[Rezension] Cook mal Türkisch – Filiz Penzkofer


Titel:  Cook mal Türkisch
Autor: Filiz Penzkofer
Verlag: GU
Erschienen: September 2015
ISBN: 9783833844690
Preis: 19,99€
Leseprobe
 
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Viele Köche verderben den Brei, aber viele Kulturen bereichern die Speise, sagt Filiz Penzkofer – und kocht danach. Türkisch-deutsch zu kochen wurde der 29-Jährigen in die Wiege gelegt: Während ihre Mutter türkische Hausmannskost kochte, sautierte ihr deutscher Vater Jakobsmuscheln und flambierte Entrecôtes. Die Idee, Mutters Weinblätter in Vaters Trüffelöl zu marinieren, war also schnell geboren – und getreu dem Motto ihrer türkischen Oma – Wer keine Fehler macht, macht gar nichts! – experimentierte sie weiter. Die Ergebnisse: deutsch-türkische Rezepte wie Döner mit Rote-Beete-Carpaccio und Ziegenkäse oder Ilaras Schwarzwälder Grieskuchen. Cook mal türkisch! ist aber nicht einfach nur ein türkisch-deutsches Kochbuch: Garniert wird der moderne Mix aus Slowfood und Fastfood, Orient und Okzident mit vielen persönlichen Geschichten rund um Filiz türkisch-deutsche Familie, spannende Neuköllner Begegnungen und ihre kulinarischen Erlebnisse mit und in der jungen türkischen Küche.







Das Kochbuch von Filiz Penzkofer ist nicht nur gespickt mit tollen Rezepten, sondern auch mit einigen humorvollen Anekdoten, die das Buch definitiv aufwerten und auflockern. Somit hat es tatsächlich auch Spaß gemacht, einfach nur durchzulesen und die kleinen Geschichten mit einzelnen Rezepten in Verbindung zu bringen.
Die Rezepte an sich klingen alle superlecker und machen Lust, sie zu kochen. Das Besondere hierbei sind nicht nur die klassischen türkischen Rezepte. Insbesondere das türkische angehauchte Streetfood oder die Kombination aus unserer klassische deutschen Küche mit türkischen Elementen fand ich sehr ansprechend. Und ein Rezept muss ich unbedingt, unbedingt, unbedingt probieren: türkische Köfte mit Spreewaldgürkchen. Ich finde das einfach probierenswert und weiß: Das muss ich mal testen. So ging es mir noch bei einigen anderen Rezepten. Ich habe beim Lesen wirklich Appetit bekommen.
An und für sich sind alle Rezepte gut dargestellt und auch nachkochbar, was die Zutaten betrfifft. Mein Ergebnis von oben ist allerdings nicht unbedingt das Vorzeigebeispiel. Mein Spinatbörek war zwar leicht nachzukochen, doch die von der Autorin angegebene Backzeit war für meinen Backofen leider dann doch etwas zu lang. Nun ist mein Börek leider etwas sehr gebräunt, schmeckt aber dennoch sehr gut. Wie viele andere Rezepte ist auch dieses leicht nachzukochen.
Durch die Vielfalt an Rezepten findet sich auch wirklich für jeden etwas, das ihn anspricht. Verständlich geschrieben ist es auch. Wie es sich bei den anderen Rezepten mit der Kochdauer aussieht, kann ich jetzt noch nicht sagen, aber mein Börek und ich waren uns da nicht ganz mit dem Buch einig, wie man eben oben sieht. Das will jetzt natürlich nicht heißen, dass das bei jedem Rezept so ist. Vielleicht ist mein Backofen auch einfach eine kleine Diva, da zu kann ich jetzt nichts sagen.
Die Gestaltung ist sehr attraktiv, mir ist das leicht orientalisch anmutenden Cover jedenfalls gleich ins Auge gefallen und auch im Buch setzt sich die ansprechende Gestaltung fort. Bei den Rezeptbildern läuft zumindest mir das Wasser im Munde zusammen. Wie es sich für ein gutes Kochbuch gehört, macht es Appetit! Also nicht lesen, wenn ihr eh schon hungrig seid, es sei denn, euer Kühlschrank ist voll und ihr könnt gleich loslegen.
Und ganz von den Rezepten abgesehen, hat Autorin Filiz Penzkofer auch einen angenehmen Schreibstil, der in den Anekdoten auch einen leicht ironischen Ton hat. Allein durch deiese kleinen Geschichten hat man einen sehr sympathischen Eindruck von ihr und man fühlt sich auch – selbst wenn es jetzt kitschig kling – willkommen.





Appetitanregend, tolle Rezepten, tolle Geschichten. Und es macht Hunger auf die Türkei abseits der Dönerbuden in unseren Innenstädten.



Quellen
Cover; Inhalt

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