Armada – Ernest Cline [Rezension]


Titel: Armada
Untertitel: Nur du kannst die Erde retten
Autor: Ernest Cline
Original: Armada
Aus dem Englischen: Sara Riffel
Verlag: Fischer Tor
Erschienen: 2017
ISBN:  978-3-596-29660-6
Preis: 14,99€
Leseprobe
 
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Ich starrte gerade aus dem Fenster des Klassenraums und träumte von Abenteuern, als ich die fliegende Untertasse entdeckte. 



Den meisten von euch sollte es mittlerweile schon aufgefallen sein:
Ich bin ein kleiner Nerd. Ich habe auch ein Faible für Games, kann sie
aber nicht spielen, da wird mir immer so schwindlig. Trotzdem
faszinieren sie mich. Als ich als sah, dass bei Fischer Tor ein neues
Buch von Ernest Cline veröffentlicht wurde und es sich unter anderem
auch um Games handelt, musste ich es haben! Praktischerweise bin ich mal
mit der deutschen Bahn gefahren und praktischerweise hatte sie
Verspätung, so dass ich jetzt stolze Besitzerin von „Armada“ bin. Das
war das einzig Positive daran – dadurch fühle ich mich dem Titel noch
mehr verbunden. Es hilft, wenn man eine gemeinsame Story hat…

Spaß
beiseite: „Armada“ war wirklich das perfekte Buch auf dieser
anstrengenden Zugfahrt. Ernest Cline hat mich ja schon bei Ready Player One total begeistert! Nachdem ich nun dieses Buch beendet hatte, hätte
ich am liebsten RP1 noch mal gelesen. Ihr seht also schon jetzt: Ich
mag das Buch. Ja, ich mag es, aber ob ich es auch liebe? Trotz unserer
gemeinsamen Geschichte habe ich keine rosarote Brille auf. Nein. Aber
warum es nicht die ganz große Liebe ist, dazu komme ich später. Fangen
wir lieber erstmal mit Zack an, Zack Lightman, Gamer, Schüler, Zack
Attack genannt und Mitglied der Top Ten im Computerspiel Armada. Ganz
ehrlich? Ich würde mich gut mit ihm verstehen. Ich mag Zack, er ist ein
super Typ. Etwas aufbrausend, ja, aber er gibt sein Bestes. Und bei
Armada ist er mit Leidenschaft bei der Sache – in dem Spiel schadet sein
Leichtsinn auch nicht! Zack ist wirklich perfekt, um in „Armada“
einzusteigen. Man kann ihn einfach gut leiden. Er ist kein Superheld, er
ist kein Loser, er ist halt einfach ein Gamer, der noch nicht so genau
weiß, was er damit anfangen soll. Aber ist das bei vielen Hobbies, in
denen man besonders gut ist, nicht immer so? Deshalb finde ich Zack
einfach gut.

Die Story selbst braucht etwas lange, bis
der Controller bereit ist und die Kanonen geladen sind. Und dann ist der
Kampf leider auch schon wieder viel zu schnell vorbei. Erst lernen wir
Zack richtig kennen, wo er arbeitet, wie es so in der Schule läuft,
seine Mutter, seine besten Freunde, die Mikes. Ich mag Zack, aber nach
einer Weile wurde ich etwas ungeduldig. Der Klappentext hatte mir Action
versprochen, anfangs war es eher eine Teenager-Gamer-Studie. Aber dann
war es so weit! Es ging richtig los, Zack wurde in die EDA einberufen –
endlich ging die Action los! Leider ging dann gegen Ende auch die Liebe
zwischen „Armada“ und mir in die Brüche. Ich fing an, an dem Buch zu
zweifeln und war einfach nicht mehr zufrieden in unserer Beziehung. Denn
das Ende war so… kurz. Zu schnell. Zu moralisch. Zu gestellt. Zu
künstlich. Zu plötzlich. Zu falsch. Zu lame. Wir hätten – trotz der
langen ersten „Datingphase“ – glücklich werden können, bis das Ende kam.
Es hat mich einfach so unzufrieden hinterlassen. Das war einfach alles
so gewollt. Ich könnte hier jetzt viele Details und Fragen schreiben,
die ich „Armada“ stellen möchte, aber das wäre etwas zu sehr
Spoileralarm! Gings noch jemandem so? Für mich war das Ende unglücklich
gewählt, gerade im Vergleich zu der langen Anlaufzeit wirkte es zu
gequetscht und irgendwie so, als würde drei Mal die Hälfte fehlen. Da
hatte Ernest Cline eine grandiose Idee, aber die wirkt für mich nicht zu
Ende gedacht. Schade eigentlich. Aber ich sag euch was: Ich mag das
Buch trotzdem. Ist halt nicht die große Liebe.

Doch
allein die vielen Nerd-Hints auf Filme und Games waren so toll – und im
Gegensatz zu dem Ende auch total durchdacht! Allein dafür lohnt es sich
schon, den Roman zu lesen. Quietsch. Das hatte total den Wow-Faktor. Und
wenn man dann noch Zacks „Soundtrack“ folgt, das gibt einfach die
richtige Stimmung!

Noch eine kleine Anmerkung: Wenn ihr
euch vielleicht gerade so denkt, na ja, die redet immer nur von Zack,
das wird ja wohl nicht der einzige Charakter im Buch gewesen sein… Nee.
Natürlich nicht! Nur wäre jeder weitere Charakter schon fast zu
spoilerartig. Aber ich mag die Charaktere. Einige hätten vielleicht
etwas mehr Tiefe kriegen können, aber nach dem langen Vorspann blieb da
einfach nicht die Zeit. Das Buch birgt echt ein unglaubliches Potenzial,
verzettelt sich aber ein bisschen. Dadurch bleibt weniger Spielraum
(ha! Gamer und so… okay, der war lahm, ich gibs ja zu!) für die Figuren.
Aber schon das, was hier angeschnitten wurde, spricht echt sehr dafür,
wie sehr Ernest Cline das durchdacht hatte. Wenn nur die Seitenanzahl
dafür gereicht hätte.



Kurzum: Super Idee, super Hints, super recherchiert, super Autor,
super Protagonist. Das Ende war dann eher meh. Die moralische Keule war
etwas zu stark, alles ging zu schnell und war für mich nicht so gut wie
der Rest des Buches.



Ernest Clines erster Roman Ready Player One wurde sofort zum Bestseller und hat mittlerweile schon den Status eines Klassiker. Eigentlich ist er jedoch auch Drehbuchautor aus Austin, Texas. Und er freut sich darüber, dass Steven Spielberg seinen Erstling verfilmen wird.

 

Zack Lightman – seines Zeichens: Nerd und Geek. Nichts mag er mehr als den Virtual-Reality-Shooter Armada. Doch das dieses Spiel mal zu seiner Wirklichkeit wird, davon hätte er nicht zu träumen gewagt. Dann passiert jedoch genau das: ein Alien-Raumschiff taucht auf und Zack wird rekrutiert. Erst Aliens, dann eine Operationsbasis auf dem Mond und ein Kampf, der das Schicksal der Erde entscheiden wird. Das ist nun Zacks Realität.


