Warum ich wirklich cosplaye [#falschescham]

Warum cosplayst du?

Die Frage habe ich jahrelang nicht ganz ehrlich beantwortet. Weil es mir Spaß macht, weil ich es spannend finde, ein Kostüm entstehen zu lassen, weil ich die KuraiOfAnagura kenne (ehrlich, ohne sie wäre ich gar nicht in die Szene gekommen!). Das stimmt alles irgendwo, aber es sind nur Halbwahrheiten.

Die erste Convention

Habe ich euch jemals von meiner ersten großen Convention erzählt? Das war die AnimagiC 2007 in Bonn. Ich hatte damals nur ein Ticket für Samstag. Es war gerade ein halbes Jahr her, dass ich mich aus dem Missbrauchsloch gekämpft hatte und allein wäre ich nicht gefahren. Meine Mutter war mit dabei. Unser Hotel war eigentlich gar nicht so weit entfernt von der Convention. Ich erinnere mich noch, wie meine Mutter den ganzen Nachmittag aus dem Fenster hing, um Cosplayer zu beobachten.
Bei mir hingegen stieg die Nervosität an. Ich hatte unglaublichen Schiss. Ich fühlte mich in meinen Klamotten nicht wohl, ich fühlte mich fehl am Platz. Einmal über den Vorplatz laufen? Habe ich mich nicht getraut. Erst abends, nachdem ich beim Griechen einen Begrüßungsouzo, eine Ouzoplatte und einen Abschiedsouzo hatte, hat meine Mutter es geschafft, dass ich über die AnimagiC laufe. Aber ich habe mich total unwohl gefühlt.
Am Samstag war ich dann dort, ich war drin. Aber um ehrlich zu sein: Ich erinnere mich noch kaum an die Con. Keine Ahnung, was ich da letztlich gemacht habe, das ist alles weg. Geblieben ist nur dieses Angstgefühl und dieses Außenseitergefühl. Und der Gedanke, dass das alles anders gewesen wäre, wenn ich ein Cosplay getragen hätte.

Der Moment

Das war der Moment, in dem ich wusste: Ich werde ein Cosplay tragen. Hätte mir jemand gesagt, dass ich 2017 meine Kostüme selbst nähe, ich hätte herzhaft gelacht. Zwar hatte ich 2007 eine Nähmaschine geschenkt bekommen, aber es hat niemand von uns geglaubt, dass Lysop (meine Nähmaschine) und ich nach zehn Jahren eigentlich ganz gute Freunde geworden sind.
Shikamaru Cosplay
2008 war dann meine zweite Convention mit meinem ersten Cosplay: Shikamaru aus Naruto. Es ist ziemlich kennzeichnend, dass es keine Frau war, oder? Ich bin vom Aussehen her wirklich nicht der Typ für männliche Cosplays. Daher habe ich damit aufgehört. Aber in dieser Zeit war ich gar nicht in der Lage zu meiner Weiblichkeit zu stehen. Denn das hat nicht zu dem, wie ich mich gefühlt habe, gepasst. Ganz im Gegenteil: Ich wollte mich verstecken und zwar mein Dasein als Frau. Das wird mir jetzt gerade in diesem Moment, in dem ich diesen Text hier schreibe, bewusst. Wow. Was für eine eigentlich logische Erkenntnis. Mein erstes Cosplay musste ein Kerl sein – es hat nicht geschadet, dass es ein verdammt cooler Typ war. Und die mir-doch-egal-Attitüde auch nicht! Ich glaube, ich sollte mal darüber schreiben, warum ich welchen Charakter ausgesucht habe. Da lerne ich noch mehr über mich selbst. Aber zurück zum Thema…
Ich cosplaye also nur, weil ich mich endlich irgendwo dazugehörig fühlen wollte. Schräg, oder? Meinem schwachen Selbstbewusstsein ist es zu verdanken, dass ich heute bin, was ich bin. Das war zumindest meine Anfangsmotivation. Es halt auch, dass ein Cosplay ja nichts anderes als eine Maske ist. Eine sichtbare Maske, das ist doch mal eine Abwechslung zu den anderen Masken, hinter denen ich mich sonst versteckt habe. Das war dann der Moment, in dem ich wirklich zur Cosplayerin wurde. Hinter diesen Masken konnte ich mal jemand anderer sein und mich aus meinem Alltag befreien.

Die Freiheit des Cosplays

Ein Cosplay bedeutet Freiheit von den Gedanken, die einen sonst bedrücken, man kann sich komplett in jemand anderen verwandeln. Das ist das, was ich am Cosplay liebe. Ich kann mich zurücklassen und meine Probleme, meine Ängste, meine Sorgen, meine Vergangenheit. Obwohl ich sagen muss, dass ich auch im Cosplay Sorgen habe: Bin ich zu dick, sehe ich doof aus, wird alles halten, steht mir der Charakter überhaupt? Das Übliche halt, das wohl jeder kennt, oder? Aber trotzdem ist Cosplay Befreiung für mich. In der Regel sind das die einzigen Momente, in denen ich mal nicht zu viel denke, sondern einfach Spaß habe. Im Zuvieldenken bin ich nämlich großartig. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Perücken meinen Riesenschädel so einengen, aber egal wie, es tut einfach gut.
Angggel Lily Cosplay
Übrigens merke ich das auch bei Bildern von mir selbst: Ich finde mich auf Bildern ohne Kostüme noch immer nicht wirklich hübsch und habe da starke Selbstzweifel. Dank meiner lieben Arii habe ich aber gelernt, mich auf Bildern mit Cosplay hübsch und toll und geil zu finden! Sie macht einfach immer so tolle Bilder von mir.
Unser erstes gemeinsames Shooting war Lily. Das waren auch die ersten Cosplaybilder von mir, bei denen ich mich richtig hübsch fand. Cosplay ist eben eine andere Rolle – wenn frau sich hinter der Maske versteckt, kann sie sich auch hübsch finden. Ich habe da echt noch einiges vor mir. Aber ich bin auf dem richtigen Weg!
Ich bin auch trotz allem selbstbewusster geworden. Ich habe kein Idealgewicht (das ist ein anderes Thema, das ich sicher irgendwann auch mal ansprechen werde), aber durch das Cosplay habe ich gelernt, mich trotzdem zumindest größtenteils zu akzeptieren wie ich bin. Wenn ich nicht cosplayen würde, würde ich heute vermutlich nicht hier sitzen und bloggen. Wow. Verrückt. Obwohl ich das gar nicht schreiben wollte: Ich würde vermutlich Säcke statt Klamotten tragen und mich dahinter verstecken. Mein Haar wäre sicher nicht quietscheorange, schminken… davon will ich gar nicht erst anfangen! Cosplay hat mir Selbstbewusstsein beigebracht – obwohl da immer noch Verbesserungspotenzial ist. Aber es war ein Anfang, der wichtig war.

