Armada – Ernest Cline [Rezension]


Titel: Armada
Untertitel: Nur du kannst die Erde retten
Autor: Ernest Cline
Original: Armada
Aus dem Englischen: Sara Riffel
Verlag: Fischer Tor
Erschienen: 2017
ISBN:  978-3-596-29660-6
Preis: 14,99€
Leseprobe
 
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Ich starrte gerade aus dem Fenster des Klassenraums und träumte von Abenteuern, als ich die fliegende Untertasse entdeckte. 



Den meisten von euch sollte es mittlerweile schon aufgefallen sein:
Ich bin ein kleiner Nerd. Ich habe auch ein Faible für Games, kann sie
aber nicht spielen, da wird mir immer so schwindlig. Trotzdem
faszinieren sie mich. Als ich als sah, dass bei Fischer Tor ein neues
Buch von Ernest Cline veröffentlicht wurde und es sich unter anderem
auch um Games handelt, musste ich es haben! Praktischerweise bin ich mal
mit der deutschen Bahn gefahren und praktischerweise hatte sie
Verspätung, so dass ich jetzt stolze Besitzerin von „Armada“ bin. Das
war das einzig Positive daran – dadurch fühle ich mich dem Titel noch
mehr verbunden. Es hilft, wenn man eine gemeinsame Story hat…

Spaß
beiseite: „Armada“ war wirklich das perfekte Buch auf dieser
anstrengenden Zugfahrt. Ernest Cline hat mich ja schon bei Ready Player One total begeistert! Nachdem ich nun dieses Buch beendet hatte, hätte
ich am liebsten RP1 noch mal gelesen. Ihr seht also schon jetzt: Ich
mag das Buch. Ja, ich mag es, aber ob ich es auch liebe? Trotz unserer
gemeinsamen Geschichte habe ich keine rosarote Brille auf. Nein. Aber
warum es nicht die ganz große Liebe ist, dazu komme ich später. Fangen
wir lieber erstmal mit Zack an, Zack Lightman, Gamer, Schüler, Zack
Attack genannt und Mitglied der Top Ten im Computerspiel Armada. Ganz
ehrlich? Ich würde mich gut mit ihm verstehen. Ich mag Zack, er ist ein
super Typ. Etwas aufbrausend, ja, aber er gibt sein Bestes. Und bei
Armada ist er mit Leidenschaft bei der Sache – in dem Spiel schadet sein
Leichtsinn auch nicht! Zack ist wirklich perfekt, um in „Armada“
einzusteigen. Man kann ihn einfach gut leiden. Er ist kein Superheld, er
ist kein Loser, er ist halt einfach ein Gamer, der noch nicht so genau
weiß, was er damit anfangen soll. Aber ist das bei vielen Hobbies, in
denen man besonders gut ist, nicht immer so? Deshalb finde ich Zack
einfach gut.

Die Story selbst braucht etwas lange, bis
der Controller bereit ist und die Kanonen geladen sind. Und dann ist der
Kampf leider auch schon wieder viel zu schnell vorbei. Erst lernen wir
Zack richtig kennen, wo er arbeitet, wie es so in der Schule läuft,
seine Mutter, seine besten Freunde, die Mikes. Ich mag Zack, aber nach
einer Weile wurde ich etwas ungeduldig. Der Klappentext hatte mir Action
versprochen, anfangs war es eher eine Teenager-Gamer-Studie. Aber dann
war es so weit! Es ging richtig los, Zack wurde in die EDA einberufen –
endlich ging die Action los! Leider ging dann gegen Ende auch die Liebe
zwischen „Armada“ und mir in die Brüche. Ich fing an, an dem Buch zu
zweifeln und war einfach nicht mehr zufrieden in unserer Beziehung. Denn
das Ende war so… kurz. Zu schnell. Zu moralisch. Zu gestellt. Zu
künstlich. Zu plötzlich. Zu falsch. Zu lame. Wir hätten – trotz der
langen ersten „Datingphase“ – glücklich werden können, bis das Ende kam.
Es hat mich einfach so unzufrieden hinterlassen. Das war einfach alles
so gewollt. Ich könnte hier jetzt viele Details und Fragen schreiben,
die ich „Armada“ stellen möchte, aber das wäre etwas zu sehr
Spoileralarm! Gings noch jemandem so? Für mich war das Ende unglücklich
gewählt, gerade im Vergleich zu der langen Anlaufzeit wirkte es zu
gequetscht und irgendwie so, als würde drei Mal die Hälfte fehlen. Da
hatte Ernest Cline eine grandiose Idee, aber die wirkt für mich nicht zu
Ende gedacht. Schade eigentlich. Aber ich sag euch was: Ich mag das
Buch trotzdem. Ist halt nicht die große Liebe.

Doch
allein die vielen Nerd-Hints auf Filme und Games waren so toll – und im
Gegensatz zu dem Ende auch total durchdacht! Allein dafür lohnt es sich
schon, den Roman zu lesen. Quietsch. Das hatte total den Wow-Faktor. Und
wenn man dann noch Zacks „Soundtrack“ folgt, das gibt einfach die
richtige Stimmung!

Noch eine kleine Anmerkung: Wenn ihr
euch vielleicht gerade so denkt, na ja, die redet immer nur von Zack,
das wird ja wohl nicht der einzige Charakter im Buch gewesen sein… Nee.
Natürlich nicht! Nur wäre jeder weitere Charakter schon fast zu
spoilerartig. Aber ich mag die Charaktere. Einige hätten vielleicht
etwas mehr Tiefe kriegen können, aber nach dem langen Vorspann blieb da
einfach nicht die Zeit. Das Buch birgt echt ein unglaubliches Potenzial,
verzettelt sich aber ein bisschen. Dadurch bleibt weniger Spielraum
(ha! Gamer und so… okay, der war lahm, ich gibs ja zu!) für die Figuren.
Aber schon das, was hier angeschnitten wurde, spricht echt sehr dafür,
wie sehr Ernest Cline das durchdacht hatte. Wenn nur die Seitenanzahl
dafür gereicht hätte.