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein [Cosplay]

Der Herbst ist da! Das ging schnell, oder? Gerade erstmal war Sommer und jetzt schon Herbst. Aber gut, Herbst ist wirklich nur auf meiner Schneiderpuppe, denn: Das Kostüm ist – Trommelwirbel bitte – fertig. Gut, dass praktisch noch vier Monate bis zur Convention sind. Das ist mir noch NIE passiert. NIE! NIIIIIIIIE! Tja. Obwohl, eine Sache ist noch nicht fertig. Mein wunderbarer Korb. Der ist aber gekauft und wird spontan dekoriert, denn durch ihn brauch ich ja immerhin auch keine Handtasche. Also – Überraschungskorb! Ihr werdet ihn im September aber definitiv auf Instagram und Twitter und Facebook bewundern können (ja, bewundern…)

Vor ein paar Wochen sah das Ganze noch eher unherbstlich aus, jetzt aber strahlt es genauso wie ein schöner Herbsttag~ Finde ich zumindest! Der Herbst besteht für mich nicht nur aus bunten Laub, sondern auch aus Getreide, Äpfeln, Trauben und Birnen, Sonnenblumen und so viel mehr. Der Herbst ist bunt und vielfältig und wunderschön mit seinen Farben! Das wollte ich auch auf meinem Kostüm umsetzen. Ich habe einige gesehen, die nur Blätter hatten, aber das ist nur eine Seite dieser wundervollen Jahreszeit.
Den Rock kennt ihr ja schon. Da hat sich auch nicht viel verändert. Also, auf den neuen Sachen/Dingen/Gegenständen und zum Grund meiner Freude.

Einmal nach dem Nähen

Ui!Beklebt!

Punkt 1: Das braune Oberteildingens.
Nur dass es jetzt in erster Linie… nicht mehr braun ist. Meine philosophische Ader wollte hier den Effekt eines dunklen Baumstamms mit jeder Menge Herbst erzielen. Also: brauner Untergrund und dann fröhliches Kleben. Meine Heißklebepistole und ich haben zwei traumhafte Nachmittage miteinander verbracht! Wir mussten es aufteilen, weil sie irgendwann so heiß wurde, dass sie Löcher in meine Materialien gebrannt hat. Ups. Jetzt ist es aber fertig und ich finde es so toll. Ich bin ganz verliebt!
Ich freu mich schon darauf, das zu tragen! Knihihihihihihihi! (Das war ungefähr das Ausmaß meiner Begeisterung – ich quietsche!)

Punkt 2: Headpiece!
Das Grundgerüst sah so aus:

Ich heirate doch nicht!
Schon besser! Es herbstet auf dem Kopf

Weiß. Unspektakulär. Irgendwie langweilig. Unherbstlich. Aaaalso hab ich geschnitten. Und geschnitten. Und geschnitten. Dann hab ich geklebt. Und geklebt. Und geklebt. Dann hab ich gequietscht, weils mir echt gut gefällt. Mir gefällt irgendwie sehr viel an diesem Kostüm, merke ich gerade. Aber egal, so soll es ja sein! Spaß und Freude sind für mich die wichtigsten Faktoren beim Cosplay, aber auch beim Bloggen. Deshalb gibt’s manchmal hier auch Pausen, denn zwingen mag ich mich nicht.
Oh oh! Kleiner Exkurs in philosophische Blogosphären 😉 Aber zurück zum Headpiece. Das ist… fertig. Ich freu mich schon, es zu tragen. Das Beste ist ja: KEINE PERÜCKE! Ich feiere das so sehr. Endlich mal ein Con-Tag ohne Kopfschmerzen und eingeengtem Kopf. Wenn man halt auch so einen Dickschädel hat wie ich. Ich oller Dickkopf! Mein Kopf ist also fertig. Yay!

Schnell, praktisch, gut.

Punkt 3: Das war gar nicht geplant, aber mein Hals sah so leer aus und es gab eine herbstliche Lücke zwischen meinem Kopf und dem Rest meines Körpers. Also, was macht frau in so einem Fall? Ein Halsband! Damit habe ich ja diverse Erfahrungen gemacht (Sailor Mars, Princess Mars, Lily, Meg…). Warum also nicht auch noch bei Herbst? Halsbänder kann ich jetzt echt gut. Kurz an die Maschine gesetzt, genäht, fast fertig. Und weil ein Halsband ohne Farbe ja auch echt langweilig gewesen wäre, habe ich noch ein bisschen mitbeklebt. Hurra! Fertig! Und ich bin von allem zusammen eigentlich schon ziemlich hin und weg.

Schuhe beklebe ich nicht. Da bleib ich pragmatisch. Die möchte ich gerne auch noch außerhalb des Cosplays anziehen. Also sind das einfach nur Schuhe in Herbstfarben. Reicht ja auch, oder? Und sie sind hübsch (auch wenn ihr sie noch nicht gesehen habt) – irgendwann folgt ein Bild in komplett (also im September), da seht ihr sie dann. Bis dahin könnt ihr auch nur erahnen, wie ich komplett aussehe. Ich sags mal so: Gut 😀 Das ist zumindest meine seeeehr große Hoffnung!

Oh wow. Herbst ist tatsächlich fertig. Und zum ersten Mal habe ich so viel Zeit, dass ich das mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten kann. Ich bin froh, dass ich mal keinen Convention-Stress habe, das ist ein tolles Gefühl. Aber es hat mir auch einfach so viel Spaß gemacht und war eine so wunderbare Ablenkung in einer wirklich furchtbaren Zeit. Ich konnte mich kreativ austoben, ohne Vorlage und einfach treiben lassen. Es war einfach toll… Hach… man könnte weinen, ich sehe es nie wieder. Aber ich freue mich jetzt erstmal darauf, es zu tragen und ich weiß jetzt schon, ich werde Spaß darin haben!
Das bedeutet aber auch: Das nächste Mal seht ihr Herbst… im Herbst 😉

PS: Fällt eigentlich jemandem die literarischen Überschriften meiner letzten Herbst-Posts auf? Ich hab den Germanisten in mir herausgekitzelt. Dieses Kostüm lässt mich echt poetisch werden 😀 

Die Blütensammlerin – Petra Durst-Benning [Rezension]


Titel: Die Blütensammlerin
Autor:  Petra Durst-Benning
Verlag: Blanvalet
Erschienen: März 2017
ISBN: 978-3-7341-0012-3 

Preis: 9,99€
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Es hatte die ganze Nacht hindurch geschneit.



Ich fühle mich in Maierhofen zuhause. Ich mag Bücher, die das in mir hervorrufen. Wenn die erste Seite so ist wie nach Hause fahren, dann bin ich schon glücklich. Vielleicht trifft man auf den weiteren Seiten noch alte Bekannte – so ein Buch ist wie ein toller Plausch. Und das lese ich ab und an sehr gerne. „Die Blütensammlerin“ war ein sehr unterhaltsamer Plausch unter Freunden, aber auch neue Bekannte konnte man hier treffen. Ein bisschen Dorfklatsch war dabei, aber in erster Linie wollte man einer lieben Person einfach aus ihrem tiefen Unglück helfen.

