Depression abzugeben – Uwe Hauck [Rezension]

Depression abzugeben

Für die Rezension heute lasse ich mal die übliche Form weg. Ich bin einfach zu geflasht von Depression abzugeben. Danke Uwe, dass du dieses Buch geschrieben hast und uns an deiner Geschichte teilhaben lässt. Ich empfand dich schon auf Twitter als Inspiration. Daher wollte ich Depression abzugeben auch unbedingt lesen. Es hat jetzt etwas länger gedauert, bis ich dazu kam – zuerst habe ich es in keiner Buchhandlung, in der ich war, gefunden. Dann kam das Leben dazwischen. Aber jetzt habe ich es geschafft und ich wollte es absolut nicht aus der Hand legen. Ich habe jedes Wort aufgesogen und es sind jede Menge kluge Worte darin enthalten.

Depression abzugeben
Depression abzugeben

Eigentlich schreibe ich zu persönlichen und ungewöhnlichen Büchern nicht gerne Rezensionen. Gerade wenn es mich einfach so mitgenommen hat (im positiven Sinne…). In vielen Punkten habe ich ein paar meiner Gedanken wieder erkannt und dachte nur: Ja. Genau das!

Allgemein fand ich schon immer, dass Uwe Hauck sehr kluge Worte twittert. Hier sind sie in einem Buch versammelt. Ich möchte das Buch am Liebsten direkt nochmal durchlesen und dieses Mal mit Marker und Klebezettelchen in der Hand. Andererseits… dann wäre das Buch ziemlich gelb. Zu viele Sätze, die mich bewegen und die ich einfach wunderbar finde. Nicht, dass das schlecht wäre. Ganz im Gegenteil!

Inspiration & Einblick zugleich

Für mich war das Buch nicht nur eine Inspiration, ich habe mich in einigen seiner Verhaltensmuster wiedererkannt. Es gab Momente, in denen ich einfach nur dachte: Genauso ging es mir/empfand ich auch. Das war teils erschreckend, denn nicht immer sind diese Momente schön, sondern eher bedrückend. Aber es ist wichtig, dass man als Betroffener sieht, dass man nicht allein ist. Und es ist wichtig, dass die nicht Betroffenen den Hauch von Ahnung kriegen, wie es in einem aussieht. Es ist einfach wichtig, dass dieses Thema angesprochen wird!
Es ist ein Buch, das einem die Augen öffnen kann, wenn man sich darauf einlässt. Mich hat es aber zeitgleich auch dazu inspiriert, jetzt einen neuen Weg im Umgang mit meiner Vergangenheit zu gehen. Ich hab ja schon lange darüber nachgedacht, aber dank Uwes tollen Worten habe ich mich entschlossen, das wirklich durchzuziehen. Dafür bin ich wirklich dankbar.
Eigentlich ist das ein Buch, das ich wirklich jedem ans Herzen legen möchte. Es enthält so viel Wichtiges. Es ist wunderbar geschrieben. Und es zeigt, dass eine Depression nun mal kein Beinbruch ist. Lasst euch auf das Buch ein, lest es und verbreitet es. Das Buch hat es verdient.

 

Ich verliere jetzt keine weiteren Worte, ihr müsst euch einfach selbst davon überzugen lassen. Und hier könnt ihr es kaufen: Bastei Lübbe

Los. Geht es kaufen! Hopp, hopp!

All about… Nähen und Bücher [Special]

Ich
weiß nicht, ob es euch schon aufgefallen ist, aaaaber: Ich lese
gerne. Ich nähe gerne. Okay, ich koche auch gerne und esse gerne und
schaue gerne Netflix, aber das hat nichts mit dem heutigen Thema zu
tun. Ich lese gerne. Ich nähe gerne. Was könnte das jetzt als
Schlussfolgerung ergeben? Na? NA? Wer kommt drauf? Ich geb euch einen
TIpp: Es fängt mit „Näh“ an und hört mit „Bücher“
auf. Des Rätsels Lösung siiiiiiiiiiind NÄHBÜCHER! Heute dreht
sich alles um Nähbücher.

Ist
das nicht eine großartige Kombination meiner Hobbies? Ich bin ganz
begeistert von mir selbst. Dass ich darauf nicht früher gekommen
bin! Irgendwie ist es ja logisch, oder? Ein Bücherfreak wie ich
besitzt natürlich auch Bücher zum Nähen. Gebt zu, dass überrascht
euch jetzt kein bisschen. Dafür zeige ich euch heute mal, was mich
so auf meinen Nähwegen abgesehen von gefühlten tausend
Burda-Zeitschriften begleitet! Nichts ist schöner als ein Buch~

Ich
hab die verschiedensten Nähbücher hier im Regal stehen, das geht
von Stoffresten über kleine genähte Helfer für die Ordnung oder
Rock-Nähbücher zu den richtig dicken Brocken!

