Das geheime Manuskript des Hermann Freytag – Henrik B. Nilsson

Titel: Das geheime Manuskript der Hermann Freytag
Autor: Henrik B. Nilsson
Original: Den falske vännen
Deutsch von: Hanna Granz
Verlag: btb
Erschienen: Oktober 2016
ISBN: 978-3-442-71388-2
Preis: 9,99€
Leseprobe
 
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Jetzt pfiff der Teekessel.



Wie ich dieses Buch fand? Das lässt sich ganz leicht zusammenfassen: Ich saß im Zug. Hatte fünf Stunden Fahrt vor mir. In meiner Handtasche war nur ein einziges Buch. Der Handyakku des Handys war damals schon sehr sensibel. Und das führt wozu? Genau: Das führt zum einzigen Grund, warum ich dieses Buch beendet habe.
Ich muss ganz ehrlich sagen: Das hier war eines der langweiligsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Hätte ich Auswahl gehabt, hätte ich es wirklich abgebrochen. Aber dank fünf Stunden Zugfahrt habe ich mich – für meine Verhältnisse – wirklich durchgequält. Es kommt nur sehr selten vor, dass ich einem Buch nichts aus Langeweile abgewinnen kann. Hier aber… mir fällt nichts dazu ein. Währenddessen habe ich dann doch immer wieder mit jemandem geschrieben und kann euch eins sagen: Ich habe gejammert, wie langweilig mir ist. Bei einem guten Buch kann eine Zugfahrt im Nu vergehen, doch bei so einem Titel eher nicht.
Wenn ich jetzt überlege, was genau mich nicht überzeugt hat, kann ich es euch nicht sagen. Der Text klang gut, er klang nach einem Buch, wie ich es mag.
Aber es hat sich einfach so hingezogen. Es gab keinen spannenden Charakter, beim Protagonisten hatte ich sogar nach dem gesamten Buch das Gefühl, ihn nicht zu kennen. Und hängengeblieben ist auch nichts.
Dann die Story mit dem Manuskript. Das klingt interessant, so ein verschwundenes Manuskript. Nur kommt das überhaupt nicht in Fahrt. Ich weiß immer noch nicht recht, was genau jetzt passiert ist.
Ich bin kein Fan davon, Bücher völlig zu zerreißen und schlecht zu machen. Das kann ich hier auch gar nicht in dem Sinne. Ich fand das Buch einfach nur so langweilig und nichtssagend, dass auch einfach nichts davon wirklich hängen geblieben ist. Moment! Ich glaube, da war was mit Pflaumenschnaps? Und einem schrägen Autor in den Bergen? Und einem Sturz? Aber sonst… eher nichts. Der wunderbare österreichische Schmäh ist auch nicht rüber gekommen. Damit hätte das Buch sich für mich noch retten können. Aber ich muss sagen: Wir haben nicht zusammengepasst. Es war wie eine dieser langweiligen Vorlesungen an der Uni, in denen man mit glasigen Augen sitzt und sich am Ende fragt: Wasn jetzt überhaupt der Inhalt gewesen? Worum gings denn? Bekommen wir Handouts?



Als Fazit kann ich sagen: Langweilig. Nichtssagend. Nicht mein Fall. Und ich erinnere mich nicht mal mehr wirklich daran, was passiert ist! Sehr schade, ich hatte mir einfach mehr versprochen.

 

 



Der 1971 geborene Henrik B. Nilsson hat einen beträchtlichen Teil seiner Kindheit in Deutschland verbracht. Nach einem Studium hat er seinen eigenen Verlag gegründet: Minotaur. Den Master of Art in Creative Writing hat er noch oben drauf gesetzt und hat nun seinen Wohnsitz in der Nähe von Malmö. Mit „Das geheime Manuskript des Hermann Freytag“ liefert er nun seinen ersten Roman ab.

Hermann Freytag ist Verlagslektor, oder besser gesagt: war Verlagslektor. Nun soll er noch ein letztes Mal aktiv werden, um das Manuskript eines Erfolgsautors zu bearbeiten. Dieser will nämlich nur einen: Hermann Freytag. Dieser hat die Manuskripte bisher immer perfektioniert und so kann ihn niemand für den misstrauischen Autor ersetzen.
Doch nachdem Hermann Freytag sich dazu hat überreden lassen, taucht plötzlich ein mysteriöser Mann auf, der behauptet, dass das Manuskript politisch zum Disaster werden könnte. Plötzlich ist Freytag auf einer gefährlichen Mission rund um das Manuskript.

Mein Dank geht an btb für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

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