Alles in Farbe – Annie Sloan [Rezension]

Titel: Alles in Farbe
Untertitel: 40 neue DIY-Ideen für Möbel, Wände, Türen, Böden & Textilien
Autor: Annie Sloan
Original: Annie Sloan Paints Everything
Aus dem Englischen: Wiebke Krabbe
Verlag: DVA
Erschienen: April 2017
ISBN: 978-3-421-04064-0
Preis: 29,95€
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Bücher ihren Titel dem Slogan auf einem Rührstab für Farbe verdanken, aber genau das ist in diesem Fall passiert.

 

Ich liebe Farbe (was man auch unweigerlich meinem Instagram-Profil entnehmen kann). Sie macht das Leben einfach herrlich bunt und richtig eingesetzt hat man einfach wunderbare Akzente. Nur hätte ich nicht gedacht, dass ein Buch über Farbe mich so langweilen könnte.

Dank dem DVA-Verlag und dem Bloggerportal durfte ich in Annie Sloans „Alles in Farbe“ reinschauen und war eigentlich voller Vorfreude. Das war vermutlich ein Fehler. Es gibt vierzig Tipps, wie man mit Farbe sein Zuhause verschönern kann. Letztlich erschien es mir nur wie ein Werbebuch für Annie Sloans eigene Farbe. Chalk Paint im Übrigen. Sicher eine schöne Idee, aber so exzessive Werbung schrägt mich dann eben doch ab.

Außerdem muss ich jetzt mal ganz offen und ehrlich sein: Ich fand viele Projekte einfach… nicht schön. Dass es nicht mein Geschmack war und dass es auch nicht in meine Wohnung passt, das ist hier eine völlig andere Sache. Ich kann auch Dinge toll finden, die eigentlich nicht meinen Geschmack treffen, ich liebe gut gemachte DIY-Sachen. Aber hier fand ich einiges einfach… nicht schön. Irgendwie hätte ich mir da von Annie Sloan mehr erwartet.

Bei Interieurbüchern muss ich normalerweise einmal das ganze Buch durchblättern und DANN lese und bestaune ich nochmal alles in Ruhe. Hier war ich relativ schnell lustlos und hatte das Bedürfnis, das Buch einfach wegzulegen. Obwohl ich noch nicht mal durchgeblättert hatte!
Tatsächlich lag es dann auch erstmal ein paar Tage, bevor ich mich noch einmal intensiver damit befasst habe. Das Ergebnis war… das gleiche. Mich sprechen die Ideen nicht an, mich nervt die intensive Eigenwerbung und so wirklich neu und außergewöhnlich fand ich die Projekte auch nicht. Zwar wirbt der Untertitel mit neuen DIY-Ideen, aber ehrlich mal: Ein Sideboard hat doch jeder schon mal umlackiert, oder? Oder einen Stuhl? Das ist ja an und für sich okay, immerhin sieht jedes Design ja ein bisschen anders aus, aber dann spreche ich nicht von neuen DIY-Ideen. Außergewöhnliche DIY-Ideen wären doch eine Möglichkeit gewesen, oder?

Ich merke, das Buch ist nicht meins – immerhin hänge ich mich schon an so Kleinigkeiten auf und insgesamt hat es mir ja auch nicht gefallen. Farbe hat normalerweise so etwas Frisches und Belebendes, doch in diesem Buch wird diese Lebendigkeit für mich nicht transportiert. Der Farbfunke sprang nicht über, die Inspiration erst recht. Schade. Ich hatte mir einfach mehr erhofft.

 


 

Annie Sloan ist Expertin für Farbe und dekorative Malerei. Mittlerweile hat sie mehr als 20 Bücher veröffentlicht, darunter auch der Klassiker „Wohnen mit den richtigen Farben“. Bekannt ist sie auch für die von ihr entwickelte Farbe Chalk Paint TM, die bei mehr 1500 Fachhändlern weltweit erworben werden kann. Annie Sloan lebt mit Mann und drei Söhnen abwechselnd in Oxford und Frankreich.