Cosplay kann auch Egoismus heißen

Das klingt jetzt seltsam, aber es ist gut, dass die Cosplayerszene viele Egoisten hat.Evergreen Chimiko Viele Selbstdarsteller, die sich selbst am Wichtigsten sind. Ich könnte euch da so einige Beispiele nennen, aber dann finde ich kein Ende. Oh, oh, ich bin böse! Und gemein… aber es ist nun mal so. Die Selbstdarsteller und Egos sind vielleicht nicht hilfreich im klassischen Sinne. Aber um zu bestehen, muss man das auch ein bisschen abkönnen und sich selbst durchaus etwas in die Richtung erarbeiten. Man braucht gesunden Egoismus, um zu cosplayen! Trotzdem nerven mich die Egoisten, die sich nur um sich selbst kümmern und einfach nur wollen, dass sie im Rampenlicht stehen und tolle Bilder kriegen. Gott, ich kenne da viel zu viele Beispiele, wie mir gerade auffällt.
Also: Ja, das Nähen macht mir schon Spaß (meistens). Zu sehen, wie ein Charakter entsteht, ist grandios! Aber Cosplay bedeutet für mich Freiheit. Selbstbewusstsein. Mich hübsch zu finden. Einfach mal loslassen zu können. Nicht immer ich sein zu müssen.
Trotzdem merke ich noch heute, dass ich in einigem Nachholbedarf habe: Ich bin immer noch zu schüchtern, um Leute anzusprechen. Ich fühle mich nicht gut genug, von Fotografen fotografiert zu werden. Ich finde nicht, dass ich eine gute Cosplayerin bin. Uff. Ihr wolltet also nicht wissen, wie ich ohne Cosplay wäre! Da habe ich noch ein gutes Stückchen Weg vor mir, aber ich arbeite dran. Das ist das Beste, was ich machen kann 😀

Fotobuch Saal Digital [Sponsored]

Heute habe ich mal wieder eine völlig andere Rezension für euch! Auf Twitter habe ich meine Begeisterung ja schon ausgedrückt, jetzt aber nochmal in aller Ausführlichkeit auch hier!

Endlich ein Fotobuch!

Mein heimlicher Traum war es schon sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr lange, ein Fotobuch mit meinen Cosplays zu drucken. Oder auch meine Lieblingsbilder auf Leinwand und dann ins Flur hängen… aber hier und heute geht es um Fotobücher! Und zwar um Fotobücher von Saal Digital. Ich hatte jetzt schon einige Bekannte, die für den Anbieter testen durften – und ich durfte das jetzt auch! Ich habe mich für die Fotobuch-Variante entschieden. Relativ schnell und unkompliziert habe ich den Gutschein-Code geschickt bekommen und konnte anfangen, mein Fotobuch zu erstellen. Nachdem ich mir die Software runtergeladen hatte. Das ist eigentlich ganz unkompliziert und geht superschnell – wenn man nicht gerade MEINEN Laptop hat. Nachdem ich da über zig Umwege erstmal Adobe Air aktualisiert hatte, dann ging es schnell und unkompliziert. Doch Air muss uptodate sein, sonst klappt das mit der Software nicht. Tja. Das Gute ist: Bei mir ist es jetzt topaktuell.

Easy, oder?

Die Software öffnet sich und man kann sofort loslegen. Einfach nur für das Produkt entscheiden und los gehts! Beim Fotobuch hat man da die Qual der Wahl, es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Extras gibts natürlich auch! Ich hab mich für eine schlichte Variante ohne viele Extras entschieden, nach dem Motto quadratisch, praktisch, gut sozusagen. 19×19 cm sollte mein Fotobuch werden. Es war ein relativ spontaner Entschluss. Ursprünglich waren 32 Seiten angedacht – es wurden 34. Mir hat genau eine Doppelseite für meine Kostüme gefehlt. Gut, dass ich noch kein Shooting mit meiner Fotoblogfrau Sayu hatte 😉 Es soll glänzen – so wie ich auf den Bildern! Nein, ich mag matte Bilder eigentlich sehr gerne, hier habe ich mich jedoch für die Glanzvariante entschieden – gespannt, was mich da am Ende wohl erwartet…

und weg damit!

Die Gestaltung war richtig einfach. Ich habe Auto-Format genommen, um zu sehen, was mir die Technik so vorschlägt. In der Regel war ich einverstanden, manchmal habe ich doch noch etwas rumgeschraubt. Das war super einfach. Einfach hinziehen, größer, kleiner machen und entscheiden, wie die Bilder angeordnet werden. Man, war ich erleichtert, dass das so unkompliziert war! Es hat sogar richtig Spaß gemacht, alle Bilder zu sortieren und zu entscheiden, wie es jetzt am Besten aussieht. Dann am Ende musste ich einfach nur noch abschicken und warten.

Es ist da!

 

 

Dann war der große Tag da! Ich sags euch, ich war so aufgeregt und voller Vorfreude – endlich ein Fotobuch mit meinen Cosplaybildern in der Hand halten! Das war ein toller Moment.