Mein
aaaaaaallererstes Nähbuch war die „Große Nähschule“ von Burda.
Man sieht es ihr auch an, dass sie mich jetzt seit exakt zehn Jahren
begleitet. Mit schicker Ringbindung… das macht sich doch immer gut
im Regal. Nicht. Aber sie hat mir doch schon ab und an geholfen.
Allerdings erinnere ich mich noch dran, wie ich meinen allerersten
Faltenrock genäht habe. Ich saß vor dem Buch und hat sicherlich zig
Fragezeichen über dem Kopf schweben. Denn: Ich habe rein GAR NICHTS
verstanden. Der erste Faltenrock war dann auch mit viel zu wenigen,
viel zu großen Falten… ich hatte echt null Plan, was ich da
überhaupt mache! Mittlerweile mag ich Faltenröcke immer noch nicht,
aber das mit den Falten klappt trotzdem gefühlt tausend mal besser
Mein Erstnähbuch… zehn Jahre alt!
Jetzt
gestehe ich es ein: Ich habe ein Faible für Guido Maria Kretschmar.
Ja. Ich liebe Shopping Queen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als
„Geschickt eingefädelt“ auf den Markt kam! Quietschiges
Oberquietsch. 2016 war ich genau in der Zeit, in der es im Fernsehen
lief, OHNE TV und OHNE Internet und VERDAMMT traurig und ernsthaft
ein wenig verstimmt darüber. Aber es ist ja wohl klar wie
Markklößchensuppe, dass ich die Bücher passend zur Sendung
besitzen muss! Sie sind so hübsch. Und sie sehen so gut im Regal
aus. Und… Guido!
Chimiko – ein Guido-Fan. Sorry. Not sorry.

Das
erste Guido-Buch ist „Geschickt eingefädelt – Das großeNähbuch“. Der Nachfolger ist dann „Meine Nähschule“. Ich sags
euch jetzt mal, wie es ist: Ich blättere gerne in den Büchern, es
sind auch gute Tipps dabei, wie man etwas umsetzen kann – aber
bisher habe ich noch kein Schnittmuster daraus verwendet. Liegt das
daran, dass ich es nicht „verschandeln“ will? Ich kanns euch
nicht sagen. Aber sie sehen toll aus. Und Guido. Und gerade die
kleinen Nähtipps finde ich ganz toll. Die sagen mir echt zu!
Vielleicht nicht ein Nähbuch für Anfänger, sondern eher ein Tipp
für Liebhaber 😉
Aber Guidos Bücher sind auch hübsch!

So kanns aussehen.,,
Jetzt
kommen wir zu meinem persönlichen Lieblingsbuch! Wenn ich euch nur
ein Buch zum Kauf empfehlen dürfte, dann wäre es dieser Titel aus
der Edition Michael Fischer: „Kleider nähen“. Ja, klar, klingt
erstmal komplett unspektakulär, aber bei mir ist es Liebe! Ich hab
ja schon ein kleineres Buch mit dem Kleider-Zusammenbau-Prinzip
vorgestellt, aber das kommt bei weitem nicht an diesen Titel heran!
Also, auch hier man Oberteile und Unterteile und kann die nach Gusto
vermischen. Dann gibt’s noch Ärmelchen und Kragen dazu und fertig
ist der Kleid-Bausatz! Ich erinnere mich an mein erstes Kleid damit
(im Übrigen war das Princess Mars!) und wie ich vor dem
Schnittmuster stand und einfach nur noch „Hä?“ dachte. Wenn ihr
jetzt glaubt, mir war das Schnittmuster zu kompliziert, liegt ihr so
was von… falsch! Es war so einfach, für mich kompliziertes Wesen
war es ZU einfach! Mittlerweile habe auch ich kapiert, dass es
manchmal eben einfach einfach ist! Ein Kleid mit diesem Buch nähen
geht so superschnell! Und – im Gegensatz zu vielen
Burdaschnittmustern – habe ich keine Größenprobleme! Die Kleider
passen relativ schnell. Dass ich immer Angst habe, ich nähe es mir
zu eng und dann wird’s natürlich zu groß, das ist ein komplett
anderes Thema! 