 

Annie Sloan zeigt, was man mit Farbe in der Wohnung alles machen kann. Wer jetzt nur an Wände denkt, liegt falsch: Auch Fußböden, Textilien, Lampen und vieles mehr kann mit Farbe einen völlig neuen Anstrich bekommen. Drei Kapitel beinhaltet das Buch, die viele Ideen und Tipps für den neuen Look zeigen. Schritt-für-Schritt-Anleitungen vereinfachen das Nachmachen. Das Beste: Man braucht keine Vorkenntnisse und muss nicht der nächste Picasso sein – Individualität kann so einfach sein!

 

Mein Dank geht an DVA für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Autorenvita; Inhalt

Rosaleens Fest – Anne Enright [Rezension]


Titel: Rosaleens Fest
Autor: Anne Enright
Original: The green road
Aus dem Englischen: Hans-Christian Oeser
Verlag: DVA
Erschienen: November 2015
ISBN: 978-3-421-04700-7
Preis: 19,99€
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Später, nachdem Hanna Käsetoast gemacht hatte, kam ihre Mutter in die Küche und füllte eine Wärmflasche mit Wasser aus dem großen Kessel auf dem Herd.



Anne Enright hat ein sehr intensives Buch geschrieben, aber mein Buch ist es leider nicht. Ich kam nur sehr schwer rein und die Charaktere waren zwar allesamt aus dem Leben gegriffen, aber wir kamen nicht zusammen. Es klingt ja immer so schwammig, wenn man das schreibt, aber man ist ja auch manchmal mit anderen Menschen nicht kompatibel. Man verspürt keine abgrundtiefe Abscheu oder findet den anderen komplett unnötig, aber es ist eben maximal eine höflich-distanzierte Beziehung zueinander möglich – ohne einen konkreten Grund zu nennen. Und da Bücher ja unser aller Freunde sind, geht es mir hier einfach genauso. Die Chemie zwischen uns stimmt einfach nicht. Würde ich Rosaleens Fest auf der Straße begegnen, würde ich höflich grüßen, aber nicht nachfragen, wie es Dan, Hanna, Emmet oder Constance geht. Es passt grundsätzlich alles in diesem Buch – mir persönlich hat der Schreibstil durchaus zugesagt. Nur konnte ich einfach nicht bei der Geschichte bleiben, ich habe mich andauernd selbst abgelenkt. Ihr kennt das, oder? Normalerweise passiert das ja eher beim Aufräumen (so nach Motto: Oh, ein Buch… das sollte ich wegräumen… oder vielleicht doch mal gaaaanz kurz… – es ist NIE ganz kurz, NIE!) und hier war es leider exakt das Gleiche. Ich konnte mich einfach nicht auf das Buch konzentrieren. Mich hat absolut alles abgelenkt. Und woran das lag? An den Figuren. Ich kann es drehen und wenden wie ich will, es sind immer wieder die Charaktere. Die sind nicht schlecht, wirklich nicht. Sie haben Stärken, sie haben verdammt viel Schwächen, kurz: Sie haben Charakter. Sie wirken lebendig und nicht flach. Aber irgendwann haben mich die ganzen Schwächen und das Negative gelangweilt. Und da kommt mir die Erkenntnis: Das Buch war mir zu negativ. Ich bin ja selbst so ein Mensch, der gerne mal pessimistisch unterwegs ist (Schande über mein negatives Haupt!) und in manchen Phasen des Lebens braucht man das dann halt nicht noch als Buch. Rätsel gelöst! Buch und ich kamen zur falschen Zeit zusammen – obwohl es inhaltlich wirklich endlich mal tiefgehend war, war es mir zu negativ. Ihr seht, das ist eine äußerst subjektive Meinung. Daher will ich eins sagen: Lasst euch von mir nicht abschrecken, das Buch kann euch wirklich berühren. Es ist auch erfrischend unkitschig, versprochen.
Ich finde die Sprache wirklich grandios. Anne Enright malt Bilder, aber es ist nicht zu viel, sondern genau richtig dosiert. Manches Kapitel hat zwar sein Längen, aber mich stört das eher weniger. Längere Texte bedeutet mehr zu lesen. Ich bin da ziemlich einfach gestrickt. Nur für die Sprache würde ich es mir wohl auch überlegen, das Buch noch einmal zu lesen, in einer Zeit, in der wir einfach besser harmonieren. Da verbirgt sich sicherlich noch das ein oder andere Satz-Schätzchen im Text.
Ach ja, Inhalt, den gibt es ja auch noch. Der ist gegliedert: Wir haben einmal die Zeit, in der die Kinder noch bei Rosaleen leben. Sie nabeln sich langsam ab, erschaffen sich ihre eigene Welt. Die Entwicklung ist wirklich fantastisch am Buch abzuleben. Rosaleen z.B. wird mit den Jahren immer eigener und das kann man dadurch zurückverfolgen. Und dann gibt es da noch den Teil der Rückkehr. Eher widerwillig, vielleicht auch etwas ängstlich, immerhin hat sich viel verändert und Rosaleen ist eben Rosaleen. Den Teil fand ich fesselnder, daher habe ich auch zumindest den Schluss durchgängig gelesen, ohne abbrechen zu müssen.




