[Rezension] Der Klang der Hoffnung – Suzy Zail


Titel: Der Klang der Hoffnung
Autor: Suzy Zail
Original: The Wrong Boy
Aus dem Englischen: Petra Koob-Pawis
Verlag: cbj
Erschienen: Januar 2015
ISBN: 978-3-570-15990-3
Preis: 16,99€
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Autor

Suzy Zail wurde 1966 in Melbourne geboren, wo sie Jura studierte und als Anwältin arbeitete. Ihr erstes Buch erzählte die Lebensgeschichte ihres Vaters nach, der als Jugendlicher ins Konzentrationslager Auschwitz kam und nach dem Krieg nach Australien emigrierte. Von seinen Erlebnissen während des Krieges hatte er ihr erst erzählt, als bei ihm eine schwere Krankheit festgestellt wurde. Neben zahlreichen Artikeln für Zeitungen und Zeitschriften verfasste sie preisgekrönte Kinderbücher und auch einige Bücher für Erwachsene. Nach »Der Klang der Hoffnung« ist »Was dir bleibt, ist dein Traum« ihr zweiter Roman für junge Erwachsene.

Inhalt

»Achtet aufeinander und kommt wohlbehalten wieder nach Hause.« Das ist die letzte Bitte, die Hannas Vater an seine beiden Töchter und seine Frau richtet, als sie Mitte 1944 an der Rampe von Auschwitz voneinander getrennt werden. Für die 15-jährige Hanna, die als begabte Pianistin kurz vor der Aufnahme ins Konservatorium stand, sind diese Worte die letzte Verbindung zu ihrem alten Leben. Das und ihre Liebe zur Musik. Und diese Liebe bietet ihr nicht nur einen inneren Zufluchtsort, sondern auch die Chance zu überleben. Wird sie doch abkommandiert, regelmäßig im Haus des Kommandanten aufzuspielen.


Erster Satz

Sie kamen um Mitternacht, zerrissen die Stille mit ihren Fäustern und hämmerten so lange gegen unsere Tür, bis Vater sie hereinließ.

Meine Meinung

Der Klang der Hoffnung ist ein wundervolles Buch, welches in der wohl dramatischsten Situation, die ein Mensch erleben kann, diesen unglaublich zarten Funken Hoffnung auf eine poetische Art und Weise aufzeigt. Es ist eines dieser Bücher, die man nicht wahrnimmt und es ist eines dieser Bücher, das ich in Hand genommen habe, weil kein anderes Buch in der Nähe wahr. Und dann wurde es eines dieser Bücher, das einen aus den Socken haut, wenn auch auf eine sehr gefühlvolle Art und Weise. Es wurde eines dieser Bücher, das mir Tränen in die Augen getrieben hat, bei dem ich regelrecht Herzschmerz bekommen habe, weil es so wunderschön ist. Und das ist in dieser so hochdramatischen Ausgangssituation: Auschwitz.
Hanna, die junge und begabte Protagonistin, ist ein ganz normales Mädchen, das die Musik liebt und das von der Musik geliebt wird. Und diese Liebe rettet ihr – was ich übrigens eigentlich doch recht grausam finde – das Leben. Sie entwickelt sich in diesem Buch deutlich weiter, wird stärker für ihre Familie, um zu überleben.
Das Buch, Hanna, ihr Kampf und Entwicklung, das hat mich einfach nachhaltig beeindruckt. Auch die Worte, welche die Autorin Suzy Zail findet, haben ihren großen Teil dazu beigetragen. Sie hat es geschafft, diese ja eigentlich hochdramatische Geschichte in schöne Worte zu fassen, ohne dabei zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken, ohne zu dramatisch zu werden. Es ist schlicht und ergreifend Hanna, die da erzählt und deren Leben wir an ihrer Seite erleben. Es ist keine wahre Geschichte, aber die Autorin hat es geschafft, eine lebendige Geschichte zu schreiben, die doch auch hätte wahr sein können.
Der Untertitel verrät ja auch, dass da nicht nur die Musik ist. Was sich da entwickelt, ist so zart, so empfindsam und nicht immer richtig greifbar.
Ihr merkt, ich schwärme, aber ich bin einfach verliebt in dieses Buch, in die Charaktere. Jeder einzelne Charakter ist lebendig und voller Tiefe. Sie wirken nicht flach und unausgegoren, sondern – das ist die Besonderheit hier – so, als würde Hanna diese Geschichte wirklich viele Jahre später erzählen oder aufschreiben. Sie wirken einfach allesamt… wahr.

Fazit

Dieses Buch ist einfach wundervoll in seinen dramatischen Umständen. Protagonistin Hanna ist eine starke junge Frau und die Geschichte, die sie erzählt, geht einem wirklich nahe.

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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