Christine ist dieses Mal die Protagonistin des Buches: Bereits in „Die Kräuter der Provinz“ hat sie sich als Charakter langsam entwickelt, hier bekommt sie jetzt den eigenen Auftritt. Verdientermaßen, immerhin hat der erste Band dafür gesorgt, dass sie jetzt geschieden ist. Und was da früher alles hinter ihrem Rücken passiert ist… Da wird einem direkt klar: Christine ist eher naiv und geht vom Guten im Menschen aus. Das Ende vom Lied: Sie lebt allein in einem großen Haus, aus dem ihr Ex sie schmeißen will, wenn sie nicht zahlt. Blöde Ausgangssituation, oder? Aber das Schöne an einem Dorf ist: Man hält zusammen.

Das ist also die Ausgangssituation. Nicht wirklich toll. Aber Maierhofen wäre nicht Maierhofen, wenn sie eine solche Situation nicht zum Besten umwandeln würden! Also steht bald ein Plan und Christine baut sich ihr eigenes Leben auf. Es dauert ein bisschen, bis alles läuft und vor allem dauert es recht lange, bis die angekündigte Single-Kochgruppe für den Wettbewerb in Maierhofen steht und anwesend ist. Bis dahin hat man nur die Sicht von Christine, dann wechselt die Perspektive immer mal wieder. Acht Singles kommen in Maierhofen zusammen und jeder hat seine eigenen Probleme. Burnout ist nur eines davon. Dieser bunt zusammengewürfelte Trupp hat seine positiven, aber auch seine verdammt negativen Seiten. Zu viel verrate ich euch nicht, denn vieles an dieser Geschichte entsteht durch die Interaktionen untereinander. Und eines noch: Am Ende gibt’s auch eine dicke fette Überraschung! Ich hab vor Freude innerlich gequiekt, weil ich diese Wendung so genial finde. Pärchen finden sich natürlich auch, aber darauf liegt nicht einmal das Hauptaugenmerk. Zumindest für mich nicht. Es ist sehr viel Freud und Leid in dieser Story. Und noch viel mehr lecker Essen! Ganz Maierhofen entsprechend wird gekocht und geschlemmt. Hach… wenn ich daran denke… leckerschmecker! Das Buch schreit förmlich Sommer, entspannte Abende mit leckerem Essen und Freunden! Es ist Erholung pur, macht Spaß und man liest es zügig durch. Ich habe es zwischendurch nur widerwillig aus der Hand gelegt. Aber an einem Tag war es dann durch.

Manche Bücher sind einfach dazu gemacht, die Seele baumeln zu lassen, hier ist das zumindest der Fall. Man trifft wunderbare Personen (und auch ein paar nicht so wunderbare), kann miterleben, wie sich das ein oder andere Paar findet, begleitet die Charaktere auf ihrem Weg, kocht mit ihnen, wandert mit ihnen und kann dieses Buch einfach nur genießen. Da kann ich über den langen Einstieg hinwegsehen, auch darüber dass nicht jeder Charakter die gleiche Tiefe haben kann und dass zumindest eins der Pärchen echt vorhersehbar war. Es hat mir einfach Spaß gemacht. Das macht ein gutes Buch für mich aus. Und ich habe Lust, wieder nach Maierhofen zurückzukehren, denn noch hat das Dorf nicht all seine Geschichten erzählt, da bin ich mir sicher.



Lasst eure Seele baumeln, besucht Maierhofen – gerade bei dem trüben Wetter die letzten Tage ist „Die Blütensammlerin“ dafür wunderbar geeignet.



Petra Durst-Benning ist vielen ein Begriff, insbesondere Fans von historischen und auch zeitgenössischen Romanen. Fast jedes Buch der gebürtigen Baden-Württembergerin wurde zum Spiegel-Bestseller und auch international hat sie es geschafft. Obwohl sie mittlerweile auch in Amerika eine gefeierte Bestsellerautorin ist, lebt Petra Durst-Benning immer noch in der Heimat: Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden genießt sie südlich von Stuttgart das Landleben, wenn auch nicht in Maierhofen.

 

Christine wurde von ihrem Mann nicht nur verlassen, sondern wird jetzt auch gedemütigt: Sie, die Hausfrau Ende vierzig ohne Job und Ausbildung, soll das Haus schnellstmöglich verlassen oder ihren ungeliebten Exmann auszahlen. Aber Maierhofen wäre nicht Maierhofen, wenn das Dorf nicht auch in dieser Situation zusammenhalten würde. Christine verwandelt mit ihren Freundinnen ihr Haus in ein Bed&Breakfast. Außerdem ist da noch der große Kochwettbewerb – wie wäre es mit einem Team voller Single, die zusammen daran teilnehmen? So könnte jeder Topf seinen Deckel finden…


Mein Dank geht an Blanvalet für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Ohrfeige – Abbas Khider [Rezension]

Titel: Ohrfeige 
Autor: Abbas Khider
Verlag: Hanser
Erschienen: Februar 2016
ISBN: 978-3-446-25054-3
Preis: 19,90€
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Stumm und starr vor Angst hockt sie in ihrem Drehstuhl, als hätte die Ohrfeige sie betäubt.



Es ist die Sicht von Karim, einem Flüchtling, der auch noch unter einer wirklich schlimmen und psychisch belastenden Krankheit leidet, ist eine ganz andere als jeder Flüchtlingshelfer hat.
Die deutsche Gesellschaft wird hier von außen beschrieben, als eine Gesellschaft, die offen scheint, in die man aber dennoch nur schwer Zutritt gewinnt. Und die Beamten, die sich um Asylanten kümmern, machen es diesen nicht gerade leicht. Daher kann ich diesen Gedanken, dieser Frau, für die Karim nur eine lästige Nummer war, zu sagen, was man empfindet, einfach nachvollziehen. Es wird dabei auch relativ schnell klar, dass Karim nicht in Deutschland bleiben wird – und DAS ist traurig. Er hat sich wieder einen Schlepper gesucht. Und nur, um Deutschland verlassen zu können, hat er illegal gearbeitet. Sonst hätte er sich die Flucht AUS Deutschland nicht leisten können. Dabei kennt man es doch nur andersrum: Die Flucht NACH Deutschland wird durch einen Schlepper eingeleitet. Hier lernt man als Leser, dass unser Land für Flüchtlinge eben nicht das ersehnte Nirvana ist. Vielleicht hat der eine oder andere das schon geahnt, aber diese Erkenntnis fand ich dann doch doch erschreckend.
Das Buch wirkt resigniert. Eigentlich hätte ich irgendwann noch eine Wutexplosion erwartet, aber Karim ist für mich einfach nur resigniert. In seiner Situation wäre ich das allerdings auch. In einer anderen Rezension habe ich von einer Sozialreportage gelesen und ich finde, dass das die perfekte Zusammenfassung für den Inhalt ist. Wir haben hier eine persönliche Sozialreportage, die durch einen Ich-Erzähler vorgestellt wird. Karim erzählt uns seinen gesamten Weg von dem Entschluss zur Flucht bis hin zu diesem Moment, in dem er seine Sozialarbeiterin an einen Bürostuhl fesselt und ihr seine Geschichte auf Arabisch erzählt. Ich kann es nicht ändern, aber mir hätte ein kleiner Ausbruch, in dem die Emotionen noch einmal hochkochen, wirklich gut gefallen. Gerade die psychische Belastung durch seine Krankheit hätte das sehr gut auslösen und rausfordern können. Aber das ist kein großer Kritikpunkt, denn letztlich ist diese resignierte Stimmung wohl sehr reell.
Man lernt aber nicht Karims Schicksal kennen, auch die Menschen, die ihn letztlich auf seinem Weg durch die Asylantenanträge begleiten, beschreibt er… und auch das ein oder andere nicht wirklich gut endende Schicksal. Es wird auch nicht an düsteren Untergrundsgeschichten gespart – die H&M-Bande und die Frauen, die aus dem Katalog bestellt werden, sind mir zu gut in Erinnerung geblieben.