Ein sehr realistischer Roman rund um eine Familie, die sich erst trennt und dann langsam wieder zusammenfindet. Für mich das falsche Buch zur falschen Zeit, aber dennoch beeindruckend. Insbesondere die Sprachgewalt der Autorin beeindruckt.



Die Booker-Preisträgerin Anne Enright ist eine der größten englischsprachigen Schrifststellerinnen unserer Zeit. Geboren 1962 in Dublin, lebt sie heute in Bray, County Wicklow. Sie wurde nicht nur mit den Booker-Preis ausgezeichnet, sondern hat u.a. auch eine Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction erhalten.
Auch „Rosaleens Fest“ wurde für den Booker-Preis nominiert und hat den Irish Novel of the Year Prize erhalten.

 

Den Preis zur Mutter des Jahres hat Rosaleen nicht verdient. Statt zu geben, nimmt sie lieber und setzt ihre starke Persönlichkeit durch. Doch als sie sich entschließt, das alte Haus zu verkaufen, reist die ganze Familie an – noch einmal möchten Hanna, Constance, Dan und Emmett ein Weihnachtsfest dort feiern. Die Erinnerungen daran sind überwältigend, sowohl die glücklichen als auch die traurigen. Wird es dieses Mal ein versöhnliches Fest und ein schöner Abschied werden? Oder endet doch alles wie immer?


Mein Dank geht an Randomhouse für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Happy Living – Maria Spassov


Titel: Happy Living
Untertitel:  Die besten Zutaten für mehr Wohnglück
Autor:  Maria Spassov
Verlag: DVA
Erschienen: September 2016
ISBN:  978-3-421-04043-5
Preis: 29,99€
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Maria Spassov hat Rechtswissenschaften in Heidelberg und Chicago
studiert, bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die begeisterte
Bloggerin hat mehr als 100 Interviews mit den größten Designern unserer
Zeit geführt und ist heute als Einrichtungsberaterin und Stylistin für
Zeitschriften, Events und im TV tätig. Mit ihrem Mann und ihren drei
Kindern lebt Maria Spassov in einem idyllischen Dorf in der Nähe des
Rhodopen-Gebirges.




