[Rezension] Hausfrau – Jill Alexander Essbaum


Titel: Hausfrau
Autor: Jill Alexander Essbaum
Original: Hausfrau
Aus dem Amerikanischen von: Eva Bonné
Verlag: Eichborn
Erschienen: September 2015
ISBN: 978-3-8479-0591-2
Preis: 22,00€
 
 
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Autor

Jill Alexander Essbaum hat mehrere
Gedichtbände verfasst und an Lyrikanthologien mitgewirkt. Sie lebt und
schreibt in Austin, Texas.


Inhalt

Wohin geht eine Frau, wenn es keinen Weg zurück gibt? Anna Benz, eine Amerikanerin Ende dreißig, lebt mit ihrem Schweizer Ehemann Bruno und ihren drei kleinen Kindern in einem Postkarten-Vorort Zürichs. Von außen betrachtet führt sie ein komfortables, abgesichertes Leben; im Inneren bricht sie auseinander.


Erster Satz

Anna war eine gute Hausfrau. Meistens.

Meine Meinung

Das Buch wird als schockierend und faszinierend beschrieben und das stimmt. Es war auch abstoßend und gleichzeitig hatte man Verständnis für Protagonistin Anna. Anna ist Dreh- und Wendepunkt der Geschichte, alles dreht sich um sie. Sie ist Amerikanerin und hat dort einen Schweizer Mann, einen Banker kennen gelernt und ist ihm in seine Heimat gefolgt. Hier ist sie recht allein, denn er arbeitet, sie ist nur mithilfe des Zuges mobil und hat eigentlich auch keine Freunde. Man kann definitiv behaupten, dass sie einsam ist. Sie ist isoliert. Ihr großer Fehler jedoch ist es, dass sie die Landessprache nicht gelernt hat. Dadurch hat sie sich noch mehr isoliert.
Anna besucht auch eine Psychotherapie, doch das reicht nicht, um die Leere zu füllen, die sie fühlt. Stattdessen versucht sie dies mit Affären zu beheben. Dabei dient der Sprachkurs, den sich besucht. Anna ist eine verstörte, einsame Frau, die nicht immer die richtige Entscheidung trifft. Ganz im Gegenteil.
Es ist ein Buch, das einem wirklich nahe geht, auch wenn Annas Verzweiflung nicht immer greifbar ist. Es gibt so viele Details, die ich jetzt gerne besprechen würde, aber tatsächlich würde ich euch damit spoilern. Insbesondere diese eine Sache.
Tatsächlich ist Hausfrau ein Buch, das mich im Nachhinein noch mehr gepackt hat und noch mehr gefesselt hat als schon während dem Lesen. Es ist eines dieser Bücher, das einen nachdenklich zurücklässt. Und eines der Bücher, bei dem sich nach dem Ende noch ein paar Puzzlestücke zusammensetzen. Ich war nicht von Anfang an hin und weg, doch danach hat es mich dafür auch nicht mehr losgelassen. Auch jetzt, wenn ich diese Rezension schreibe, brennt mir so vieles auf der Seele.

Fazit

Ein Buch, das mich im Nachhinein noch eine Weile beschäftigt hat. Die Protagonistin ist eine einsame Frau, trotz der Familie, die dabei auch einige Fehlentscheidungen trifft. Ein raffiniertes Debüt, das mich doch beeindruckt hat!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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