Ein sehr gelungener Schachzug des Autors ist der Grund, aus dem Karim flüchtet. Wäre er ein politischer Flüchtling, einer aus wirtschaftlichen Gründen oder aus Verfolgungsgründen, dann hätte es sicher deutlich mehr Kritikpunkte gegeben… Aber Karims Grund ist ziemlich einzigartig, außergewöhnlich und verdammt gut. Mit seiner Krankheit kann er einfach nicht im Irak leben. Und übrigens fand ich sein politisches Verständnis eher… mager. Ein ganz normaler Mann, der eigentlich nur friedlich sein Leben leben will und nicht politisch motiviert ist. Natürlich gibt es auch andere Flüchtlinge, jeglicher Abstammung und Gesinnung, doch Karim bleibt für mich immer höflich und irgendwie außen vor. Er ist einfach nicht extrem. Weder extrem gläubig oder extrem politisch oder extrem gewalttätig. Am Liebsten hätte ich ihm den Asylantrag höchstselbst genehmigt! Aber letztlich bleibt er eben nur eine Nummer.  



Flüchtlinge werden auch bei uns nicht als Menschen, sondern nur als Nummern gesehen. Karims Geschichte mit ihrem resignierten Ton zeigt eine Welt, die man normalerweise gar nicht so zu sehen bekommt. Ein sehr eindringliches Buch.  



Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Im Alter von 19 Jahren wurde er verhaftet. Aufgrund seiner politischen Aktivitäten floh er 1996 nach der Haft. Nach verschiedenen Aufenthalten lebt er seit 2000 in Deutschland. In München und Potsdam studierte er Literatur und Philosophie. Sein Debüt „Der falsche Inder“ erschien 2006, weitere Titel folgten. Abbas Khider wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, u.a. den Hilde-Domin-Preis. 2017 ist er Stadtschreiber für die Stadt Mainz. Aktuell lebt er in Berlin.


 

Unverwechselbar, stimmgewaltig, bedrückend und zugleich voller Humor: Das ist Abbas Khiders „Ohrfeige“. Karim ist Flüchtling, seit drei Jahren in Deutschland und sehr wütend. Nun geht er noch ein letztes Mal in Ausländerbehörde, um seiner Sachbearbeiterin all das zu sagen, was sich über die Jahre angestaut hat. Er hat sich durch die Bürokratie gekämpft, sich versucht zu integrieren, nur um dann seinen Widerruf zu erhalten.  

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

All about… Nähen und Bücher [Special]

Ich
weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aaaaber: Ich lese
gerne. Ich nähe gerne. Okay, ich koche auch gerne und esse gerne und
schaue gerne Netflix, aber das hat nichts mit dem heutigen Thema zu
tun. Ich lese gerne. Ich nähe gerne. Was könnte das jetzt als
Schlussfolgerung ergeben? Na? NA? Wer kommt drauf? Ich geb euch einen
TIpp: Es fängt mit „Näh“ an und hört mit „Bücher“
auf. Des Rätsels Lösung siiiiiiiiiiind NÄHBÜCHER! Heute dreht
sich alles um Nähbücher.

Ist
das nicht eine großartige Kombination meiner Hobbies? Ich bin ganz
begeistert von mir selbst. Dass ich darauf nicht früher gekommen
bin! Irgendwie ist es ja logisch, oder? Ein Bücherfreak wie ich
besitzt natürlich auch Bücher zum Nähen. Gebt zu, dass überrascht
euch jetzt kein bisschen. Dafür zeige ich euch heute mal, was mich
so auf meinen Nähwegen abgesehen von gefühlten tausend
Burda-Zeitschriften begleitet! Nichts ist schöner als ein Buch~

Ich
hab die verschiedensten Nähbücher hier im Regal stehen, das geht
von Stoffresten über kleine genähte Helfer für die Ordnung oder
Rock-Nähbücher zu den richtig dicken Brocken!

Mein
aaaaaaallererstes Nähbuch war die „Große Nähschule“ von Burda.
Man sieht es ihr auch an, dass sie mich jetzt seit exakt zehn Jahren
begleitet. Mit schicker Ringbindung… das macht sich doch immer gut
im Regal. Nicht. Aber sie hat mir doch schon ab und an geholfen.
Allerdings erinnere ich mich noch dran, wie ich meinen allerersten
Faltenrock genäht habe. Ich saß vor dem Buch und hat sicherlich zig
Fragezeichen über dem Kopf schweben. Denn: Ich habe rein GAR NICHTS
verstanden. Der erste Faltenrock war dann auch mit viel zu wenigen,
viel zu großen Falten… ich hatte echt null Plan, was ich da
überhaupt mache! Mittlerweile mag ich Faltenröcke immer noch nicht,
aber das mit den Falten klappt trotzdem gefühlt tausend mal besser
Mein Erstnähbuch… zehn Jahre alt!
Jetzt
gestehe ich es ein: Ich habe ein Faible für Guido Maria Kretschmar.
Ja. Ich liebe Shopping Queen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als
„Geschickt eingefädelt“ auf den Markt kam! Quietschiges
Oberquietsch. 2016 war ich genau in der Zeit, in der es im Fernsehen
lief, OHNE TV und OHNE Internet und VERDAMMT traurig und ernsthaft
ein wenig verstimmt darüber. Aber es ist ja wohl klar wie
Markklößchensuppe, dass ich die Bücher passend zur Sendung
besitzen muss! Sie sind so hübsch. Und sie sehen so gut im Regal
aus. Und… Guido!
Chimiko – ein Guido-Fan. Sorry. Not sorry.

Das
erste Guido-Buch ist „Geschickt eingefädelt – Das großeNähbuch“. Der Nachfolger ist dann „Meine Nähschule“. Ich sags
euch jetzt mal, wie es ist: Ich blättere gerne in den Büchern, es
sind auch gute Tipps dabei, wie man etwas umsetzen kann – aber
bisher habe ich noch kein Schnittmuster daraus verwendet. Liegt das
daran, dass ich es nicht „verschandeln“ will? Ich kanns euch
nicht sagen. Aber sie sehen toll aus. Und Guido. Und gerade die
kleinen Nähtipps finde ich ganz toll. Die sagen mir echt zu!
Vielleicht nicht ein Nähbuch für Anfänger, sondern eher ein Tipp
für Liebhaber 😉
Aber Guidos Bücher sind auch hübsch!

