Ins Glück gebloggt – Gabriela Kasperski [Rezension]

Humorvoll zurück ins Leben bloggen – das schafft Nina ziemlich gut. Und bei dem Chaos, in dem sie gerade steckt, ist das eigentlich gar nicht so einfach.


Titel: Ins Glück gebloggt
Autor: Gabriela Kasperski
Verlag: Storybakery
Erschienen: November 2016
ISBN: 978-3-906847-06-1
Preis: 10,99 €

 
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Nervös stand ich vor dem Kleiderschrank.



Das hier ist sicherlich nicht das tiefgründigste und außergewöhnlichste Buch, es besticht aber mit einer sehr menschlichen Protagonistin und jede Menge Humor und Selbstironie.
Ich mag es ja, wenn Protagonisten von einem Schlamassel in den nächsten laufen und Nina ist da gerade total dabei: verschwundener Mann, Kinder fliegen aus, Klassentreffen, sexy Fußballtrainer und kein Geld. Das allein reicht ja schon für jede Menge Reibungspotenzial und Nina lässt auch kein Fettnäpfchen dabei aus. Das mag ich an ihr, weil sie echt normal ist, einfach nur normal. Da wird sie einem gleich sympathisch – obwohl ich sagen muss, dass sie mir manchmal schon sehr unselbstständig und eigentlich nicht sehr erwachsen wirkt. Gerade ihr Umgang mit dem Geld… na ja. Aber auch so Menschen muss es geben, nicht wahr? Da hat sie sich vielleicht etwas zu sehr auf ihren Mann verlassen, das kann dann eben ziemlich ungut enden, wie man sieht.
Überraschungen bietet die Geschichte nicht viele. Es ist recht vorhersehbar, aber dennoch hat man sein Vergnügen beim Lesen, wenn man sich darauf einlässt. Letztlich ist Ins Glück gebloggt ein Frauenroman, der eben nicht durch zu viel Tiefgang besticht. Dafür mag ich Gabriela Kasperkis Humor.
Das mit dem Bloggen kommt mir – als Bloggerin (nur falls euch das noch nicht aufgefallen ist) – etwas zu kurz in dem Buch vor. Dafür dass es schon im Titel steht, dauert es schon mal sehr lange, bis das Bloggen überhaupt Part der Story wird. Die Blogbeiträge sind sehr amüsant, aber da hätte ich mir auch noch einen Ticken mehr Pfiff und Würze gewünscht. Vermutlich würde ich mich nicht mal beschweren, aber es steht nun mal im Titel und da erwarte ich dann einfach mehr.
Das Ende wirkt etwas chaotisch und schnell und… chaotisch. Aber es passt zu Nina und zu dem, was ihr vorher passiert.



Eine amüsante Geschichte, wenn man mal abschalten will und einfach nur ein bisschen was Amüsantes lesen will. Tiefgründig wird es nicht, doch Nina ist sympathisch und es geht ums Bloggen. Also perfekte leichte Lektüre für zwischendurch!





Gabriela Kaspersky hat Anglistik studiert, war Moderatorin bei SRF und Schauspielerin an verschiedenen Schweizer Theatern. Sie schreibt seit mehr als 10 Jahren Kriminal- und Frauenromane, bloggt regelmäßig und hat tausenden Minuten Serien für das Schweizer Fernsehen und für 3Sat bearbeitet. Sie ist Expertin für diverse Kulturfachstellen wie das Bundesamt für Kultur, sie arbeitet als Sprecherin und als Dozentin u.a. für das SRF und FOCAL. Sie ist Spezialistin für Kreativität und Spannung. Zudem weiß sie bestens, wie sich ein geschriebener Text beim Vortrag mit Leben füllen lässt. Darüber hinaus moderiert Gabriela Kasperski Großveranstaltungen.


Verzweifelt, verlassen und verdächtig – Nina hat ein Problem. Oder eigentlich viele Probleme: Ehemann Max will eine Auszeit und ist verschwunden. Ihre Schwiegermutter hat ihn als vermisst gemeldet und hält Nina für die Schuldige. Die Kinder verlassen das Heim und Nina kann weder als Putzfrau oder Babysitter Geld verdienen. Und dann ist da noch das Klassentreffen – und was ist das Ende vom Lied? Nina bloggt als Single Pocahontas über späte Schwangerschaften und frühe Menopausen. Außerdem gibt es da noch diesen sexy Fußballtrainer, der so gut nach Bitterschokolade riecht. Das Chaos regiert – und Nina bloggt sich durch alle Widrigkeiten ins Glück. Alles, was sie dafür braucht ist eine ordentliche Portion Mut und etwas Schokolade (oder Nutella…)

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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