Das Café der guten Wünsche – Marie Adams [Rezension]

Titel: Das Café der guten Wünsche
Autor:  Marie Adams
Verlag: Blanvalet
Erschienen: September 2016
ISBN:  978-3-7341-0278-3
Preis: 8,99€
Leseprobe
 
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Köln in den fünfziger Jahren.



Im Alltag hat sicher jeder von uns schon einmal eine eher unschöne Begegnung gehabt und dabei „Gehts noch?“ oder „So ein Idiot!“ gedacht. Wenn es stressig ist, schaut keiner hinter die Fassade und denkt darüber nach, dass das Gegenüber vielleicht genauso denkt oder in Gedanken ganz woanders ist. Und gute Wünsche schickt man anderen Menschen schon gar nicht hinterher!
Daher finde ich es so wundervoll, dass sich bei „Das Café der guten Wünsche“ alles um ebendiese Gedanken dreht. Dieser Roman macht einem wirklich gute Laune. Ein kleines Café, bezaubernde Besitzerinnen und gute Wünsche – was braucht man da noch mehr? Natürlich gibt es auch hier, wie bei jeder guten Geschichte, einige nicht so schöne Momente. Laura und Bernadette vernachlässigen das Café, Männer liegen Julia eh nicht und am Ende gibts auch noch heftige Konkurrenz!
Aber natürlich, wie nicht anders zu erwarten war, wendet sich am Ende alles zum Guten. Und es wird so entzückend romantisch – da ging mir das Herz auf, ganz ehrlich! Denn Julia ist wirklich ein wunderbarer Charakter, dem man nur alles Glück der Welt wünscht und gönnt. Ich würde ja gerne mal in ihrem Café was trinken und ein Stück Kuchen essen und ihr bei der Arbeit zuschauen. Julia ist einfach liebenswert, vielleicht etwas zu naiv, aber das macht ihren Charme aus. Als Charakter ist sie mir einfach sehr sympathisch, weil sie so bodenständig wirkt. Sie ist einfach aus dem Leben gegriffen. Ihr geradezu kindlicher und naiver Traum des französischen Traumprinzen kann man sicher eher anstrengend finden, ich fand es ja entzückend. Manchmal sollte man sich so Träume doch bewahren!
Auch die anderen Charaktere gefallen mir eigentlich ganz gut. Einzig Robert und Julias Bruder scheinen mir etwas überzeichnet zu sein. Dennoch hab ich zumindest Robert auch ins Herz geschlossen. Ich mag Pessimisten – eigentlich sogar lieber als so optimistische und gut gelaunte Charaktere wie Julia. Doch hier war ich einfach so gut gelaunt durchs Lesen, dass ich irgendwie alle mochte. So muss so ein Gute-Laune-Roman sein!



Inhaltlich überrascht die Konkurrenz am Ende etwas, der Rest ist jedoch vorhersehbar. Aber durch die gute Stimmung und die liebenswerten Charaktere störte das mein Lesevergnügen nicht wirklich. Ich habe auch keine großen Überraschungen erwartet – manchmal tut es ja auch gut, wenn man eine einfache, aber liebevoll geschriebene Liebesgeschichte lesen kann.

 



Eigentlich veröffentlicht Marie Adams unter einem anderen Namen schon länger Romane: Da geht es um die Liebe nach langen Beziehungen und wie man sie am Leben erhalten kann. Umso mehr Spaß hat es ihr gemacht, mal eine frische Liebe an den Start zu bringen – und das mit lauter Alltagsmagie.

Julia, Laura und Bernadette leiten ein kleines Café mit ganz besonderem Charme: Jeder Gast bekommt seinen eigenen guten Wunsch – heimlich, still und leise.
Doch Julia hat selbst einen großen Wunsch: Sie möchte ihre große und erste Liebe Jean wiederfinden, daran glaubt sie genauso fest wie an die Kraft der Wünsche. Doch manchmal kommt es anders, als man denkt: Nicht Jean, sondern Robert schleicht sich in ihr Leben und schließlich auch in ihr Herz. Julia ist sich unsicher: Ist er an ihren Problemen schuld? Oder ist das der richtige Weg?

Mein Dank geht an Blanvalet für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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