So kanns aussehen.,,
Jetzt
kommen wir zu meinem persönlichen Lieblingsbuch! Wenn ich euch nur
ein Buch zum Kauf empfehlen dürfte, dann wäre es dieser Titel aus
der Edition Michael Fischer: „Kleider nähen“. Ja, klar, klingt
erstmal komplett unspektakulär, aber bei mir ist es Liebe! Ich hab
ja schon ein kleineres Buch mit dem Kleider-Zusammenbau-Prinzip
vorgestellt, aber das kommt bei weitem nicht an diesen Titel heran!
Also, auch hier man Oberteile und Unterteile und kann die nach Gusto
vermischen. Dann gibt’s noch Ärmelchen und Kragen dazu und fertig
ist der Kleid-Bausatz! Ich erinnere mich an mein erstes Kleid damit
(im Übrigen war das Princess Mars!) und wie ich vor dem
Schnittmuster stand und einfach nur noch „Hä?“ dachte. Wenn ihr
jetzt glaubt, mir war das Schnittmuster zu kompliziert, liegt ihr so
was von… falsch! Es war so einfach, für mich kompliziertes Wesen
war es ZU einfach! Mittlerweile habe auch ich kapiert, dass es
manchmal eben einfach einfach ist! Ein Kleid mit diesem Buch nähen
geht so superschnell! Und – im Gegensatz zu vielen
Burdaschnittmustern – habe ich keine Größenprobleme! Die Kleider
passen relativ schnell. Dass ich immer Angst habe, ich nähe es mir
zu eng und dann wird’s natürlich zu groß, das ist ein komplett
anderes Thema! 

Viel benutzt. Viel geliebt. Danke EMF-Verlag!
Weiter
geht’s mit „Schnittvorlagen entwerfen und abwandeln“. Ich fand
das superspannend, da mir Schnittmuster gerade obenrum nie passen. Da
bist du entweder im Schnittmuster komplett Tonne oder ein
Zahnstocher. Aber Kurven und eine schmale Taille mit großer
Oberweite gibt’s nicht. Die Oberteile passen mir nie und ich muss
immer enger und enger und enger machen. Außerdem gibt es einfach
Kostüme, dafür gibt es keine Schnittmuster. Daher: spannend,
spannend, spannend, hä?!?!?!?! Das war mein erster Gedanke beim
Öffnen des Buches. Ich habe nichts verstanden. Es war ein Buch mit
sieben Gürtelschnallen. Das war schon sehr technisch und meine erste
Reaktion war: Klapp. Zuklapp. Zur Seite leg. Ahahahahaha.
Mittlerweile habe ich mich etwas mehr damit beschäftigt und verstehe
jetzt auch die fertigen Schnittmuster besser – so ist das halt,
wenn man nie Nähen gelernt hat und einfach gar nicht nähen kann.
Rein theoretisch. Immerhin war mein Motto anfangs: Außen hui, innen
pfui. Hey, mittlerweile bin ich bei außen hui, innen… okay~ Auch
dank diesem Buch. Selbst entwickeln ist definitiv noch nicht, aber
Grundschnittmuster abändern, das kriege ich jetzt auch halbwegs hin.
Yay! Daher: Für Anfänger echt ein Brocken, kann aber Verständnis
definitiv verbessern. Am Ende gibt es sogar einen Abschnitt, der sich
mit dem Berufsziel „Designer“ beschäftigt. Ahahahaha. Ich fühle
mich da definitiv nicht angesprochen. Aber ich fühle mich echt cool,
wenn ich darin blätter und meine große Nerdbrille zurecht rücke.
Ähem.
Für Profis. Und Chimikos, die so wirken wollen
Danke, myCostumes!
Howto make myCostumes“ ist natürlich ein eher spezielles Nähbuch.
Und es beinhaltet nicht nur Nähzeug, sondern auch noch den ganzen
anderen Schmarrn, den man als Cosplayer so gebrauchen könnte:
Worbla, Perücken, Schminktipps und so weiter. Das ist natürlich
super praktisch. Aber hier und heute und in diesem Moment geht es um
das Thema Nähen. Kommt auch vor. Hier richtet man sich vor allem an
Cosplay-Anfänger… das Buch hätte es 2008 mal geben sollen, als
ich angefangen habe mit Cosplay. Grundlagen im Nähzimmer und
Stoffkunde, Schnittmuster und sogar Tipps zum Stoff bemalen. Es ist
nicht viel, aber perfekt für den Cosplay-Anfänger. Das Ganze wird
dann noch durch ein paar Projekt ergänzt, z.B. eine Schuluniform.
Leute! Nach Jahren hatte ich hier meine Faltenrock-Erkenntnis! Ich
Faltenrock-Noob. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, frage ich mich,
ob ich das noch hinkriegen würde oder auch schon nicht mehr…
DAS Buch für Cosplay-Anfänger!
Weg
von Faltenröcken hin zu „Statementröcke nähen“. Ein kleines
Buch, das mich irgendwie nicht so flashen konnte. Die Röcke sind
zwar vom Schnittmuster ganz nett, aber mich schrecken sie ab, denn
sie sind echt nicht schön. Sorry. Aber das ist überhaupt nicht mein
Style und mir gefällt praktisch kein Rock in diesem Buch. Mein
Statement zu den Statementröcken: Lieber nicht kaufen. Da hat man
von anderen Büchern echt mehr!
Statement? Kein Statement!
So,
was hat man als Cosplayer in Massen? Natürlich Stoffreste! Und was
macht man jetzt damit? Sammeln und horten und die Wohnung tapezieren
und auslegen. Oder: Man lässt sich von „Nähen mit Stoffresten
inspirieren. Es sind ganz nette Kleinigkeiten drin, nichts sonderlich
Aufregendes. Vor allem aber sind sie für Anfänger geeignet – vom
Kissen zur Tasche oder anderen Kleinigkeiten (und auch der Profi kann
vielleicht die ein oder andere Idee weiterentwickeln). Und es ist
schön bunt. Ich mag Bunt. Guter Grund, so ein Buch zu besitzen.
Nicht. Aber es ist trotzdem schön bunt.
Lieber so als Stapel von Stoffresten!

Den
Abschluss macht heute „Selbstgenäht und aufgeräumt“ – super für
Chaosqueens (also mich) mit Stoffsucht (also mich) und einer
Nähmaschine (also mich). Hier gibt’s Vorschläge, wie man etwas
Ordnung in sein Leben (also meins) bringen kann. Auch hier, wie bei
dem Stoffreste-Buch, gibt’s einfache Projekte, die nicht zu
kompliziert sind und von denen man sich die ein oder andere Idee
abschauen kann. Manches überzeugt aber auch nicht. Dennoch, für
jeden Geschmack (und Chaosgrad) ist etwas dabei.
Kampf dem Chaos!
Das
war mein kleines Nähbuch-Special! Ich liebe Nähbücher. Ehrlich.
Ich könnte für meinen Geschmack noch mehr haben. Nähbuchpower!
Habt ihr ein Nähbuch, das ihr mir noch empfehlen könnt?

