Depression abzugeben – Uwe Hauck [Rezension]

Depression abzugeben

Für die Rezension heute lasse ich mal die übliche Form weg. Ich bin einfach zu geflasht von Depression abzugeben. Danke Uwe, dass du dieses Buch geschrieben hast und uns an deiner Geschichte teilhaben lässt. Ich empfand dich schon auf Twitter als Inspiration. Daher wollte ich Depression abzugeben auch unbedingt lesen. Es hat jetzt etwas länger gedauert, bis ich dazu kam – zuerst habe ich es in keiner Buchhandlung, in der ich war, gefunden. Dann kam das Leben dazwischen. Aber jetzt habe ich es geschafft und ich wollte es absolut nicht aus der Hand legen. Ich habe jedes Wort aufgesogen und es sind jede Menge kluge Worte darin enthalten.

Depression abzugeben
Depression abzugeben

Eigentlich schreibe ich zu persönlichen und ungewöhnlichen Büchern nicht gerne Rezensionen. Gerade wenn es mich einfach so mitgenommen hat (im positiven Sinne…). In vielen Punkten habe ich ein paar meiner Gedanken wieder erkannt und dachte nur: Ja. Genau das!

Allgemein fand ich schon immer, dass Uwe Hauck sehr kluge Worte twittert. Hier sind sie in einem Buch versammelt. Ich möchte das Buch am Liebsten direkt nochmal durchlesen und dieses Mal mit Marker und Klebezettelchen in der Hand. Andererseits… dann wäre das Buch ziemlich gelb. Zu viele Sätze, die mich bewegen und die ich einfach wunderbar finde. Nicht, dass das schlecht wäre. Ganz im Gegenteil!

Inspiration & Einblick zugleich

Für mich war das Buch nicht nur eine Inspiration, ich habe mich in einigen seiner Verhaltensmuster wiedererkannt. Es gab Momente, in denen ich einfach nur dachte: Genauso ging es mir/empfand ich auch. Das war teils erschreckend, denn nicht immer sind diese Momente schön, sondern eher bedrückend. Aber es ist wichtig, dass man als Betroffener sieht, dass man nicht allein ist. Und es ist wichtig, dass die nicht Betroffenen den Hauch von Ahnung kriegen, wie es in einem aussieht. Es ist einfach wichtig, dass dieses Thema angesprochen wird!
Es ist ein Buch, das einem die Augen öffnen kann, wenn man sich darauf einlässt. Mich hat es aber zeitgleich auch dazu inspiriert, jetzt einen neuen Weg im Umgang mit meiner Vergangenheit zu gehen. Ich hab ja schon lange darüber nachgedacht, aber dank Uwes tollen Worten habe ich mich entschlossen, das wirklich durchzuziehen. Dafür bin ich wirklich dankbar.
Eigentlich ist das ein Buch, das ich wirklich jedem ans Herzen legen möchte. Es enthält so viel Wichtiges. Es ist wunderbar geschrieben. Und es zeigt, dass eine Depression nun mal kein Beinbruch ist. Lasst euch auf das Buch ein, lest es und verbreitet es. Das Buch hat es verdient.

 

Ich verliere jetzt keine weiteren Worte, ihr müsst euch einfach selbst davon überzugen lassen. Und hier könnt ihr es kaufen: Bastei Lübbe

Los. Geht es kaufen! Hopp, hopp!

Fotobuch Saal Digital [Sponsored]

Heute habe ich mal wieder eine völlig andere Rezension für euch! Auf Twitter habe ich meine Begeisterung ja schon ausgedrückt, jetzt aber nochmal in aller Ausführlichkeit auch hier!

Endlich ein Fotobuch!

Mein heimlicher Traum war es schon sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr lange, ein Fotobuch mit meinen Cosplays zu drucken. Oder auch meine Lieblingsbilder auf Leinwand und dann ins Flur hängen… aber hier und heute geht es um Fotobücher! Und zwar um Fotobücher von Saal Digital. Ich hatte jetzt schon einige Bekannte, die für den Anbieter testen durften – und ich durfte das jetzt auch! Ich habe mich für die Fotobuch-Variante entschieden. Relativ schnell und unkompliziert habe ich den Gutschein-Code geschickt bekommen und konnte anfangen, mein Fotobuch zu erstellen. Nachdem ich mir die Software runtergeladen hatte. Das ist eigentlich ganz unkompliziert und geht superschnell – wenn man nicht gerade MEINEN Laptop hat. Nachdem ich da über zig Umwege erstmal Adobe Air aktualisiert hatte, dann ging es schnell und unkompliziert. Doch Air muss uptodate sein, sonst klappt das mit der Software nicht. Tja. Das Gute ist: Bei mir ist es jetzt topaktuell.

