[Rezension] Poste deine Darmspiegelung – Peter Wittkamp


Titel: Poste deine Darmspiegelung
Autor: Peter Wittkamp
Verlag: Knaur
Erschienen: Oktober 2015
ISBN: 978-3-426-78777-9
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
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Peter Wittkamp ist 33, geboren in Asbach bei Bonn und lebt als freier Kreativer in Berlin. Er studierte Soziologie und arbeitete als Marktforscher bei Universal Music, später bei einer Social Media-Agentur. Seit 2013 ist er selbstständiger Berater für Online-Kommunikation. Sein erstes Buch „Die fünf schlechtesten Antworten auf „Ich liebe dich!““ fand die Bravo „Hot“.





Narzissten, Egozentriker und digitale Selbstdarsteller: Facebook, Twitter und Instagram könnten so schön sein, wären da nicht die selbstverliebten Nervensägen unterwegs, die sich mit Selfie-Stangen vor jedem Sonnenuntergang fotografieren, das Ultraschallbild des ungeborenen Babys posten und das Netz mit Herzchen und Emojis verstopfen. Peter Wittkamp kennt alle digitalen Ungepflogenheiten und spießt die schlimmsten Auswüchse auf. Seine Ratgeberparodie ist ein großer Spaß für alle, die die sozialen Medien lieben und die sich nicht anders zu helfen wissen, als über die digitalen Selbstdarsteller zu lachen.






Die meisten Experten sind sich einig: Das Internet wird uns wahrscheinlich noch ein paar Jahre erhalten bleiben.






Amüsant, leicht, liest sich einfach nur weg. Und das alles gewürzt mit einer ordentlichen Portion Ironie. Aktuell komme ich zeitlich einfach nicht richtig zum Lesen und komme auch einfach nicht in die Bücher rein, die ich anfange. Ich denke, dass jeder solche Momente kennt, oder? Bei mir war es so, dass ich dann die Leseprobe von diesem Buch gelesen habe und wusste, dass will ich weiterlesen. Und kaum hatte ich es in meinen Händen, war ich praktisch auch schon wieder durch.
Trotz seiner 42 Lektionen ist das Buch nicht unbedingt das mit der größten Seitenanzahl, aber dafür geht es auf den 176 Seiten umso amüsanter zu. Autor Peter Wittkamp beschreibt wirklich fantastisch und ironisch den perfekten Internetnutzer – oder eben auch nicht. Fast schon bierernst (ich finde, es ist das perfekte Wort für den Stil) stellt er in einzelnen Lektionen die unterschiedlichen Dinge vor, die ein Internetnutzer unbedingt beachten sollte. Das fängt mit einer ausgiebigen Nutzung von Smileys an, erklärt uns, dass wir unbedingt regelmäßig das Profilbild wechseln müssen und erklärt die wunderbare Welt von Chefkoch (der einzige Ort im Internet, an dem man wirklich unzensiert posten kann!).
Manchmal kommt dann schon so ein Oh-Oh-das-mache-ich-manchmal-aber-auch-Moment auf und ich dachte mir wirklich, eigentlich sollte ich das echt mal ändern, aber letztlich… nimmt man es mit Humor.
Ich habe Poste deine Darmspiegelung in kürzester Zeit verschlungen und das Titelthema kommt natürlich als eine der wichtigsten Lektionen überhaupt am Schluss. Jedes der Kapitel ist unterschiedlich lang, da gibt es welche, die gehen über mehrere Seiten, aber auch Lektionen, die mit nur einer Seite deutlich kürzer sind, stehen den längeren in Sarkasmus und Humor nicht nach.
Was ich mir hier tatsächlich gewünscht hätte, wäre ein Inhaltsverzeichnis. Erst kommt das Vorwort, dann die erste Lektion. Und wenn man, so wie ich im Moment, das ein oder andere Kapitel noch mal lesen möchte, muss man wirklich das ganze Buch durchblättern und hoffen, dass es doch recht weit vorne war. Außerdem hätte es dem Ganzen noch mehr den Schein eines richtigen Ratgebers gegeben und wäre damit perfekt gewesen. Das ist für mich das fehlende Tüpfelchen auf dem i.





Rege Internetnutzer (so wie ich das bin) mit einer gehörigen Portion Selbstironie und Humor machen hier definitiv nichts verkehr. Das Buch ist amüsant, sarkastisch und liest sich praktisch von allein.



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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