Ich und die Comics. Manga-Mädchen Chimiko.

Bei
Booknapping und der Geschichten-Agentin ist am Sonntag eine
Blogparade gestartet, die förmlich meinen Namen geschrien hat. „Nimm
teil, Chimiko, nimm teil!“ Okay, liebe Blogparade, ich nehme teil.

Okay.
Lasst mich mal nachdenken. Wie alles mit den Manga begann, das ist
einfacher, aber dazu komme ich erst später. Meine ersten Comics
waren… Asterix und Obelix! Und natürlich alles aus Entenhausen

Danach kam noch etwas Marsipulami dazu. Ich war allerdings eher eine
Heftchenkäuferin. Ich hatte gefühlt alle Wendyhefte und Micky Maus
gab es auch oft – bei den tollen Extras! Da war ich – wie viele
Kinder – ein Opfer.
Asterix
und Obelix. Das waren noch Zeiten. Die habe ich damals von meiner
Mutter „geerbt“, dementsprechend zerlesen waren sie schon.
Mittlerweile existieren sie leider gar nicht mehr. Das ist echt
schade, aber es war irgendwann einfach nichts mehr übrig. Vor kurzem
war ich in einem Buchladen (haha, wenig überraschend, oder?) und ich
hätte mir fast mal wieder ein Heft gekauft. Das war sogar vor dieser
Blogparade! Ich hatte plötzlich unbändig Lust, mal wieder mit
Asterix, Obelix und vor allem Idefix ein Abenteuer zu erleben!
Assassination Classroom – Mangaliebe!
Danach
kamen die Manga. Ja. Es war Liebe auf den ersten Blick! Ich war
damals in meinem Konfirmationskurs und da hat einer meiner
Mitkonfirmanden die Banzai gelesen. Das war damals ein absolutes
Highlight: Ein Heft, in dem lauter Fortsetzungsmanga erschienen sind,
u.a. Naruto, was ja dann später einer der deutschen Mangas wurde.
Ich war neugierig und habe sie mir ebenfalls gekauft. Das war der
Anfang. Ich hatte eine Banzai gelesen und war angefixt. Dann bin ich
mal in einer Mittagspause in den Buchladen bei der Schule und habe
mir meinen ersten Manga gekauft – ich werde ihn nie vergessen! So,
was denkt ihr jetzt? Welcher Manga war es wohl? Sailor Moon? Naruto?
One Piece? Detektiv Conan? Nein. Ich habe damals mit Ranma ½
begonnen. Und ich liebe diesen Manga noch immer heiß und innig! Wenn
ich damals die Banzai nicht gesehen und gekauft hätte, würde ich
heute nicht cosplayen.
Sailor Moon – nicht die Einstiegsdroge, aber toll!

Ich
habe einige Jahre wirklich nur Manga gelesen, doch mittlerweile hat
sich das wieder geändert. Gute Graphic Novels oder Comics können
mich auch begeistern. Dennoch bin ich in erster Linie Mangaleserin 😉
Ich kann nicht nur Manga!
PS:
Viele meiner Bücher sind ja noch gar nicht hier… leider auch meine
Comics und Manga. Daher… war meine Motivauswahl begrenzt. Sehr
schade ;_;

Alles rund ums Sachbuch!

Heute melde ich mich wieder bei euch zurück. Und zwar mit einem Blogstöckchen von der lieben Geschichtenagentin. Natürlich dreht sich hier alles um ein Thema: Sachbuch.



Mittlerweile lese ich immer mal wieder ein Sachbuch dazwischen, wenn ich auch praktisch nicht darüber blogge. Trotzdem finde ich Sachbücher wunderbar. Jetzt hoffe ich nur noch, dass ich jede Frage auch beantworten kann – so viel Sachbuch lese ich dann doch nicht. Aber ich gebe mein Bestes! Los geht’s:

Was macht ein gutes Sachbuch oder einen guten Ratgeber aus?
– Sachlichkeit und keine emotionale Wertung. 

Wie wichtig sind Dir Illustrationen?
– Illustrationen sind etwas, das ich sehr bewundere. Ein guter Illustrator kann jedem Buch noch ein kleines Krönchen aufsetzen! Gerade in einem Sachbuch kann eine tolle Illustration nicht nur den Text auflockern, sondern auch noch verdeutlichen, was das Buch ausdrücken will.
eBook oder Buch? Leihen oder kaufen? Online-Shop oder Buchhandlung?
– Der Reihe nach: Buch. Kaufen. Buchhandlung. 
Ein Sachbuch-Autor, von dem Du alles liest?
– Hm. Zählt Guido Maria Kretschmar dazu? 😀 Bisher habe ich da noch keinen Autor, von dem ich das behaupten würde. Aber seine Bücher habe ich tatsächlich alle 😉 Natürlich auch die Nähbücher. PS: Kleiner Spoiler, dazu gibts irgendwann mal ein Cosplay-Special!
Hast Du einen Lieblingsverlag für Sachbücher oder Ratgeber?
– Nein. So erfahren bin ich noch nicht. Daher nehme ich gerne sämtliche Tipps entgegen, welche Verlage da ein Dauermuss sind!
Was war das schrägste Thema, über das Du ein Buch gelesen hast?
– Schwierig. Bisher noch nichts wirklich Schräges. Ich stelle fest, so etwas fehlt mir in meiner Liste! Ich brauch sofort ein schräges Buch!
Ein Buch, aus dem Du viel für deinen Alltag gelernt hast?
– Das Anti-Allergie-Buch. Für mich ein spannendes Thema und ich habe einiges erfahren, was ich vorher nicht wusste. Seitdem sehe ich meine Allergien noch einmal in einem anderen Licht (und mit neuen Hoffnungen!)
Hat ein Sachbuch schon einmal Dein Verhalten, Deine Sicht auf die Welt oder sogar Dein Leben verändert?
– Leider nicht. Aber ich denke, es gibt genug Bücher, die das Potenzial dazu haben!
Welches Sachbuch ist aus Deiner Sicht von so hoher literarischer Qualität, dass es Teil eines Literaturkanons sein sollte?
– So was gibt es? Ich sollte noch tiefer in die Welt des Sachbuches eintauchen!
Register und Literaturverzeichnis – nützlich, Quelle für weitere Inspiration oder ungenutztes Anhängsel?
– Manchmal so, manchmal so. Es gibt wirklich tolle Register, aber manche sind auch einfach lächerlich. 
Joker-Frage: Du darfst eine Frage streichen und Dir selbst eine neue stellen. Oder eine Frage ergänzen und beantworten, die Du vermisst.
Zum Abschluss bitte noch, wenn möglich, je eine Buchempfehlung:

Kindersachbuch – Kochbuch – Natur/Garten/Tiere – Lebenshilfe/Gesundheit – Naturwissenschaft/Technik –Kunst/Fotografie – Philosophie/Spiritualität – Psychologie – Geschichte/Biographie – Zeitgeschehen/Politik – Lexikon.

