[Rezension] Bannwald – Julie Heiland


Titel: Bannwald
Autor: Julie Heiland
Band: 1/3
Verlag: S. Fischer
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 978-3-8414-2108-1
Preis: 16,99€
Leseprobe
 
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Julie Heiland hat Journalistik studiert. Parallel dazu hat sie eine
Schauspiel- und Rhetorikausbildung absolviert und schon in einigen
Fernsehfilmen mitgespielt. Julie Heiland, 1991 geboren, ist ein
Multitalent. Ihre große Leidenschaft ist das Schreiben und hier ist sie
ganz nah an ihren Leserinnen. Nach „Bannwald“ und „Blutwald“ ist
„Sternenwald“ ihr dritter Roman.





Sie können nicht töten – als Anhänger der weißen Magie erschaffen sie nur. Seit Generationen lebt der friedliche Stamm der Leonen gefangen im Wald, gewaltsam unterdrückt vom Stamm der mörderischen Tauren.
Als die 17-jährige Robin auf den jungen Tauren Emilian trifft, ist sie sich sicher, dass er sie töten wird. Doch Robin gelingt es zu fliehen – scheinbar. Erst später wird ihr bewusst: er hat sie laufen lassen. Warum?
Als Robin dann ein Reh mit der bloßen Kraft ihrer Gedanken tötet, ist sie zutiefst erschüttert. Was ist mit ihr?
Robin trägt ein Geheimnis in sich, und es gibt nur einen, der davon weiß – ihr größter Feind.

Ich hasse den Wald.



Bannwald war eines dieser Bücher, auf die man durch einen dummen Zufall stößt. Eines dieser Bücher, das ich vorher nicht auf dem Schirm hatte. Eines dieser Bücher, in die man dann recht erwartungsfrei reingeht… und die einen dann tatsächlich mal so richtig fesseln. Für mich gehören diese Bücher immer noch zu den schönsten Büchern.

Es ist zugleich der Auftakt einer Trilogie und ich verrate euch, dass ich den dritten Band ziemlich sehnsüchtig erwarte. Aber zuerst einmal widmen wir uns diesem ersten Band hier: Protagonistin Robin lebt in einer Welt, in der die Bewohner nach Sternzeichen aufgeteilt ist. Sie selbst gehört zu den Leonen, einer friedlichen unterdrückten Art, die eingesperrt im Wald lebt. Außer den Leonen lernt der Leser vorerst nur noch die Tauren kennen, die das genaue Gegenteil darstellen, sie sind die Herrscher in dieser Welt. Diese Aufteilung nach den Sternzeichen finde ich eine grandiose Idee und frage mich, warum noch niemand vor Julie Heiland auf so eine Idee kam.
Dennoch muss ich sagen, dass gerade anfangs sehr weniger Hintergrund da ist. Dieser offenbart sich nur sehr langsam, da hätte ich mir doch etwas mehr gewünscht, gerade in Bezug auf diese Aufteilung. Auch nach dem Buch blieben sehr viele Fragen übrig: Warum lassen die Leonen sich so unterdrücken? Wie kam es überhaupt zu dieser Situation? Und noch viele mehr.
Die Geschichte hat zwischendurch definitiv Romeo-und-Julia-Momente, denn die Protagonistin Robin, eine Leonin, verliebt sich einen Tauren, Emilian. Und, keine große Überraschung, die beiden dürfen natürlich nichts davon sagen, denn so eine Beziehung ist gerade für Emilian definitiv nicht standesgemäß. Julia… äh Robin, natürlich, Robin! Robin ist eines dieser scheinbar perfekten Mädchen. Sie kann alles, ist stark, erkennt das aber selbst nicht. Ein wandelndes Jugendbuch-Klischee also. Witzigerweise kann ich, obwohl ich dringend wissen will, wie die Geschichte endet, immer noch nicht sagen, ob ich Robin sympathisch oder nervig finde. Ihre ständigen Selbstzweifel und Unsicherheit gingen mir zwischendurch nämlich dezent auf die Nerven. Emilian bleibt noch etwas geheimnisvoll, man lernt ihn erst im zweiten Band genauer kennen. Das passt aber natürlich zu seiner Zugehörigkeit zu den Tauren. Die Charaktere sind hier wohl tatsächlich nicht der Grund, warum ich den zweiten Band gelesen habe, obwohl sie durchauch gut gestaltet sind. Vielleicht sind sie nicht außergewöhnlich, aber sehr solide Charaktere.
Auch die Sprache ist dem Zielpublikum angepasst und dementsprechend etwas einfacher. Allgemein ist es für den Leser, der vielleicht etwas älter als die anvisierte Altersgruppe ist, natürlich stellenweise auch vorhersehbar. Der Lesespaß bleibt aber dennoch bestehen.






Trotz der Kritikpunkte ist Bannwald ein wirklich guter Reihenauftakt. Ich möchte auch fast sagen, dass man sich hier in Kritik verlieren kann und dabei ein richtig gutes Jugendbuch verpassen könnte.



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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