Easy, oder?

Die Software öffnet sich und man kann sofort loslegen. Einfach nur für das Produkt entscheiden und los gehts! Beim Fotobuch hat man da die Qual der Wahl, es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Extras gibts natürlich auch! Ich hab mich für eine schlichte Variante ohne viele Extras entschieden, nach dem Motto quadratisch, praktisch, gut sozusagen. 19×19 cm sollte mein Fotobuch werden. Es war ein relativ spontaner Entschluss. Ursprünglich waren 32 Seiten angedacht – es wurden 34. Mir hat genau eine Doppelseite für meine Kostüme gefehlt. Gut, dass ich noch kein Shooting mit meiner Fotoblogfrau Sayu hatte 😉 Es soll glänzen – so wie ich auf den Bildern! Nein, ich mag matte Bilder eigentlich sehr gerne, hier habe ich mich jedoch für die Glanzvariante entschieden – gespannt, was mich da am Ende wohl erwartet…

und weg damit!

Die Gestaltung war richtig einfach. Ich habe Auto-Format genommen, um zu sehen, was mir die Technik so vorschlägt. In der Regel war ich einverstanden, manchmal habe ich doch noch etwas rumgeschraubt. Das war super einfach. Einfach hinziehen, größer, kleiner machen und entscheiden, wie die Bilder angeordnet werden. Man, war ich erleichtert, dass das so unkompliziert war! Es hat sogar richtig Spaß gemacht, alle Bilder zu sortieren und zu entscheiden, wie es jetzt am Besten aussieht. Dann am Ende musste ich einfach nur noch abschicken und warten.

Es ist da!

 

 

Dann war der große Tag da! Ich sags euch, ich war so aufgeregt und voller Vorfreude – endlich ein Fotobuch mit meinen Cosplaybildern in der Hand halten! Das war ein toller Moment.

Rückseite

 

Zu viel versprochen haben sie jedenfalls nicht. Besonders klasse ist die
Lay-Flat-Bindung, dadurch wirken auch Bilder, die über zwei Seiten gehen oder
die bei einem Format mit drei Bildern in der Mitte landen. Keine seltsamen
Falten im Gesicht 😀
Ich habe mich ja für das glänzende Papier entschieden und war gespannt, ob es
Fingerabdruckanfällig ist. Das mag ich nämlich nicht so. Aber da hat alles
gepasst, auch meine dicken Patschefingerchen haben nichts verursacht.
Interessenhalber habe ich auf der Rückseite meines Fotobuches mal getestet, wie es ist, wenn man
ein Bild etwas vergrößert. Auf dem Original bin ich etwas kleiner. Obwohl das
Bild auf dem Bildschirm noch gepasst hat, verschwimmt es (wenig überraschend)
in der Druckvariante. Also zu viel in der Größe spielen sollte man nicht.
Layflat-Bindung
Wer ein schönes Geschenk sucht oder (so wie ich) sich in seinen Cosplays bewundern
will, macht hier sicher nichts verkehrt. Die Software ist einfach zu bedienen,
der Versand ist unglaublich schnell und die Qualität ist absolut
zufriedenstellend. Außerdem hat es mir Spaß gemacht, das Buch zu erstellen und
die Bilder zu platzieren.
Daher nochmal meinen Dank an Saal Digital! Ich freue mich wirklich über das Fotobuch
und kann mich der Begeisterung meiner Vorgänger nur anschließen.

 

Alles in Farbe – Annie Sloan [Rezension]

Titel: Alles in Farbe
Untertitel: 40 neue DIY-Ideen für Möbel, Wände, Türen, Böden & Textilien
Autor: Annie Sloan
Original: Annie Sloan Paints Everything
Aus dem Englischen: Wiebke Krabbe
Verlag: DVA
Erschienen: April 2017
ISBN: 978-3-421-04064-0
Preis: 29,95€
Leseprobe
 
Kaufen beim Verlag!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Bücher ihren Titel dem Slogan auf einem Rührstab für Farbe verdanken, aber genau das ist in diesem Fall passiert.

 

Ich liebe Farbe (was man auch unweigerlich meinem Instagram-Profil entnehmen kann). Sie macht das Leben einfach herrlich bunt und richtig eingesetzt hat man einfach wunderbare Akzente. Nur hätte ich nicht gedacht, dass ein Buch über Farbe mich so langweilen könnte.

Dank dem DVA-Verlag und dem Bloggerportal durfte ich in Annie Sloans „Alles in Farbe“ reinschauen und war eigentlich voller Vorfreude. Das war vermutlich ein Fehler. Es gibt vierzig Tipps, wie man mit Farbe sein Zuhause verschönern kann. Letztlich erschien es mir nur wie ein Werbebuch für Annie Sloans eigene Farbe. Chalk Paint im Übrigen. Sicher eine schöne Idee, aber so exzessive Werbung schrägt mich dann eben doch ab.

Außerdem muss ich jetzt mal ganz offen und ehrlich sein: Ich fand viele Projekte einfach… nicht schön. Dass es nicht mein Geschmack war und dass es auch nicht in meine Wohnung passt, das ist hier eine völlig andere Sache. Ich kann auch Dinge toll finden, die eigentlich nicht meinen Geschmack treffen, ich liebe gut gemachte DIY-Sachen. Aber hier fand ich einiges einfach… nicht schön. Irgendwie hätte ich mir da von Annie Sloan mehr erwartet.

Bei Interieurbüchern muss ich normalerweise einmal das ganze Buch durchblättern und DANN lese und bestaune ich nochmal alles in Ruhe. Hier war ich relativ schnell lustlos und hatte das Bedürfnis, das Buch einfach wegzulegen. Obwohl ich noch nicht mal durchgeblättert hatte!
Tatsächlich lag es dann auch erstmal ein paar Tage, bevor ich mich noch einmal intensiver damit befasst habe. Das Ergebnis war… das gleiche. Mich sprechen die Ideen nicht an, mich nervt die intensive Eigenwerbung und so wirklich neu und außergewöhnlich fand ich die Projekte auch nicht. Zwar wirbt der Untertitel mit neuen DIY-Ideen, aber ehrlich mal: Ein Sideboard hat doch jeder schon mal umlackiert, oder? Oder einen Stuhl? Das ist ja an und für sich okay, immerhin sieht jedes Design ja ein bisschen anders aus, aber dann spreche ich nicht von neuen DIY-Ideen. Außergewöhnliche DIY-Ideen wären doch eine Möglichkeit gewesen, oder?

Ich merke, das Buch ist nicht meins – immerhin hänge ich mich schon an so Kleinigkeiten auf und insgesamt hat es mir ja auch nicht gefallen. Farbe hat normalerweise so etwas Frisches und Belebendes, doch in diesem Buch wird diese Lebendigkeit für mich nicht transportiert. Der Farbfunke sprang nicht über, die Inspiration erst recht. Schade. Ich hatte mir einfach mehr erhofft.

 


 

Annie Sloan ist Expertin für Farbe und dekorative Malerei. Mittlerweile hat sie mehr als 20 Bücher veröffentlicht, darunter auch der Klassiker „Wohnen mit den richtigen Farben“. Bekannt ist sie auch für die von ihr entwickelte Farbe Chalk Paint TM, die bei mehr 1500 Fachhändlern weltweit erworben werden kann. Annie Sloan lebt mit Mann und drei Söhnen abwechselnd in Oxford und Frankreich.

 

Annie Sloan zeigt, was man mit Farbe in der Wohnung alles machen kann. Wer jetzt nur an Wände denkt, liegt falsch: Auch Fußböden, Textilien, Lampen und vieles mehr kann mit Farbe einen völlig neuen Anstrich bekommen. Drei Kapitel beinhaltet das Buch, die viele Ideen und Tipps für den neuen Look zeigen. Schritt-für-Schritt-Anleitungen vereinfachen das Nachmachen. Das Beste: Man braucht keine Vorkenntnisse und muss nicht der nächste Picasso sein – Individualität kann so einfach sein!

 

Mein Dank geht an DVA für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Autorenvita; Inhalt