Uff. Der Teil wird der Schwerste… Sorry… das werde ich nicht alles ausfüllen können (obwohl ich Buchhändlerin bin, war Sachbuch bei uns sehr begrenzt :P)
Kindersachbuch: Da fragt besser Buchkind. Nicht mich. Der Punkt, von dem ich am Wenigsten weiß! mir ist diese Rezension von Dagmar besonders in Erinnerung geblieben.
Kochbuch: Yes! Schon besser! Juhu! Nur… welches nenne ich euch jetzt? Ich LIEBE Kochbücher! Ich möchte gerne alle Kochbücher der Welt besitzen ♥ Es gibt viele tolle Bücher. Aktuell mag ich aber ein Backbuch besonders gerne, Lomelinos Kuchen, Tartes & Pies aus dem AT-Verlag!
Natur/Garten/Tiere: Latein für Gärtner aus dem Dumont-Verlag ist nicht das klassische Buch, aber wundervoll!
Lebenshilfe/Gesundheit: Die Organuhr aus dem Mankau-Verlag finde ich schon sehr interessant. Da ist einiges dabei, das auf mich zutrifft! Sehr faszinierendes Thema.
Naturwissenschaft/Technik: Öhm… ÖHM… Sorry. Keinen Plan. Das ist überhaupt nicht mein Thema.
Kunst/Fotografie: Das ist wieder ein gemeines Thema. Da gibt es viele, also, spontan sag ich mal Photographie des 20. Jahrhunderts aus dem Taschenverlag.
Philosophie/Spiritualität: Die Philosophie bei Star Trek von Wiley 😉
Psychologie: Auch so ein spannendes Thema! Ich nehme mal Die psychologische Hintertreppe aus dem Herder-Verlag.
Geschichte/Biographie: Ich liebe so Bücher! Was mir jetzt als Erstes einfällt ist die Biographie von Astrid Lindgren bei DVA ♥
Zeitgeschehen/Politik: Generation Mauer erschienen bei Klett-Cotta
Lexikon: Ähem. Hm… Ich mag die kleinen Lexika bei Reclam, die unterschiedlichen, die es da so gibt 🙂

Ich stelle fest… ich brauche noch mehr Sachbuch-Wissen 😀 Wo ist der nächste Buchladen? 

Der Herbst ist immer unsre beste Zeit…

… Goethe war einfach ein kluger Mann. Das war zwar garantiert nicht auf mein Herbst-Cosplay bezogen, aber hey… ich finde, es passt perfekt! Ich liebe die Arbeit an diesem Kostüm! Es macht so viel Spaß, es entstehen zu sehen. Und natürlich freue ich mich einfach auf das Tragen mit der Ketsu Cosplay.

Aber heute bin ich nicht hier, um literarisch über den Herbst zu philosophieren, immerhin ist draußen Frühling – es blüht und grünt! In meiner Wohnung aber herrschen die schönsten Facetten des Herbstes vor: bunte Blätter, Trauben, Sonnenblumen und andere tolle Herbstmomente! Da strahlen und leuchten die ganzen herbstlichen Farben durch die Frühlingssonne. Das sieht einfach umwerfend aus! Ich liebe den Herbst.

Nun aber zum eigentlichen Punkt dieses Blogbeitrages: dem Kostüm. Zumindest dem Teil, der schon fertig ist. Zumindest fast fertig. Okay, den Fortschritten, die ich bei diesem Kostüm gemacht habe! Zuerstmal habe ich jede Menge Blätter aus Stoff zugeschnitten. In allen möglichen Herbstfarben. Ich wollte einen Rock, der wie frisches Herbstlaub am Boden aussieht. Und ich finde, er ist toll geworden! Ich bin richtig verliebt (ja, man soll sich nicht selbst loben und so, aber wenns halt gut aussieht und gefällt!). Kleine Details, die mir hier noch fehlen sind einzelne echte Blätter (natürlich unecht echte Blätter), die noch etwas dazwischen genäht werden. Ich hoffe, das sieht dann noch besser aus.

Okay. Dazu trage ich diese gelbe Carmen-Bluse. Noch sehr unförmig, oder? Die wird durch einen braunen Gürtel/Minicorsagenähnlichen Teil in Form gebracht. Ob die Variante hier unten die endgültige Form ist, kann ich euch noch nicht sagen. Es ist mir vielleicht einen Ticken zu kurz! Dann auf alle Fälle noch zwei Trägerchen dran und dann geht der bunte Spaß los! Ich will lauter Herbstsachen annähen. Blätter, orangene Teile, Blüten und was mir so in die Hand fällt. Quietsch! Das wird herbstlich!

Dann fehlen mir nur noch Korb und Headpiece. Dazu kann ich euch aber noch nicht viel sagen – obwohl mir vielleicht genau in diesem Moment des Schreibens eine Idee kam. Doppelquietsch. Seid gespannt. Ich bin es und ich freu mich schon so sehr auf das Kostüm. Das Nähen macht schon verdammt viel Spaß.

Jahreszeitenstimmungslesen

Moin, moin! Wie geht’s euch da draußen? Mittlerweile ist der Frühling angebrochen,
die Schneeglöckchen sind verblüht, aber es wird wieder bunt und grün – und ich
ganz romantisch! Und das wirkt sich auf mein Leseverhalten aus… Sieht man mal
von den Frauenromanen a la Nora Roberts und Susan Mallery ab, passt sich mein
Leseverhalten wirklich immer der Jahreszeit an. Die beiden lese ich immer, wenn
ich mal was locker-leichtes brauche, über das ich nicht nachdenken muss. 
Aber grundsätzlich… ist Frühling, bin ich romantisch und mag Liebesromane
lesen. Egal für welche Altersklasse, egal ob mit Fantasy oder völlig normal. Da
mag ich diesen Hauch von Romantik. Aber nicht diese Shades-of-Grey-Romantik,
sondern so richtig romantisch. Lovey-dovey-romantisch. Kitsch-romantisch! Am
Besten mit Büchern, die auch im Frühling spielen. Es darf auch ein bisschen
traurig sein, muss nicht mal unbedingt das Happy-End haben, aber bitte alles
rund um die Liebe ♥

(Leider ohne Bild… ich habe keine Frühlingsbücher nach Dachau mitgenommen Oo Ich muss dringend in einen Buchladen gehen!)