Perfekte Wohnungen sind nie happy, und Happy Wohnungen sind nicht perfekt. Um glücklich zu wohnen, brauchen Sie weder Trendiges zu kaufen noch auf dem Jakobsweg zu wandern oder im Himalaya nach Erleuchtung zu suchen. Es genügt, sich Zeit zum Genießen zu nehmen und sich mit Dingen zu verbinden, die Ihr Herz berühren – ob mit schönen Details, besonderen Möbelstücken oder dem ganz persönlichen Glücklich-Mach-Platz in der Wohnung. Happy Living regt an, darüber nachzudenken und liefert all die »Zutaten«, die das Happy Wohnen ausmachen. Außerdem geben exklusive Interviews mit prominenten Designern, Bloggern und Stilexperten spannende Einblicke in persönliche Einrichtungsträume. Ein Wohnbuch voller Inspiration und praxisnaher Tipps, das auf begeisternde Art und Weise deutlich macht, dass Wohnglück self-made ist!

Es gibt eine große Sehnsucht; sie verbindet uns alle von Kapstadt bis Stockholm, von Sydney bis Los Angeles; sie verbindet uns, unabhängig davon, ob wir skandinavisch, im Boho-Chic oder wie im Süden wohnen.



Ich brauche mehr Bücher von Maria Spassov. Ihr erstes Buch war schon wie eine Droge für mich – die übrigens tatsächlich erst mein großes Interesse an Interieurbüchern zur Folge hatte – und jetzt… habe ich das Buch einmal durchinhaliert. Und danach noch mal genussvoll durchgeblättert. Nur um dann inspiriert zu sein und auszumisten wie eine Irre. Diese Frau trifft bei mir einfach einen Nerv mit ihren Büchern. Schon nach dem Vorgängerbuch habe ich damals mich von unnötigen Dingen getrennt, denn Maria Spassov zeigt, dass nicht die pure Masse glücklich macht. Und ich bin zumindest eins – ein Buch-Messie.
Das Buch ist in zwei Hälften aufgeteilt: zuerst geht es um die 7 Zutaten für das Wohnglück; danach zeigt Maria Spassov verschiedene Wohnungen unter dem Titel Hometours. Zum Schluss gibt es noch einen kleinen Abschnitt mit Nützlichem – von Shops bis hin zu Flohmärkten.
Der erste Teil handelt ja von den Glückszutaten. Die einzelnen Kapitel sind mit kleinen Infotexten sowie Tipps hinterlegt und Bildunterschriften, welche die einzelnen dargestellten Räume noch etwas erklären. Und was für tolle Räume das sind! Diese findet man alle auch noch einmal in den Hometours wieder. Die Besitzer der Wohnungen haben die verschiedenen Happy-Zutaten wirklich toll umgesetzt, ob das nun Farbe, Stil-Mix oder Pflanzen sind. Es macht einfach Spaß, die Bilder anzuschauen und sich den ein oder anderen Kniff abzuschauen.
Und immer wieder wird erwähnt, dass man eben nicht zu viel besitzen sollte – Leichtigkeit in der Wohnung ist doch auch was Schönes, oder? Und da bei mir nun mal bald wieder ein Umzug ansteht, finde ich es wirklich inspirierend mal durchzublättern. Am Ende jeder Zutat wird eine Person interviewt. Diese Interviews waren sehr spannend, denn jeder hat noch mal seine Meinung zu der Zutat geäußert. Unter anderem wird übrigens auch Till Schweiger interviewt, der einzige Text, den ich nur überflogen habe. Irgendwie fand ich nämlich, dass er im Verhältnis nicht zu den anderen Persönlichkeiten gepasst hat.
Die Hometours sind auch toll. Sie führen einen von Deutschland nach Amerika über Kanada und u.a. auch nach Holland. Und es sind tolle Wohnungen, die da gezeigt werden. In die meisten würde ich sofort einziehen (nur müsste ich trotz Ausmisten immer noch ein, zwei Bücherregale aufstellen, ganz ohne Buch geht ja auch nicht, oder?). Jede hat ihren eigenen Stil, der sehr ansprechend umgesetzt wurde. Toll fand ich übrigens auch, dass kleine Zeichnungen sowie ein Steckbrief der Wohnungsbesitzer diese Touren begleiten. Dazu gibt jeder auch seinen persönlichen Happy Code an, da kann man durchaus das ein oder andere umsetzen!



Ich habe meinen persönlichen Happy Code und meine klare Linie noch nicht gefunden, aber dennoch finde ich Maria Spassov‘ Bücher einfach immer wieder inspirierend und nehme einiges daraus mit. Noch dazu die tollen Bilder, die jedes Kapitel passend untermalen… Absoluter Lesetipp!



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Feierlaune – Holly Becker & Leslie Shewring

Titel: Feierlaune.
Untertitel: Die schönsten Deko- & Food-Ideen für entspannte und fröhliche Feste.
Autor: Holly Becker & Leslie Shewring
Original: Decorate for a party. Stylish and simple ideas for meaningful gatherings
Aus dem Englischen: Wiebke Krabbe
Verlag: DVA
Erschienen: September 2016
ISBN: 978-3-421-04036-7
Preis: 29,99€
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Holly Becker hat sich als Journalistin, Stylistin und Autorin einen internationalen Namen gemacht. Sie ist die Gründerin des preisgekrönten Design- und Lifestyle-Blogs decor8 und der bekannten Online-Workshops Blogging your Way. Daneben arbeitet sie mit erfolgreichen Unternehmen wie Farrow & Ball, Merci, Canon, Oeuf, Minted, Artifact, Uprising, Pottery Barn, Pinterest und Muuto zusammen. Aufgewachsen an der Küste von South Carolina lebt Holly nun mit ihrem deutschen Mann und ihrem kleinen Sohn in Hannover. Feierlaune ist ihr viertes Buch. decor8blog.com
Leslie Shewring war als Produktdesignerin für namhafte amerikanische Unternehmen tätig. Die Autorin des Blogs A Creative Mint ist mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern erst kürzlich von Los Angeles in ihre Heimat Kanada, auf Vancouver Island, zurückgekehrt. Neben Design sind Kunst, Architektur, Fotografie und Food ihre Leidenschaft. Feierlaune ist Leslies zweites Buch. instagram.com/leslieshewring





Planen Sie ein großes Fest oder möchten Sie die Wohnung besonders liebevoll herrichten, weil Freunde auf einen Sprung vorbeikommen? In diesem Buch finden Sie jede Menge origineller und umsetzbarer Ideen für einfach jede Feier! Vom Kindergeburtstag über die vergnügliche Familienfeier und schicke Cocktailparty bis zum festlichen Abendmenü: Holly Becker und Leslie Shewring präsentieren eine bunte Palette charmanter Deko-Ideen, witziger DIY-Tipps sowie bezaubernder Vorschläge, um Speisen und Getränke einmal ganz anders zu servieren. Und das Beste: Vieles lässt sich so gut vorbereiten, dass Sie selbst ganz schnell in Feierlaune kommen und einfach entspannt genießen können.

In diesem Buch geht es um Magie.