Rückseite

 

Zu viel versprochen haben sie jedenfalls nicht. Besonders klasse ist die
Lay-Flat-Bindung, dadurch wirken auch Bilder, die über zwei Seiten gehen oder
die bei einem Format mit drei Bildern in der Mitte landen. Keine seltsamen
Falten im Gesicht 😀
Ich habe mich ja für das glänzende Papier entschieden und war gespannt, ob es
Fingerabdruckanfällig ist. Das mag ich nämlich nicht so. Aber da hat alles
gepasst, auch meine dicken Patschefingerchen haben nichts verursacht.
Interessenhalber habe ich auf der Rückseite meines Fotobuches mal getestet, wie es ist, wenn man
ein Bild etwas vergrößert. Auf dem Original bin ich etwas kleiner. Obwohl das
Bild auf dem Bildschirm noch gepasst hat, verschwimmt es (wenig überraschend)
in der Druckvariante. Also zu viel in der Größe spielen sollte man nicht.
Layflat-Bindung
Wer ein schönes Geschenk sucht oder (so wie ich) sich in seinen Cosplays bewundern
will, macht hier sicher nichts verkehrt. Die Software ist einfach zu bedienen,
der Versand ist unglaublich schnell und die Qualität ist absolut
zufriedenstellend. Außerdem hat es mir Spaß gemacht, das Buch zu erstellen und
die Bilder zu platzieren.
Daher nochmal meinen Dank an Saal Digital! Ich freue mich wirklich über das Fotobuch
und kann mich der Begeisterung meiner Vorgänger nur anschließen.

 

Pallas Athene

Schon seltsam, nach so einem emotionalen Beitrag am Montag heute wieder in den Normal-Modus zu schalten. Aaaber ich habe nun mal in meinem Urlaub nicht nur über diesen Beitrag nachgedacht, sondern auch fleißig an meinem Athene-Cosplay gebastelt. Und gebastelt trifft es hier wirklich. Genäht habe ich keinen einzigen Stich. Doch ich hatte ja auch Rüstungsteile dafür angedacht und da konnte ich den Urlaub bei meiner Mutter und ihre großen Terrasse gut dafür nutzen.
Kopf….dingens

Die Rüstungsteile

So. Geplant waren: eine Armschiene, ein Kopf…dingens und ein Schulterdingens. Na ja. Rüstungsteile halt. Ich habe mir Worbla bestellt und dann festgestellt: Hey, du hast ja noch Reste gehabt! Darüber war ich doch ganz froh, ich bin immer so paranoid, was Mengen angeht. Aber es hat dann gereicht. Ich habe sogar noch etwas über.

athene cosplayGut, dass es nicht so warm war… Worbla muss ja erhitzt werden, um in Form zu kommen. Okay, es war nicht warm, es war brütend heiß! Ich musste tatsächlich Pausen machen, das war schon ziemlich heftig. Irgendwann waren die Rüstungsteile dann jedoch in Form. Und dekoriert. Das war noch mehr Geföne. Also noch mehr heiße Luft!
Uff, ich sags euch: Dazu habe ich mir echt die falsche Woche ausgesucht. 

Nach dem Formen folgte die erste Farbe. Weiß. Unspektakulär, aber muss ja sein. So ein bisschen Grundierung hat noch keiner Bastelei geschadet! Also war irgendwann alles einfach weiß… Yay.

Ja, ich war froh, als ich endlich das wunderschöne Gold auftragen durfte! In Gold sah einfach alles gleich so viel spektakulärer und toller aus. Aber fertig bin ich jetzt noch lange nicht. Ob es was wird, kann ich noch nicht sagen, aber die Dekoelemente sollen noch etwas Farbe bekommen. Passend zu Athene habe ich hier Oliven an Arm und Kopf gestaltet. Die Schulter… na ja, erkennt ihr es? Das sollen Federn sein. Ich bin noch nicht wirklich zufrieden.

Was noch alles fehlt

Also schaue ich jetzt mal, ob die Sachen mit Farbe besser wirken. Und ob das Schulterteil wird. Das ist bisher noch mein Sorgenkind. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht Plan B bis Z parat hätte. Also… seid gespannt. Ich bins auch.
Außerdem stehen als Nächstes die Halterungen an. Irgendwie müssen die Sachen ja auch an mir halten. Wir sind nicht nämlich nicht magnetisch. Ich bin schon ganzaufgeregt, ob das was wird.

Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein [Cosplay]

Der Herbst ist da! Das ging schnell, oder? Gerade erstmal war Sommer und jetzt schon Herbst. Aber gut, Herbst ist wirklich nur auf meiner Schneiderpuppe, denn: Das Kostüm ist – Trommelwirbel bitte – fertig. Gut, dass praktisch noch vier Monate bis zur Convention sind. Das ist mir noch NIE passiert. NIE! NIIIIIIIIE! Tja. Obwohl, eine Sache ist noch nicht fertig. Mein wunderbarer Korb. Der ist aber gekauft und wird spontan dekoriert, denn durch ihn brauch ich ja immerhin auch keine Handtasche. Also – Überraschungskorb! Ihr werdet ihn im September aber definitiv auf Instagram und Twitter und Facebook bewundern können (ja, bewundern…)

Vor ein paar Wochen sah das Ganze noch eher unherbstlich aus, jetzt aber strahlt es genauso wie ein schöner Herbsttag~ Finde ich zumindest! Der Herbst besteht für mich nicht nur aus bunten Laub, sondern auch aus Getreide, Äpfeln, Trauben und Birnen, Sonnenblumen und so viel mehr. Der Herbst ist bunt und vielfältig und wunderschön mit seinen Farben! Das wollte ich auch auf meinem Kostüm umsetzen. Ich habe einige gesehen, die nur Blätter hatten, aber das ist nur eine Seite dieser wundervollen Jahreszeit.
Den Rock kennt ihr ja schon. Da hat sich auch nicht viel verändert. Also, auf den neuen Sachen/Dingen/Gegenständen und zum Grund meiner Freude.

Einmal nach dem Nähen

Ui!Beklebt!

Punkt 1: Das braune Oberteildingens.
Nur dass es jetzt in erster Linie… nicht mehr braun ist. Meine philosophische Ader wollte hier den Effekt eines dunklen Baumstamms mit jeder Menge Herbst erzielen. Also: brauner Untergrund und dann fröhliches Kleben. Meine Heißklebepistole und ich haben zwei traumhafte Nachmittage miteinander verbracht! Wir mussten es aufteilen, weil sie irgendwann so heiß wurde, dass sie Löcher in meine Materialien gebrannt hat. Ups. Jetzt ist es aber fertig und ich finde es so toll. Ich bin ganz verliebt!
Ich freu mich schon darauf, das zu tragen! Knihihihihihihihi! (Das war ungefähr das Ausmaß meiner Begeisterung – ich quietsche!)

Punkt 2: Headpiece!
Das Grundgerüst sah so aus:

Ich heirate doch nicht!
Schon besser! Es herbstet auf dem Kopf

Weiß. Unspektakulär. Irgendwie langweilig. Unherbstlich. Aaaalso hab ich geschnitten. Und geschnitten. Und geschnitten. Dann hab ich geklebt. Und geklebt. Und geklebt. Dann hab ich gequietscht, weils mir echt gut gefällt. Mir gefällt irgendwie sehr viel an diesem Kostüm, merke ich gerade. Aber egal, so soll es ja sein! Spaß und Freude sind für mich die wichtigsten Faktoren beim Cosplay, aber auch beim Bloggen. Deshalb gibt’s manchmal hier auch Pausen, denn zwingen mag ich mich nicht.
Oh oh! Kleiner Exkurs in philosophische Blogosphären 😉 Aber zurück zum Headpiece. Das ist… fertig. Ich freu mich schon, es zu tragen. Das Beste ist ja: KEINE PERÜCKE! Ich feiere das so sehr. Endlich mal ein Con-Tag ohne Kopfschmerzen und eingeengtem Kopf. Wenn man halt auch so einen Dickschädel hat wie ich. Ich oller Dickkopf! Mein Kopf ist also fertig. Yay!

Schnell, praktisch, gut.

Punkt 3: Das war gar nicht geplant, aber mein Hals sah so leer aus und es gab eine herbstliche Lücke zwischen meinem Kopf und dem Rest meines Körpers. Also, was macht frau in so einem Fall? Ein Halsband! Damit habe ich ja diverse Erfahrungen gemacht (Sailor Mars, Princess Mars, Lily, Meg…). Warum also nicht auch noch bei Herbst? Halsbänder kann ich jetzt echt gut. Kurz an die Maschine gesetzt, genäht, fast fertig. Und weil ein Halsband ohne Farbe ja auch echt langweilig gewesen wäre, habe ich noch ein bisschen mitbeklebt. Hurra! Fertig! Und ich bin von allem zusammen eigentlich schon ziemlich hin und weg.

Schuhe beklebe ich nicht. Da bleib ich pragmatisch. Die möchte ich gerne auch noch außerhalb des Cosplays anziehen. Also sind das einfach nur Schuhe in Herbstfarben. Reicht ja auch, oder? Und sie sind hübsch (auch wenn ihr sie noch nicht gesehen habt) – irgendwann folgt ein Bild in komplett (also im September), da seht ihr sie dann. Bis dahin könnt ihr auch nur erahnen, wie ich komplett aussehe. Ich sags mal so: Gut 😀 Das ist zumindest meine seeeehr große Hoffnung!

Oh wow. Herbst ist tatsächlich fertig. Und zum ersten Mal habe ich so viel Zeit, dass ich das mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten kann. Ich bin froh, dass ich mal keinen Convention-Stress habe, das ist ein tolles Gefühl. Aber es hat mir auch einfach so viel Spaß gemacht und war eine so wunderbare Ablenkung in einer wirklich furchtbaren Zeit. Ich konnte mich kreativ austoben, ohne Vorlage und einfach treiben lassen. Es war einfach toll… Hach… man könnte weinen, ich sehe es nie wieder. Aber ich freue mich jetzt erstmal darauf, es zu tragen und ich weiß jetzt schon, ich werde Spaß darin haben!
Das bedeutet aber auch: Das nächste Mal seht ihr Herbst… im Herbst 😉

PS: Fällt eigentlich jemandem die literarischen Überschriften meiner letzten Herbst-Posts auf? Ich hab den Germanisten in mir herausgekitzelt. Dieses Kostüm lässt mich echt poetisch werden 😀 

All about… Nähen und Bücher [Special]

Ich
weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aaaaber: Ich lese
gerne. Ich nähe gerne. Okay, ich koche auch gerne und esse gerne und
schaue gerne Netflix, aber das hat nichts mit dem heutigen Thema zu
tun. Ich lese gerne. Ich nähe gerne. Was könnte das jetzt als
Schlussfolgerung ergeben? Na? NA? Wer kommt drauf? Ich geb euch einen
TIpp: Es fängt mit „Näh“ an und hört mit „Bücher“
auf. Des Rätsels Lösung siiiiiiiiiiind NÄHBÜCHER! Heute dreht
sich alles um Nähbücher.

Ist
das nicht eine großartige Kombination meiner Hobbies? Ich bin ganz
begeistert von mir selbst. Dass ich darauf nicht früher gekommen
bin! Irgendwie ist es ja logisch, oder? Ein Bücherfreak wie ich
besitzt natürlich auch Bücher zum Nähen. Gebt zu, dass überrascht
euch jetzt kein bisschen. Dafür zeige ich euch heute mal, was mich
so auf meinen Nähwegen abgesehen von gefühlten tausend
Burda-Zeitschriften begleitet! Nichts ist schöner als ein Buch~

Ich
hab die verschiedensten Nähbücher hier im Regal stehen, das geht
von Stoffresten über kleine genähte Helfer für die Ordnung oder
Rock-Nähbücher zu den richtig dicken Brocken!

Mein
aaaaaaallererstes Nähbuch war die „Große Nähschule“ von Burda.
Man sieht es ihr auch an, dass sie mich jetzt seit exakt zehn Jahren
begleitet. Mit schicker Ringbindung… das macht sich doch immer gut
im Regal. Nicht. Aber sie hat mir doch schon ab und an geholfen.
Allerdings erinnere ich mich noch dran, wie ich meinen allerersten
Faltenrock genäht habe. Ich saß vor dem Buch und hat sicherlich zig
Fragezeichen über dem Kopf schweben. Denn: Ich habe rein GAR NICHTS
verstanden. Der erste Faltenrock war dann auch mit viel zu wenigen,
viel zu großen Falten… ich hatte echt null Plan, was ich da
überhaupt mache! Mittlerweile mag ich Faltenröcke immer noch nicht,
aber das mit den Falten klappt trotzdem gefühlt tausend mal besser
Mein Erstnähbuch… zehn Jahre alt!
Jetzt
gestehe ich es ein: Ich habe ein Faible für Guido Maria Kretschmar.
Ja. Ich liebe Shopping Queen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als
„Geschickt eingefädelt“ auf den Markt kam! Quietschiges
Oberquietsch. 2016 war ich genau in der Zeit, in der es im Fernsehen
lief, OHNE TV und OHNE Internet und VERDAMMT traurig und ernsthaft
ein wenig verstimmt darüber. Aber es ist ja wohl klar wie
Markklößchensuppe, dass ich die Bücher passend zur Sendung
besitzen muss! Sie sind so hübsch. Und sie sehen so gut im Regal
aus. Und… Guido!
Chimiko – ein Guido-Fan. Sorry. Not sorry.

Das
erste Guido-Buch ist „Geschickt eingefädelt – Das großeNähbuch“. Der Nachfolger ist dann „Meine Nähschule“. Ich sags
euch jetzt mal, wie es ist: Ich blättere gerne in den Büchern, es
sind auch gute Tipps dabei, wie man etwas umsetzen kann – aber
bisher habe ich noch kein Schnittmuster daraus verwendet. Liegt das
daran, dass ich es nicht „verschandeln“ will? Ich kanns euch
nicht sagen. Aber sie sehen toll aus. Und Guido. Und gerade die
kleinen Nähtipps finde ich ganz toll. Die sagen mir echt zu!
Vielleicht nicht ein Nähbuch für Anfänger, sondern eher ein Tipp
für Liebhaber 😉
Aber Guidos Bücher sind auch hübsch!

So kanns aussehen.,,
Jetzt
kommen wir zu meinem persönlichen Lieblingsbuch! Wenn ich euch nur
ein Buch zum Kauf empfehlen dürfte, dann wäre es dieser Titel aus
der Edition Michael Fischer: „Kleider nähen“. Ja, klar, klingt
erstmal komplett unspektakulär, aber bei mir ist es Liebe! Ich hab
ja schon ein kleineres Buch mit dem Kleider-Zusammenbau-Prinzip
vorgestellt, aber das kommt bei weitem nicht an diesen Titel heran!
Also, auch hier man Oberteile und Unterteile und kann die nach Gusto
vermischen. Dann gibt’s noch Ärmelchen und Kragen dazu und fertig
ist der Kleid-Bausatz! Ich erinnere mich an mein erstes Kleid damit
(im Übrigen war das Princess Mars!) und wie ich vor dem
Schnittmuster stand und einfach nur noch „Hä?“ dachte. Wenn ihr
jetzt glaubt, mir war das Schnittmuster zu kompliziert, liegt ihr so
was von… falsch! Es war so einfach, für mich kompliziertes Wesen
war es ZU einfach! Mittlerweile habe auch ich kapiert, dass es
manchmal eben einfach einfach ist! Ein Kleid mit diesem Buch nähen
geht so superschnell! Und – im Gegensatz zu vielen
Burdaschnittmustern – habe ich keine Größenprobleme! Die Kleider
passen relativ schnell. Dass ich immer Angst habe, ich nähe es mir
zu eng und dann wird’s natürlich zu groß, das ist ein komplett
anderes Thema! 

Viel benutzt. Viel geliebt. Danke EMF-Verlag!
Weiter
geht’s mit „Schnittvorlagen entwerfen und abwandeln“. Ich fand
das superspannend, da mir Schnittmuster gerade obenrum nie passen. Da
bist du entweder im Schnittmuster komplett Tonne oder ein
Zahnstocher. Aber Kurven und eine schmale Taille mit großer
Oberweite gibt’s nicht. Die Oberteile passen mir nie und ich muss
immer enger und enger und enger machen. Außerdem gibt es einfach
Kostüme, dafür gibt es keine Schnittmuster. Daher: spannend,
spannend, spannend, hä?!?!?!?! Das war mein erster Gedanke beim
Öffnen des Buches. Ich habe nichts verstanden. Es war ein Buch mit
sieben Gürtelschnallen. Das war schon sehr technisch und meine erste
Reaktion war: Klapp. Zuklapp. Zur Seite leg. Ahahahahaha.
Mittlerweile habe ich mich etwas mehr damit beschäftigt und verstehe
jetzt auch die fertigen Schnittmuster besser – so ist das halt,
wenn man nie Nähen gelernt hat und einfach gar nicht nähen kann.
Rein theoretisch. Immerhin war mein Motto anfangs: Außen hui, innen
pfui. Hey, mittlerweile bin ich bei außen hui, innen… okay~ Auch
dank diesem Buch. Selbst entwickeln ist definitiv noch nicht, aber
Grundschnittmuster abändern, das kriege ich jetzt auch halbwegs hin.
Yay! Daher: Für Anfänger echt ein Brocken, kann aber Verständnis
definitiv verbessern. Am Ende gibt es sogar einen Abschnitt, der sich
mit dem Berufsziel „Designer“ beschäftigt. Ahahahaha. Ich fühle
mich da definitiv nicht angesprochen. Aber ich fühle mich echt cool,
wenn ich darin blätter und meine große Nerdbrille zurecht rücke.
Ähem.
Für Profis. Und Chimikos, die so wirken wollen
Danke, myCostumes!
Howto make myCostumes“ ist natürlich ein eher spezielles Nähbuch.
Und es beinhaltet nicht nur Nähzeug, sondern auch noch den ganzen
anderen Schmarrn, den man als Cosplayer so gebrauchen könnte:
Worbla, Perücken, Schminktipps und so weiter. Das ist natürlich
super praktisch. Aber hier und heute und in diesem Moment geht es um
das Thema Nähen. Kommt auch vor. Hier richtet man sich vor allem an
Cosplay-Anfänger… das Buch hätte es 2008 mal geben sollen, als
ich angefangen habe mit Cosplay. Grundlagen im Nähzimmer und
Stoffkunde, Schnittmuster und sogar Tipps zum Stoff bemalen. Es ist
nicht viel, aber perfekt für den Cosplay-Anfänger. Das Ganze wird
dann noch durch ein paar Projekt ergänzt, z.B. eine Schuluniform.
Leute! Nach Jahren hatte ich hier meine Faltenrock-Erkenntnis! Ich
Faltenrock-Noob. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, frage ich mich,
ob ich das noch hinkriegen würde oder auch schon nicht mehr…
DAS Buch für Cosplay-Anfänger!
Weg
von Faltenröcken hin zu „Statementröcke nähen“. Ein kleines
Buch, das mich irgendwie nicht so flashen konnte. Die Röcke sind
zwar vom Schnittmuster ganz nett, aber mich schrecken sie ab, denn
sie sind echt nicht schön. Sorry. Aber das ist überhaupt nicht mein
Style und mir gefällt praktisch kein Rock in diesem Buch. Mein
Statement zu den Statementröcken: Lieber nicht kaufen. Da hat man
von anderen Büchern echt mehr!
Statement? Kein Statement!
So,
was hat man als Cosplayer in Massen? Natürlich Stoffreste! Und was
macht man jetzt damit? Sammeln und horten und die Wohnung tapezieren
und auslegen. Oder: Man lässt sich von „Nähen mit Stoffresten
inspirieren. Es sind ganz nette Kleinigkeiten drin, nichts sonderlich
Aufregendes. Vor allem aber sind sie für Anfänger geeignet – vom
Kissen zur Tasche oder anderen Kleinigkeiten (und auch der Profi kann
vielleicht die ein oder andere Idee weiterentwickeln). Und es ist
schön bunt. Ich mag Bunt. Guter Grund, so ein Buch zu besitzen.
Nicht. Aber es ist trotzdem schön bunt.
Lieber so als Stapel von Stoffresten!

Den
Abschluss macht heute „Selbstgenäht und aufgeräumt“ – super für
Chaosqueens (also mich) mit Stoffsucht (also mich) und einer
Nähmaschine (also mich). Hier gibt’s Vorschläge, wie man etwas
Ordnung in sein Leben (also meins) bringen kann. Auch hier, wie bei
dem Stoffreste-Buch, gibt’s einfache Projekte, die nicht zu
kompliziert sind und von denen man sich die ein oder andere Idee
abschauen kann. Manches überzeugt aber auch nicht. Dennoch, für
jeden Geschmack (und Chaosgrad) ist etwas dabei.
Kampf dem Chaos!
Das
war mein kleines Nähbuch-Special! Ich liebe Nähbücher. Ehrlich.
Ich könnte für meinen Geschmack noch mehr haben. Nähbuchpower!
Habt ihr ein Nähbuch, das ihr mir noch empfehlen könnt?

Der Herbst ist immer unsre beste Zeit…

… Goethe war einfach ein kluger Mann. Das war zwar garantiert nicht auf mein Herbst-Cosplay bezogen, aber hey… ich finde, es passt perfekt! Ich liebe die Arbeit an diesem Kostüm! Es macht so viel Spaß, es entstehen zu sehen. Und natürlich freue ich mich einfach auf das Tragen mit der Ketsu Cosplay.

Aber heute bin ich nicht hier, um literarisch über den Herbst zu philosophieren, immerhin ist draußen Frühling – es blüht und grünt! In meiner Wohnung aber herrschen die schönsten Facetten des Herbstes vor: bunte Blätter, Trauben, Sonnenblumen und andere tolle Herbstmomente! Da strahlen und leuchten die ganzen herbstlichen Farben durch die Frühlingssonne. Das sieht einfach umwerfend aus! Ich liebe den Herbst.

Nun aber zum eigentlichen Punkt dieses Blogbeitrages: dem Kostüm. Zumindest dem Teil, der schon fertig ist. Zumindest fast fertig. Okay, den Fortschritten, die ich bei diesem Kostüm gemacht habe! Zuerstmal habe ich jede Menge Blätter aus Stoff zugeschnitten. In allen möglichen Herbstfarben. Ich wollte einen Rock, der wie frisches Herbstlaub am Boden aussieht. Und ich finde, er ist toll geworden! Ich bin richtig verliebt (ja, man soll sich nicht selbst loben und so, aber wenns halt gut aussieht und gefällt!). Kleine Details, die mir hier noch fehlen sind einzelne echte Blätter (natürlich unecht echte Blätter), die noch etwas dazwischen genäht werden. Ich hoffe, das sieht dann noch besser aus.

Okay. Dazu trage ich diese gelbe Carmen-Bluse. Noch sehr unförmig, oder? Die wird durch einen braunen Gürtel/Minicorsagenähnlichen Teil in Form gebracht. Ob die Variante hier unten die endgültige Form ist, kann ich euch noch nicht sagen. Es ist mir vielleicht einen Ticken zu kurz! Dann auf alle Fälle noch zwei Trägerchen dran und dann geht der bunte Spaß los! Ich will lauter Herbstsachen annähen. Blätter, orangene Teile, Blüten und was mir so in die Hand fällt. Quietsch! Das wird herbstlich!

Dann fehlen mir nur noch Korb und Headpiece. Dazu kann ich euch aber noch nicht viel sagen – obwohl mir vielleicht genau in diesem Moment des Schreibens eine Idee kam. Doppelquietsch. Seid gespannt. Ich bin es und ich freu mich schon so sehr auf das Kostüm. Das Nähen macht schon verdammt viel Spaß.

App-tastisch – zumindest zum Teil [Cosplay]

Cosplay. Sieht am Ende toll aus, aber der Weg dahin kann
kompliziert sein. Und irgendwo präsentieren muss man das Ganze ja auch noch! Da
setzt man sich nicht nur hin, näht ein bisschen was, bastelt vielleicht noch ne
Kleinigkeit und hat dann ganz verklebte Hände von Tonnen an Haarspray auf der
Perücke. Nein, das muss auch noch bedacht werden! Es ist alles eine Frage der
Organisation.
Man (in dem Fall Chimiko) denkt nach, welche Teile man jetzt
überhaupt gestalten muss. Welche Materialien muss man kaufen? Und welche
Kostüme sind überhaupt gerade geplant?! Natürlich könnte man jetzt eine schnöde
Excel-Tabelle erstellen, aber es gibt etwas so viel Cooleres und Besseres und
Praktischeres und vor allen Dingen – man hat es dann immer dabei! Oder habt ihr
eure Exceltabellen immer zur Hand, wenn ihr gerade im Bastelladen steht? Ich
nicht. Außerdem – ich kenne mich – vergesse ich es eh immer, sie zu
aktualisieren!
Aber dafür gibt es eine äußerst nützliche App. Und als
absoluter Social-Media-Junkie habe ich mein Handy natürlich immer und jederzeit
dabei. Also war es eine äußerst logische Schlussfolgerung, das ganze über das
Smartphone zu organisieren. Logik kann ich nämlich. Klar, Wunderlist und
ähnliche fantastische Apps wären eine Möglichkeit gewesen. Aber ich benutze
hier SELBSTVERSTÄNDLICH den Cosplanner.

Der Cosplanner und ich, das ist Liebe pur. Wir haben uns
beim ersten Download verliebt und beschlossen, mein ganzes Cosplayleben
zusammen zu verbringen. Ich liebe Listen (auch wenn man das angesichts meines
Chaos‘ nicht denken sollte), ich liebe Organisation. Und ich LIEBE es zu sehen,
wie groß der Fortschritt meiner Kostüme ist.
Aber erstmal kurz was Allgemeines zu der Liebe meines
Cosplaylebens (ah, verratet das bloß nicht meiner Nähmaschine >.<): Bei
Cosplanner kann man sich einfach für jedes Kostüm eine eigene To-Do-Liste
erstellen. Besonders toll ist die Unterscheidung zwischen kaufen und machen. Da
behält man einen wunderbaren Überblick über den Stand der Dinge. Eine für mich
eher frustrierende Funktion ist die Möglichkeit anzugeben, für wie viel Geld
man nun die Materialien gekauft hat. Ui. Ist natürlich aber dennoch spannend.
Da bin ich echt zwiegespalten.

Wenn frau dann etwas gekauft hat, muss es ja vielleicht noch
gemacht werden. Ein Klick und die Liste wird darum ergänzt. Jetzt kommen wir zu
meinem Lieblingspunkt: dem Fortschritt beim Machen! Man kann wunderbar
einschätzen, wie viel noch zu tun ist. Vor einer Convention, wenn man spät dran
ist, wirkt sich das eher auf die panische Schnappatmung aus. Sollte man aber,
so wie ich momentan!, früh dran sein, löst es diese fette Zufriedenheitsgefühl
aus. Schon 62% und noch drei Monate zur Convention. Har, har, har! Verführt
aber auch dazu… nicht weiterzumachen. Ein ewiger Kreislauf!

Einziger Nachteil, den man aber auch ausgleichen kann: Wer
seine Listen exportieren will, muss für die Premiumvariante angemeldet sein.
Ich persönlich habe es halt alles händisch rüber kopiert. Daher sind auch noch
einige Charaktere ohne Bild. Irgendwann kriegen die das auch mal 😀
Aber gut. Nun ist das Cosplay fertig. Da möchte man sich
auch präsentieren, nicht wahr? Da gibt es auch eine App: Cosplay Amino. Ich
persönlich war da natürlich auch mal angemeldet, aber um ehrlich zu sein… es
ist mir zu grell, zu bunt, so dass die Kostüme nicht wirklich hervorstechen.
Und es ist zu viel gewollt auf zu kleinem Raum. Da bleibe ich lieber bei klassischen
Browser-Seiten (und die verrate ich euch in einem anderen Post!).

Cosvalley gibt es übrigens auch als App. Ihr seht, ich habe
die App nicht installiert. Hier gehe ich einfach lieber im Browser online. Auch
im Handybrowser. Warum auch immer 😀

Die Animexx-App lohnt sich für den Cosplayer eigentlich
nicht. Ich nutze sie nur für Nachrichten und zum Abholen der Karotaler.

Ich hoffe noch, dass mich irgendwann mal eine Cosplay-App
flasht, in der man seine Kostüme super präsentieren kann, aber bisher… bleibe
ich bei klassischen Internetforen J
Gibt es vielleicht noch Apps, die ich nicht kenne? Wenn ja,
wäre ich sehr neugierig darauf!

Convention Checkliste – How to survive?

Sayuri und ich haben für euch mal die wichtigsten Sachen zusammengestellt, die man für eine Convention dabei haben sollte. Das ist ganz schön viel geworden:
        
  • Essen & Trinken für die Con/das Wochenende
  • bequeme Schuhe & Kleidung (falls dein Cosplay unbequem wird oder drückt)
  • Brille, falls deine Kontaktlinsen nicht mehr sitzen
  • Handy mit Telefonnummern von Hotel & deinen Begleitern
  • Hotelreservierung/Buchungsbestätigung
  • Adresse von Hotel & Convention
  • dein CON-TICKET!!!
  • Zug-/Busfahrticket
  • Ausweis
  • genügend Bargeld – falls du doch mal shoppen willst und natürlich für Hotel, Essen & Trinken
  • Sekundenkleber – dein Cos kann sich immer in Einzelteile auflösen
  • Sicherheitsnadeln – aus dem gleichen Grund wie Sekundenkleber…
  • Nadel und Faden sowie eine Schere – falls du dich einnähen musst (alles schon passiert!)
  • Nagelfeile
  • Ersatz-Strumpfhose – falls du die Nagelfeile zu spät benutzt 😉
  • Haarnetz
  • Haarspray und/oder Sprühkleber
  • Haarnadeln & Perückenbürste
  • Taschenspiegel
  • Hautkleber (Mastix und Wimpernkleber)
  • Deo
  • MakeUp! – Am Besten du nimmst dein ganzes Bad mit, irgendwas fehlt sonst immer 😉
  • Abschminktücher
  • aber auch Taschentücher
  • Kontaktlinsenbehälter und die Kombilösung dafür
  • Medikamente jeglicher Art: z.B. Kopfschmerztabletten oder Augentropfen
  • Sonnencreme (Ich war mal im Netzmuster gebräunt… Sonnencreme lebe hoch)
  • Schuheinlagen (Gel-Pads) – du läufst dann wie auf Wölkchen
  • Zeug zum Verarzten: Blasenpflaster, aber auch Pflaster allgemein
  • Coscards/Visitenkarten

    Ganz schön viel, oder? Ich muss sagen, ich habe wirklich immer gefühlt einen halben Haushalt dabei! Trotzdem ist man nie für jede Situation gewappnet.
    Eines ist jedoch immer wichtig: Wenn ihr euch verletzt, geht zu den Helfern, lasst euch von den richtigen Sanitätern helfen (wobei ich mal die Treppe runtergestürzt bin – es war 18 Uhr an einem Samstag und der Sani nur zu mir meinte: Hol dir in einer Apotheke ne Salbe und nen Verband… man kann auch da Pech haben – zum Glück hab ich als ausgeprägter Schussel immer alles dabei ;))
    Noch wichtiger ist es zu Trinken! Niemals das Trinken vergessen! Und wenn euch schwindlig wird, dann trinkt, wenn das Cosplay zu eng ist, öffnet es. Niemals die Gesundheit aufs Spiel stellen.

Ich nähe und schneide – jetzt schon? [Cosplay]

Ich hab eine Leseflaute. Die Segel sind gesetzt, aber es
kommt absolut kein Wind auf. Kennt ihr alle, oder? Dann hatte ich eine private Flaute, aber hey, ich bin wieder da! 
Und vor einigen Wochen hatte mich ein Motivationsschub fürs Nähen erwischt: Erst hab ich nach der
elendslangen Grippe (darum auch keine Blogposts hier… zu krank zum Denken)
meine Wohnung wieder hübsch gemacht, dann dachte ich mir: Ach komm. Näh ne
Runde. Du hast viel vor dieses Jahr! Du hast Zeit, du hast keinen Kopf zum
Lesen… und gelegen bist du genug in den letzten Wochen. Also habe ich hochmotiviert
meinen Stoff für das Athene-Kleid ausgepackt. Habe genauso hochmotiviert ein
ungefähr passendes Schnittmuster gesucht. Dann wollte ich – noch immer
hochmotiviert – das Schnittmuster übertragen. Und… (hier bitte Trommelwirbel
vorstellen) bin an fehlendem Papier zum Übertragen gescheitert. Ja. Werte Damen
und Herren, werte Blogleser und –leserinnen: Ich hab habe genialerweise beim
Umzug Stoffe, Garn, Nähmaschine, Stecknadeln, Schrägband, Reißverschlüsse,
Schneiderkreide, Scheren in Massen, Gummiband und noch viel mehr Zeug
mitgenommen. Aber Kopierpapier? Pfft! Das braucht der Mensch doch nicht
wirklich. Ja, ich habe es vergessen. Und sonntags kriegt man das so schlecht,
auch wenn man Ausblick auf einen Stoffladen hat. Tja. Was macht eine Chimiko in
diesem Fall? Fröhliches Backpapierbasteln. Da ich natürlich auch nur
Backpapier-Zuschnitte habe, die etwas zu klein dafür waren, durfte ich erst mal
basteln. Aber was lange währt, wird auch bei mir irgendwann gut. Und somit
wurde aus Backpapierschnittmustern irgendwann ein komplettes Kleid. Ich bin ja
schon fast stolz auf mich. So früh vor einer Convention hatte ich noch NIE
irgendein Teil fertig. Gut. Ist auch der einfachste Teil an dem Kostüm gewesen.
Aber das Kleid ist fertig! 
Also erwarte ich Applaus und so. (PS: Und ignoriert
meinen bezaubernden Schal. Mir fehlt der richtige Stoff für den Gürtel. Also
hab ich einen meiner Schals zweckentfremdet. Einen Schal, der grausam dazu
aussieht. Aber hey, es geht ja ums Kleid, nicht wahr?) 

Dann ging es aber noch
weiter mit meiner äußerst kreativen Schaffensphase. Ich habe ja schon einen
Plan für mein Herbstcosplay (ich würde euch ein Bild zeigen, aber meine
Zeichenkünste sind auch eher mau im Moment), und dieser Plan beinhaltet einen
Rock aus vielen Stoffen in Herbstfarben. Also habe ich viele Stoffe in
Herbstfarben aus meinem Stoffstapel gesucht und fleißig einen Haufen Stoff in
Blattform gebracht. Sehr schöne Resteverwertung im Übrigens: Da sind Stoffe von
Meg aus Burst Angel, von Princess Mars, von Sailor Mars, von Rei Hinos
Schuluniform und Konata dabei. Außerdem habe ich einen alten Vorhang
zugeschnitten. Ich mag es, dass es nicht nur unterschiedliche Farben sind,
sondern auch unterschiedliche Stoffarten. Es gleicht ja auch kein Herbstblatt
dem anderen, nicht wahr? Diese Stofffetzen sollen dann irgendwann mal einen
Rock ergeben. 

Und dieser Rock darf über diesem wundervollen Petticoat in
Sonnenblumengelb liegen und schwingen und rascheln. 

Genauso wie das Herbstlaub.
Ich mag den Herbst ja wirklich. Was ist denn eure liebste Jahreszeit?

Rate, rate, was ist das? [Cosplay]

Heute gibt es kein Interview, keinen spannenden Cosplay-Progress, sondern ein kleines Ratespiel! Ich habe euch ja Anfang des Monats verraten, welche Kostüme ich so plane. Mittlerweile haben sich schon ein paar Accessoires und Zubehör angesammelt. Ich habe mir mal alles angeschaut und dachte mir dann so: Warum eigentlich nicht mal eine kleine Raterunde dazu machen? Und tada, hier ist sie schon: Chimikos Cosplay-Quiz!

Bitte stellt euch die richtige Musik vor, mich in einem Quizmasteroutfit und dazu natürlich noch eine knackige Assistentin, die die folgenden Accessoires präsentiert! Stellt euch gerne auch einen imaginären Buzzer vor und wenn ihr richtig liegt, macht es natürlich Dingdingdingdingding!

Also, bevor wir zur Präsentation durch die smexy Assistentin kommen, ein kleiner Tipp: Manche sind wirklich einfach zuzuordnen. Den Link zu dem Planungspost habe ich natürlich verlinkt. Und dann gibt es diesen einen Gegenstand, der wird echt schwer zuzuordnen sein, darum verrate ich euch noch die möglichen Kostüme. Wir haben einmal Athene, einmal Honoka in der Job Version, einmal Ginny und einmal den Herbst.

Na dann, liebe Mitspieler- und spielerinnen präsentiere ich euch hiiiiiiiiiiiiermit meine bezaubernde Assistentin, die euch die Bilder präsentieren wird!

Und, konntet ihr alles zuordnen?