Im Sommer mag ich gerne mal was Leichtes, Spritziges voller Humor!
Roadtrips, Urlaubsbücher, aber auch gerne mal ein lustiger Krimi. Es darf
chaotisch sein, es darf Streit geben und es darf um Eis gehen! Allgemein mag
ich in der Zeit Bücher, die sich mit Essen beschäftigen und Rezepte beinhalten.
Aber es muss lustig sein und darf mich nicht aufregen – in der Hitze habe ich
ja eh schon einen roten Kopf! Liebe ist kein Muss, Familie mag ich in dieser
Jahreszeit echt gerne. Natürlich kann es zwischendurch auch anspruchsvoll sein,
aber an diesen ganz heißen Ich-schmelze-dahin-Tagen… Puh. Oh ja. Hardcover
bitte auch nicht! Stellt euch das Gewicht vor bei gefühlten 40°C im Schatten…

Der Herbst löst dann die nachdenkliche Seite aus, da darf es gerne mit
Tiefgang sein, vielleicht auch etwas dramatisch. Einfach richtig gute
Literatur. Genre ist mir da egal. Es soll mir einfach nur einen gemütlichen
Nachmittag mit Tee und Vanilleduftkerzen bei Regen und Nebel bescheren. Mich in
eine andere Welt entführen, mich so fesseln, dass ich den Sturm vor dem Fenster
gar nicht so sehr höre.


Und der Winter… der endet oft in einer Leseflaute, die ich dann liebend
gerne mit Jugendbüchern ausgleiche. Nicht umsonst habe ich gefühlt jeden Winter
ein Reread von Harry Potter und Percy Jackson. Oder ich lese die eher traurig
angehauchten Romane, die dann auch etwas schwermütig sind und mit einer
besonders schönen Sprache daher kommen. Hach. Ich hätte gerne Winter, mir wäre
nach so einem Buch!

Nur Thriller lese ich das ganze Jahr nicht so gerne 😀 Während ich Haruki
Murakami und Terry Pratchett eigentlich jederzeit inhalieren… äh… lesen kann!

Aber jetzt mal im Ernst, kennt ihr dieses Phasenlesen (Jahreszeitenstimmungslesen)
auch? Es ist mir jetzt vor kurzem zum ersten Mal so richtig aufgefallen… Gerade
bei den Jugendbuch-Rereads ist das ziemlich auffällig, dass ich diese immer im
Winter nochmal lese. Diesen Winter waren es verschiedene Reihen, eine davon war
beispielsweise die Göttlich-Reihe von Josephine Angelini.
Habt ihr den ultimativen Jahreszeitenstimmungsbuchtipp für dieses Frühjahr
für mich?

Der dunkle Fluß – Chigozie Obioma [Rezension]


Titel: Der dunkle Fluß
Autor: Chigozie Obioma
Original: The Fishermen
Übersetzer: Nicolai von Schweder-Schreiner 
Verlag: Aufbau
Erschienen: Februar 2015
ISBN: 978-3-351-03592-1
Preis: 19,95 €
Leseprobe
 
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Wir waren Fischer.



Was für eine unglaubliche Familiengeschichte, was für ein Drama. Ich bin wirklich ganz hin und weg von diesem Buch. Chigozie Obioma hat hier eine Geschichte geschrieben, die dramatisch und eindringlich ist. Und mich sprachlos hinterlassen hat.
Die vier Brüder, die hier die Hauptrolle spielen, sind sich eigentlich gar nicht ähnlich und trotzdem familiär tief verbunden. Sie erleben alles zusammen, die zwei älteren führen dabei die zwei jüngeren an. Anfangs konnte ich gar nicht so recht glauben, dass sich aus dieser Familienbande so ein Drama entwickeln konnte und das nur aufgrund eines eigentlich so geringen Auslösers. Bei uns hier in Deutschland würde der Grund für das Drama sogar als lächerlich empfunden werden. Man merkt einfach, dass sich hier dem Leser eine ganz andere Mentalität eröffnet.
Erzählt wird die Geschichte vom jüngsten der vier Brüder, von Benjamin. Anfangs ist er gerade einmal acht Jahre alt, doch die Erzählweise entspricht eindeutig nicht diesem Alter. Warum das so ist, eröffnet sich einem erst am Ende. Da will ich aber nicht vorgreifen. Nur so viel sei geschrieben, es hat mich wirklich berührt. Das Ende war auch etwas unerwartet, aber schließt die Geschichte einfach perfekt ab; und trotzdem fragt man sich, wie es mit der Familie weitergeht. Da hat der Autor den für mich perfekten Abschluss geschrieben, es rundet die Geschichte ab und ist dennoch offen. Man fragt sich auch wirklich nach dem Lesen, was nun wohl noch geschieht, man ist einfach zum Nachdenken angeregt. Ich liebe Bücher, die mich am Ende so hinterlassen!
Die Protagonisten sind, wie schon erwähnt, sehr unterschiedliche Charaktere. Und im Verlauf der Geschichte entwickeln sie sich immer weiter, nicht immer zum Besten. Es ist ehrlich gesagt keine leichte Kost, was hier passieren wird. Und es ist wieder eines dieser Bücher, bei denen ich überlegen muss, wie viel ich euch erzählen kann, ohne zu spoilern. Denn es hat mich so gefesselt, dass ich euch am Liebsten alles erzählen würde und mich unbedingt mit jemandem austauschen will.
Vielleicht schreibe ich einfach noch etwas über Benjamin und seinen Erzählstil: Er liebt Tiere, beobachtet gerne und möchte einmal Veterinär werden. Dadurch vergleicht er seine Brüder und die Situationen mit Tieren. Damit werden die Kapitel eingeleitet und es ist einfach sehr passend. Die Idee gefällt mir nicht nur, sondern wurde eben auch hervorragend umgesetzt. Es ist wirkt nicht aufgesetzt oder albern, sondern sehr natürlich. Man merkt, dass Benjamin ein guter Beobachter ist.
Es scheint anfangs eben unwahrscheinlich, dass die Brüder sich verlieren, aber dennoch entwickelt es sich so. Dass der Vater ans andere Ende des Landes zieht, ist nur der Beginn dieser Veränderung, die sich recht drastisch vollzieht. Letztlich gipfelt es darin, dass der Aberglaube die Brüderliebe übertrifft und zum Zerbrechen bringt. Das alles in diesem „unbekannten“ nigerianischen Milieu zieht den Leser einfach in seinen Bann. Dieser andere Kulturkreis, der andere Glauben und die wortstarke Symbolik des Autors machen dieses Buch zu etwas Besonderem.  



Das Buch bringt einen nach Nigeria und den gesamten kulturellen Umkreis dort. Das mag fremd erscheinen, doch genau das ist es, was euch fesseln wird. Eine dramatische Geschichte gepaart mit dieser wirklich wunderschönen Symbolik macht Der dunkle Fluss mehr als lesenswert.  



Mit „Der dunkle Fluß“ hat Chigozie Obioma ein fantastisches Debüt geschrieben! Das Erstlingswerk der 1986 geborenen Autors wurde in 25 Sprachen übersetzt und hat bereits zahlreiche Literaturpreise gewonnen. Er hat es auch auf die Shortlist der Man Booker Prize geschafft.

 

Vier Brüder. Ein Vater, der die Familie verlassen muss. Ein gefährlicher Fluß. Und ein Verbot, das gebrochen wird. Als Benjamin und seine Geschwister ihren Vater enttäuschen und sein Verbot brechen, um am Fluß angeln zu gehen, ist das der Auftakt zu einer Familientragödie. Es fängt alles harmlos an, doch endet tragisch.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt