[Rezension] Die fünfte Welle – Rick Yancey


Titel: Die fünfte Welle
Autor: Rick Yancey
Original: The Fifth Wave
Aus dem Englischen: Thomas Bauer
Verlag: Goldmann
Erschienen: Datum
ISBN: 978-3-442-31334-1
Preis: 16,99€
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Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie »Die fünfte Welle« die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt, darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida.




Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält …

Es wird kein Erwachen geben.



Eine Dystopie, mal wieder, und mal wieder eine richtig gute Dystopie. Ich habe das Buch verschlungen und war vom Ende etwas… enttäuscht. Während mich die Geschichte an sich gut unterhalten hat, ging mir das Ende zu glatt, zu schnell und hat mich irgendwie nicht ganz so überzeugt wie der Rest. Aber vielleicht sollte ich am Anfang beginnen.
In dieser Geschichte sind Außerirdische für den Untergang der Menschheit verantwortlich. Das Konzept von mehreren Wellen fand ich wirklich faszinierend und ich hätte auch gerne mehr über die ersten Wellen gelesen. Wir befinden uns in der Zeit nach der vierten Welle und vor einer möglichen fünften Welle. Mittlerweile sind kaum noch Menschen übrig und es ist besser, man vertraut niemandem, denn man weiß nie, wer in der Haut des Gegenübers steckt. Das hat auch Cassie verinnerlicht. Für eine Jugendliche ist sie ganz schön stark und abgebrüht. Ob das daran liegt, dass sie schon so viel mitgemacht hat… manchmal hätte ich mir aber doch auch noch kindliche Züge gewünscht, denn das ist es, was in Extremsituationen, bzw. eher danach rauskommt. Das Einzige, das in die Richtung geht, ist ihre Schwärmerei für einen Jungen aus ihrer alten Schule. Doch selbst das wirkt mittlerweile eher zynisch. Ich muss gestehen, dass mir da eben noch etwas mehr Tiefe gefehlt hat. Und dann kommt der Moment, wo sie gerettet wird und dieser Person vertraut, obwohl sie vorher so abgelehnt hat, einem anderen Menschen zu vertrauen. Das ging mir zu schnell. Das war natürlich wichtig für die Entwicklung der Geschichte an sich, hat mich aber nicht überzeugt.
Neben Cassie gibt es noch einen männlichen Erzähler, der in einer militärisch anmutenden Grunderziehung steckt. Seinen richtigen Namen erfährt man erst sehr, sehr spät, denn ihm und den anderen Kindern in seiner Einheit werden Fantasienamen verpasst. Bei ihm ist es der Namen Zombie. Sowohl Zombie als auch Cassie erzählen aus der Ich-Perspektive, was auf den Leser natürlich noch eindringlicher wirkt.
Interessanter fand ich eigentlich Zombie und seine Einheit. Es war fesselnd zu lesen, wie die Figuren sich langsam selbst verlieren und immer mehr zu abgerichteten Kämpfern werden, die nicht mehr großartig nachdenken und einfach nur noch machen. Das beginnt mit der Entmenschlichung, indem man ihnen die Namen nimmt. Cassies Geschichte war hingegen die typische Dystopie-Mädel-ist-allein-Story. Da hat mich der andere Teil deutlich mehr fasziniert.
Beide Geschichten beginnen ziemlich… distanziert voneinander. Man hat beim ersten Umbruch das Gefühl, in einer völlig fremde Welt einzutauchen, doch das ändert sich im Laufe des Buches. Irgendwann fangen die Geschichten an, ineinander zu fließen, sich miteinander zu verweben und ganz am Ende hat man das große Gesamte vor Augen. Dementsprechend geht es gegen Ende auch richtig heiß her und wird noch einmal verdammt spannend. Fingernägel knabbern ist da sozusagen angesagt!




Die fünfte Welle ist eine mehr als solide Dystopie, die insbesondere mit dem Teil rund um Zombie und seine Einheit punkten kann. Doch auch Cassie erlebt so einiges, so dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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