[Rezension] Future – Dmitry Glukhovsky


Titel: Future
Autor: Dmitry Glukhovsky
Original:  Будущее
Aus dem Russischen:  M. David Drevs
Verlag: Heyne
Erschienen: Mai 2016
ISBN: 978-3-453-31554-9
Preis: 16,99€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!



Dmitry Glukhovsky, geboren 1979, hat internationale Beziehungen in Jerusalem studiert und arbeitete als Journalist unter anderem für Russia Today, Deutsche Welle und Sky News. Mit seinem Debütroman „Metro 2033“ landete er auf Anhieb einen Bestseller. Glukhovsky lebt und arbeitet in Moskau.




Seit die Sterblichkeit überwunden wurde, ist die Erde vollkommen überbevölkert. Ganz Europa ist zu einer einzigen Megapolis aus gigantischen Wohntürmen zusammengewachsen. Nur die Reichen und Mächtigen können sich in den obersten Etagen noch ein unbeschwertes Leben leisten, während die Mehrheit der Bevölkerung auf den niederen Ebenen ein beengtes Dasein fristet. Die Fortpflanzung ist streng reglementiert, und illegale Geburten werden unnachgiebig verfolgt. Als der Polizist Nr. 717 auf den Anführer einer Terrorgruppe angesetzt wird, gerät er in das Netz eines Komplotts, das bis in die höchsten Etagen der Gesellschaft reicht – und das die brutale Ordnung ins Wanken bringen wird.

So ein Lift ist eine großartige Sache.



Mein erster Glukhovsky und ich fand ihn großartig. Future zeichnet sich wirklich durch eine unglaubliche Tiefe aus, einem detaillierten Hintergrund und der Liebe zu den Charakteren.
Ich weiß gar nicht, wo ich jetzt anfangen soll, denn mich hat viel begeistert. Obwohl ich am Anfang eher verwirrt war, weil mit dieser neuen Welt so viele neue Informationen auf einen einstürzt. Was ist 717, was sind die Hintergründe und was ist das überhaupt für eine Welt? Okay, ich hatte noch deutlich mehr Fragen als ihr euch vorstellen könnt, doch das hat sich alles ganz langsam aufgelöst und vor allen Dingen aufgeklärt.
Es gab so viele scheinbar unterschiedliche Fäden und Gedanken, die am Ende dann alle zusammen fanden und in einem, wie ich finde, ziemlich furiosen Schluss zusammen kommen. Mich hat er total begeistert.
717 hat übrigens auch einen normalen Namen, Jan. Und im Laufe des Buches erfährt man so einiges über Jan. Sein Charakter hat eine unglaubliche Tiefe, die man am Anfang nicht einmal erahnen kann. Er gehört zur Phalanx, einer Armee aus Unsterblichen, die eine für uns unvorstellbare grausame Aufgabe ausüben: Sie suchen nach nicht gemeldeten Geburten und sorgen gegebenenfalls für einen Abbruch oder infizieren die Eltern mit Alter. In einer Welt, in der die Unsterblichkeit vorherrscht, ist das natürlich geradezu unvorstellbar und die schlimmste Strafe. Und diesen Gedanken fand ich mehr als beängstigend. Damit ist ein Thema angeschnitten worden, dass ich schon immer nicht erstrebenswert fand: Unsterblichkeit. Und hier auch noch fast alle Menschen, was natürlich zu nicht unerheblichen Schwierigkeiten führt, angefangen mit dem Platzmangel. Dmitry Glukhovsky hat damit nicht nur eine spannende Zukunftsvision erschaffen, sondern in erster Linie eine furchterregende, die auch die Abgründe des menschlichen Wesens ziemlich deutlich macht. Und das hat mich hier besonders beeindruckt.
Neben Jan gibt es natürlich noch andere Charaktere: Jesus, 503, Senator Schreyer und seine Frau und viele mehr. Und jeder einzelne ist nicht nur Nebendarsteller, sondern hat Tiefe und Persönlichkeit bekommen. So macht es Spaß, ein Buch zu lesen, wenn die Figuren einfach leben.
Als Leser weiß man auch lange nicht, was ist gut, was ist böse, da das Buch mit vielen Wendungen und spannenden Überraschungen trumpfen kann. Auch wenn es manchmal doch etwas in die Länge gezogen wurde, ist es ein absolut lesenswertes Zukunftsszenario. Düster, blutig und grausam, aber leider auch sehr zutreffend geschrieben.





Was für ein erschreckende Vision unserer Zukunft. Der Autor besticht nicht nur mit einer äußerst realistisch beschriebenen Zukunft, sondern insbesondere mit der Tiefe der Figuren und der vielschichtigen Story. Absolut lesenswert!



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Weitere Posts zum Thema

2 thoughts on “[Rezension] Future – Dmitry Glukhovsky

  1. Es tut mir Leid… Ich habe den Autorennamen gelesen und die zwei ersten Sätze deiner Rezi und nicht weiter. Weil ich will dieses Buch haben. Tut mir Leid, dass ich den Rest nicht gelesen habe… *verbeug*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.