Kurzum: Super Idee, super Hints, super recherchiert, super Autor,
super Protagonist. Das Ende war dann eher meh. Die moralische Keule war
etwas zu stark, alles ging zu schnell und war für mich nicht so gut wie
der Rest des Buches.



Ernest Clines erster Roman Ready Player One wurde sofort zum Bestseller und hat mittlerweile schon den Status eines Klassiker. Eigentlich ist er jedoch auch Drehbuchautor aus Austin, Texas. Und er freut sich darüber, dass Steven Spielberg seinen Erstling verfilmen wird.

 

Zack Lightman – seines Zeichens: Nerd und Geek. Nichts mag er mehr als den Virtual-Reality-Shooter Armada. Doch das dieses Spiel mal zu seiner Wirklichkeit wird, davon hätte er nicht zu träumen gewagt. Dann passiert jedoch genau das: ein Alien-Raumschiff taucht auf und Zack wird rekrutiert. Erst Aliens, dann eine Operationsbasis auf dem Mond und ein Kampf, der das Schicksal der Erde entscheiden wird. Das ist nun Zacks Realität.


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Ready Player One – Ernest Cline

Titel: Ready Player One
Autor: Ernest Cline
Original: Ready Player One
Verlag: Blanvalet
Erschienen am:
ISBN: 
978-3-442-38030-5
Preis TB: 9,99€
Leseprobe










Autor

Ernest Cline wurde bekannt als Drehbuchautor des erfolgreichen Independent-Films Fanboys. Ready Player One ist sein Debütroman. Wie seine Romanfigur James Halliday ist auch Ernest Cline ein großer Fan der Popkultur aus den 1980ern. Er lebt mit seiner Familie im texanischen Austin und ist stolzer Eigentümer eines DeLorean, des berühmten Autos aus dem Film Zurück in die Zukunft.

Inhalt

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht meh viel zu bieten. Und so flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, doch er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem unvorhersehbaren Ende spielt…

Erster Satz

Jeder in meinem Alter erinnert sich daran, wo er war und was er gerade getan hat, als er zum ersten Mal von dem Wettbewerb hörte.

Meine Meinung

Puha, ich muss sagen, das Buch hat mich wirklich geflasht. Gegen Ende hin konnte ich es nicht aus der Hand legen (und war dummerweise am Haare färben… sagen wir es mal so: Das Buch hat mich so gefesselt, dass meine Farbe länger drauf blieb, als sie hätte müssen… ich musste einfach bis zum Ende lesen)!
Anfangs hingegen war ich irgendwie… leicht irritiert durch den Stil. Ich kann gar nicht genau sagen, was mich dabei so aus dem Takt gebracht hat: Der Stil ist an Wade als Ich-Erzähler angepasst und der ist nun mal kein Schriftsteller, sondern Teenie. Aber was auch immer es war, das mich aus dem Takt gebracht hat, hat sich relativ schnell wieder gegeben und ich war drin in der Geschichte!

Wade ist ein sympathischer Charakter. Ich mochte an ihm besonders, dass er in der OASIS, also der virtuellen Welt, die diese Zukunftswelt beherrscht, ein Anfänger ist. Er hat kein Geld und kann daher nur wenige Bereiche besuchen, so z.B. kann er seinen Schulplaneten nicht verlassen. Ich mag es, dass er somit kein überperfekter Spieler ist. Trotzdem ist seine Suche nach dem Schatz sehr plausibel beschrieben.
Auch die Charaktere, denen er begegnet, habe ich ins Herz geschlossen. Ob Art3mis, die Geschwister oder eben Aech. Insbesondere Aech war ein Charakter, der mich immer wieder (positiv) überrascht hat.
Die Gegenspieler waren vielleicht etwas einseitig gezeichnet, doch ehrlich gesagt hat das nicht sonderlich gestört. Dadurch bekamen sie etwas Sektenartiges und das wiederum hat gut gepasst.

Ich muss sagen, die Geschichte hat durchaus einige Überraschungseffekte und gerade am Ende kommt da der eine Moment, in dem es mir als Leserin genauso ging wie Wade und ich nur so dachte: Na logisch! Dass ich daran nicht gedacht habe!
Dieses Detail, das ich natürlich nicht weiter ausführen werde, dass ihr genauso überrascht werdt wie ich, spricht für etwas, das für mich allgemein so ist: das wirklich Durchdachte in dem Buch. Ernest Cline achtet auch auf so kleine Details und diese sind – zumindest für mich – stimmig.

Die 80er Jahre… die kommen hier doch mehr als genug vor und manchmal hatte ich das Gefühl, für das Buch ein paar Jährchen zu jung sein, weil ich einfach manchmal doch nicht wusste, was genau Halliday, der Schöpfer der OASIS, da nun so geliebt hat. Aber das macht dem Lesespaß dennoch keinen Abbruch, denn die wichtigsten Anspielungen auf die 80er Jahre versteht zumindest auch so ein 90er-Jahre-Kind wie ich!

Fazit

Ich liebe dieses Buch, es ist tatsächlich so. Es hat mich so gefesselt und überrascht, dass ich es gleich noch mal lesen könnte! Ich mag die Charaktere, die Anspielungen auf die 80er, die Details, die gesamte Idee, die Welt. Passt einfach für mich.

Bewertung

Quellen
Cover; AutorenvitaInhalt