Doch leider kam diese Magie bei mir nicht an. Ich weiß nicht, was ich mir von diesem Buch erwartet hatte, aber es konnte mich nicht fesseln. Normalerweise bin ich bei so Büchern immer gleich dabei und würde alles am Liebsten umsetzen und/oder umdekorieren. Hier habe ich jedoch nur geblättert und dachte mir so „Nett.“
Nett reicht aber nicht aus, um zu überzeugen. Und, auch wenn das jetzt negativ klingt, es waren wirklich tolle Dekotipps dabei. Gerade die Deko zu dem Motto Kunterbunt hat mir gut gefallen – die Papierblumen werde ich sicher mal auch umsetzen, groß, knallig und bunt.
Ich bin ein Mensch, der hat ein Faible dafür, für eine Party ein gewisses Motto in der Deko umzusetzen. Deshalb war ich auch so begeistert, als ich das Buch entdeckt habe und dachte mir, dass ich sicherlich tolle Inspiriationen daraus mitnehmen kann. Aber es hat mich einfach nicht geflasht. Bei einigen Ideen fand ich den Aufwand im Verhältnis dann auch tatsächlich zu viel.
Aber genug Negatives, es gibt natürlich auch tolle Dinge: Zum Einen sind die Bilder natürlich ein absoluter Hingucker. Und manchmal waren es nicht die Party-Deko-Ideen, die mich fasziniert haben, sondern der Raum, in dem dekoriert wurde. Die Bilder kann man auf alle Fälle immer wieder anschauen.
Interessant fand ich auch die Tipps, wie man aus ein- und derselben Sache unterschiedliche Dinge zaubern kann. Da kann man sich sicherlich was abschauen.
Aufgeteilt ist nach unterschiedlichen Themen – eine Aufteilung, die ich erwartet hatte, die aber gleichzeitig nicht meinen Erwartungen entsprach. Klingt kryptisch, oder? Wie es aufgeteilt ist, finde ich gut. Aber in was es aufgeteilt wurde, konnte mich nicht überzeugen. Die Bezeichnungen, wie beispielsweise das oben genannte Kunterbunt sind relativ allgemein gehalten. Als ich so darüber nachdachte, wo es bei mir hakt, was mir fehlt, war es genau das. Es war mir alles zu allgemein gehalten. Ich hätte mir etwas genauer definierte Themen gewünscht. Gut gelaunt ist doch auch kein wirkliches Motto, sondern einfach nur etwas, das doch auf jeder Party sein sollte.
Die Texte sind akzeptabel, kann man gut lesen, doch wenn einen die Mottos nicht überzeugen, kann es eben auch der beste Text einfach nicht rausreißen. Von den Food-Ideen… ist mir keine wirklich im Gedächtnis geblieben. Und um ehrlich zu sein: So viele sind auch gar nicht drin. Beim Thema Picknick eine Brezel ein bisschen dekoriert? Das ist für mich keine gute Essensidee für eine Party, das ist einfach nichts Besonderes.



Es sind die Highlights, die hier fehlen, die einen flashen und mitnehmen. Wenn alles ganz nett ist, aber nichts heraussticht, dann kann ein Buch einfach nicht überzeugen.



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Scandi Do It Yourself – Astrid Algermissen


Titel: Scandi Do It Yourself
Autor: Astrid Algermissen
Original: Original
Band: Band
Verlag: DVA
Erschienen: März 2016
ISBN: 978-3-421-04022-0
Preis: 19,99€
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Astrid Algermissens große Leidenschaft ist das kreative Gestalten. Die gelernte technische Zeichnerin bloggt seit 2012 unter CreativLIVE, wo sie regelmäßig ihre fantasievollen DIY-Ideen präsentiert, die sich großer Beliebtheit erfreuen.




Inspiriert vom skandinavischen Einrichtungsstil zeigt Bloggerin Astrid Algermissen, wie sich Alltagsgegenstände in stylishe Deko-Objekte verwandeln lassen. Alle Ideen sind 100% individuell, leicht und mit Spaß umzusetzen: Dies garantieren bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Skizzen und liebevoll gestaltete Vorlagen. Außerdem werden neue Techniken und Materialien, mit denen sich besondere Effekte erzielen lassen, z.B. Lavendeldruck oder der Umgang mit Freezerpapier, vorgestellt. Die vielfältigen Ausgangsmaterialien – Metall, Glas, Papier, Holz, Stoff/Leder, Kunststoff und Stein – sowie die fantasievolle Inszenierungen der Objekte in ihrem räumlichen Umfeld machen das Buch zu einem einzigartigen praktischen Ideenbuch.

Als ich im Sommer 2012 mit meinem Blog CreativLIVE onlinge gegangen bin, hätte ich nie gedacht, dass ich selbst mal ein Buch schreiben würde!



Wenn man dieses Buch liest, fühlt man sich zum Einen gleich von dem
wunderbaren Design angesprochen und ist zum Anderen inspiriert und
angeregt, mal wieder selbst für die Wohnung kreativ zu werden. Scandi
Design ist an sich gerade relativ angesagt und ich betrachte die Bilder
immer sehr gerne und denke mir jedes Mal: Das ist toll. Oh, das ist auch
toll! Und das ist total toll!
Bei diesem Buch hier ging es mir
ähnlich, nur dass ich mir da dachte: Boah, das könnte ich machen. Uh,
das wäre aber auch was. Oder das da! Das ist also genau das, was wichtig
an so einem Kreativ-Buch ist, oder etwa nicht? Man muss sich
angesprochen fühlen und Lust darauf kriegen, das ein oder andere
nachzumachen. Oder eben selbst aktiv zu werden, vielleicht sogar ein
paar Sachen abzuändern, anzupassen und zu verändern. Wenn ich zum
Zeitpunkt, als ich das Buch das erste Mal gelesen habe, Zeit gehabt
hätte, ich wäre vermutlich sofort aktiv geworden! Ich war echt
inspiriert. Jetzt verschiebe ich das auf den Sommer und freue mich schon
drauf, kleine Projekte umsetzen zu können, egal ob originalgetreu aus
dem Buch oder eher abgewandelt. Spaß wird es allemal bringen!
Das
Buch ist allein schon vom Design her sehr ansprechend, ich mag die klare
Farbwahl sehr gerne, die sich nicht nur auf dem Cover, sondern eben
auch im Buch durchzieht. Selbst in den Projekten finden sich überwiegend
die gleichen Farben wieder, ein Style, der mir sehr zusagt.
Vom
Aufbau her gibt es ebenfalls eine klare Gliederung nach Materialien: Ob
man mit Glas, Beton, Holz, Papier oder anderen Grundstoffen arbeiten
will, man muss nur in den entsprechenden Abschnitt vorblättern und da
findet sich sicher ein tolles Projekt. Ich persönlich fand Papier und
Stoffe natürlich sehr ansprechend, während ich Beton recht respektvoll
gegenüber stehe. Die Projekte darin fand ich klasse, aber es wäre
nichts, was ich mir zutrauen würde. Man sieht also, dass jeder hier das
Passende findet. Bei den Projekten sind auch Anleitungen dabei, die klar
bebildert sind und die man gut nachvollziehen kann. Das Material wird
aufgeführt, es gibt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, sowohl
schriftlich als auch in Bildform und dann eben noch das vollendete Werk.
Und es sieht bei Astrid Algermissen einfach auch alles so einfach und
leicht aus, dass man sich sofort rantrauen würde. Im Anhang gibt es noch
einmal die Vorlagen sowie einen Link zum Download ebendieser. Wer sich
z.B. bei grafischen Schriftzügen nicht so viel zutraut, kann sich hier
das Original einfach downloaden und direkt loslegen.





Das Buch macht Spaß und Lust auf mehr. Die Autorin bietet tolle
Vorlagen, die jedoch auch so offen sind, dass man kreativ schalten und
walten kann und seine eigene Ideen daraus entwickeln kann. Das Ganze
wird in einem tollen Design dargeboten und ist daher absolut eine
Augenweide!



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Liebe pro m² – Maria Spassov


Titel: Liebe pro m²
Autor: Maria Spassov
Verlag: DVA
Erschienen: September 2015
ISBN: 978-3-421-04008-4
Preis: 29,99€
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Autor

Maria Spassov hat Rechtswissenschaften in Heidelberg und Chicago studiert, bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die begeisterte Bloggerin hat mehr als 100 Interviews mit den größten Designern unserer Zeit geführt und ist heute als Einrichtungsberaterin und Stylistin für Zeitschriften, Events und im TV tätig. Mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen lebt Maria Spassov in einem idyllischen Dorf in der Nähe des Rhodopen-Gebirges.

