Cover! Für mich normalerweise nicht gar so wichtig, doch es ist toll. Die Machart ist wirklich richtig, richtig toll. Ich war auf den ersten Blick verliebt in dieses Cover.

Fazit

Wieder einmal ein spannender Jugendthriller, der trotz einer Länge im Mittelteil spannend bleibt. Das Ende war auch gut, auch wenn es mir etwas zu einfach gemacht war. Dennoch macht Layers wieder Spaß.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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