Inhalt

Mit Liebe einrichten – unter diesem Motto führte die Einrichtungsexpertin und Bloggerin Maria Spassov über 100 Interviews mit den gefragtesten Designern unserer Zeit, immer auf der Suche nach den wichtigsten Zutaten für ein liebevoll und individuell gestaltetes Zuhause. Mit zahlreichen Tipps, praktischen Anleitungen und Insiderwissen verrät das Buch, wie schönes Einrichten erlernbar ist und außerdem so viel Spaß macht, dass sich jeder einzelne Quadratmeter leicht mit viel Liebe füllen lässt. Ein zugleich informativer und fröhlicher Einrichtungs-Begleiter auf dem Weg zur eigenen Traumwohnung !


Erster Satz

Ich habe das Dekorieren und das Schreiben immer geliebt.

Meine Meinung

                                             
Style: Happy Colours
                                              Inspiration: Knopf-Teppich (IKEA)
                                              Stimmungsmacher: schlichte weiße Möbel, gelber Sessel, kräftige
                                                                             Farbpalette

                                             Misson: schwarze Fließen fröhlich erstrahlen lassen

Das fasst das Buch aus meiner Sicht erstmal richtig zusammen. Und meine kleine Wohnung fasst es ebenfalls zusammen. Und genau auf die Art werden die Einrichtungen im Buch beschrieben. Ziemlich prägnant und gut zusammengefasst, oder?
Liebe pro m² besteht aus Anregungen und Inspirationen zwischen zwei Buchdeckeln. Innerhalb von kürzester Zeit bin ich schon zwei Mal alles durchgegangen und könnte es mir nochmal ansehen. Bei der Fülle an Inspiration und Ideen kann man auf Anhieb gar nicht alles aufnehmen und entdeckt bei jedem erneuten Durchblättern neue Details. Das Buch macht nicht nur Lust frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen, mich hat es persönlich auch zum Ausmisten motiviert (insbesondere in meinen überfüllten Buchregalen). Und die Quintessenz, die ich eben mitgenommen habe: lieber ausgewählte Lieblingsstücke. Es muss doch nicht immer die Qual der Wahl sein.

Das Buch ist in die verschiedenen Räume, die so eine Wohnung besitzt, aufgeteilt: Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer, Arbeitszimmer. Zu jedem Punkt gibt Maria Spassov erst ein paar nützlich Tipps, bevor sie anhand von wirklich tollen Bildern die unterschiedlichen Stilrichtungen aus den Wohnungen der verschiedensten Designer, Einrichtungsexperten und Blogger präsentiert. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei und… es inspiriert. Mein Buch ist voll von Merkzettelchen und Postits und allein, wenn ich jetzt davon schreibe, möchte ich es wieder aufblättern.
Die einzelnen Zimmer stellen also somit ein großes Ganzes dar, doch auch die kleinen Dekodetails werden von der Autorin berücksichtig. Das fängt bei Teppichen an und hört bei der richtigen Beleuchtung auf. Außerdem gibt es Shoptipps und auch Blogtipps (was für mich heißt: Folgen & Anlieben).

Es gibt nur ein winziges kleines Manko, das allerdings kaum der Rede wert ist: Jedes Zimmer wird hier mit einer Art Farbkonzept gestaltet und soll etwas Bestimmtes ausstrahlen. Doch wie es ist mit Einzimmerwohnungen? Da gerade eine Trennung von Schlafen und Wohnen farblich hervorgehoben wird, hätte ich mir gewünscht, dass hier ein paar Beispiele gezeigt werden, wie diese Räume in einem gelungen integriert werden.

Fazit

Mein Fazit ist: Es macht einfach riesigen Spaß, hier einfach nur durchzublättern und in fremde Wohnungen zu schauen. Man bekommt Lust, zu dekorieren und zu räumen und zu gestalten. Dazu inspirieren die wunderbaren Beispiele.
Und wie sieht es bei euch aus?

                                    Style: ?
                                    Inspiration: ?
                                    Stimmungsmacher: ?
                                    Mission: ?


Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Vielen Dank an den DVA-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.