Viel benutzt. Viel geliebt. Danke EMF-Verlag!
Weiter
geht’s mit „Schnittvorlagen entwerfen und abwandeln“. Ich fand
das superspannend, da mir Schnittmuster gerade obenrum nie passen. Da
bist du entweder im Schnittmuster komplett Tonne oder ein
Zahnstocher. Aber Kurven und eine schmale Taille mit großer
Oberweite gibt’s nicht. Die Oberteile passen mir nie und ich muss
immer enger und enger und enger machen. Außerdem gibt es einfach
Kostüme, dafür gibt es keine Schnittmuster. Daher: spannend,
spannend, spannend, hä?!?!?!?! Das war mein erster Gedanke beim
Öffnen des Buches. Ich habe nichts verstanden. Es war ein Buch mit
sieben Gürtelschnallen. Das war schon sehr technisch und meine erste
Reaktion war: Klapp. Zuklapp. Zur Seite leg. Ahahahahaha.
Mittlerweile habe ich mich etwas mehr damit beschäftigt und verstehe
jetzt auch die fertigen Schnittmuster besser – so ist das halt,
wenn man nie Nähen gelernt hat und einfach gar nicht nähen kann.
Rein theoretisch. Immerhin war mein Motto anfangs: Außen hui, innen
pfui. Hey, mittlerweile bin ich bei außen hui, innen… okay~ Auch
dank diesem Buch. Selbst entwickeln ist definitiv noch nicht, aber
Grundschnittmuster abändern, das kriege ich jetzt auch halbwegs hin.
Yay! Daher: Für Anfänger echt ein Brocken, kann aber Verständnis
definitiv verbessern. Am Ende gibt es sogar einen Abschnitt, der sich
mit dem Berufsziel „Designer“ beschäftigt. Ahahahaha. Ich fühle
mich da definitiv nicht angesprochen. Aber ich fühle mich echt cool,
wenn ich darin blätter und meine große Nerdbrille zurecht rücke.
Ähem.
Für Profis. Und Chimikos, die so wirken wollen
Danke, myCostumes!
Howto make myCostumes“ ist natürlich ein eher spezielles Nähbuch.
Und es beinhaltet nicht nur Nähzeug, sondern auch noch den ganzen
anderen Schmarrn, den man als Cosplayer so gebrauchen könnte:
Worbla, Perücken, Schminktipps und so weiter. Das ist natürlich
super praktisch. Aber hier und heute und in diesem Moment geht es um
das Thema Nähen. Kommt auch vor. Hier richtet man sich vor allem an
Cosplay-Anfänger… das Buch hätte es 2008 mal geben sollen, als
ich angefangen habe mit Cosplay. Grundlagen im Nähzimmer und
Stoffkunde, Schnittmuster und sogar Tipps zum Stoff bemalen. Es ist
nicht viel, aber perfekt für den Cosplay-Anfänger. Das Ganze wird
dann noch durch ein paar Projekt ergänzt, z.B. eine Schuluniform.
Leute! Nach Jahren hatte ich hier meine Faltenrock-Erkenntnis! Ich
Faltenrock-Noob. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, frage ich mich,
ob ich das noch hinkriegen würde oder auch schon nicht mehr…
DAS Buch für Cosplay-Anfänger!
Weg
von Faltenröcken hin zu „Statementröcke nähen“. Ein kleines
Buch, das mich irgendwie nicht so flashen konnte. Die Röcke sind
zwar vom Schnittmuster ganz nett, aber mich schrecken sie ab, denn
sie sind echt nicht schön. Sorry. Aber das ist überhaupt nicht mein
Style und mir gefällt praktisch kein Rock in diesem Buch. Mein
Statement zu den Statementröcken: Lieber nicht kaufen. Da hat man
von anderen Büchern echt mehr!
Statement? Kein Statement!
So,
was hat man als Cosplayer in Massen? Natürlich Stoffreste! Und was
macht man jetzt damit? Sammeln und horten und die Wohnung tapezieren
und auslegen. Oder: Man lässt sich von „Nähen mit Stoffresten
inspirieren. Es sind ganz nette Kleinigkeiten drin, nichts sonderlich
Aufregendes. Vor allem aber sind sie für Anfänger geeignet – vom
Kissen zur Tasche oder anderen Kleinigkeiten (und auch der Profi kann
vielleicht die ein oder andere Idee weiterentwickeln). Und es ist
schön bunt. Ich mag Bunt. Guter Grund, so ein Buch zu besitzen.
Nicht. Aber es ist trotzdem schön bunt.
Lieber so als Stapel von Stoffresten!

Den
Abschluss macht heute „Selbstgenäht und aufgeräumt“ – super für
Chaosqueens (also mich) mit Stoffsucht (also mich) und einer
Nähmaschine (also mich). Hier gibt’s Vorschläge, wie man etwas
Ordnung in sein Leben (also meins) bringen kann. Auch hier, wie bei
dem Stoffreste-Buch, gibt’s einfache Projekte, die nicht zu
kompliziert sind und von denen man sich die ein oder andere Idee
abschauen kann. Manches überzeugt aber auch nicht. Dennoch, für
jeden Geschmack (und Chaosgrad) ist etwas dabei.
Kampf dem Chaos!
Das
war mein kleines Nähbuch-Special! Ich liebe Nähbücher. Ehrlich.
Ich könnte für meinen Geschmack noch mehr haben. Nähbuchpower!
Habt ihr ein Nähbuch, das ihr mir noch empfehlen könnt?

Alles rund ums Sachbuch!

Heute melde ich mich wieder bei euch zurück. Und zwar mit einem Blogstöckchen von der lieben Geschichtenagentin. Natürlich dreht sich hier alles um ein Thema: Sachbuch.



Mittlerweile lese ich immer mal wieder ein Sachbuch dazwischen, wenn ich auch praktisch nicht darüber blogge. Trotzdem finde ich Sachbücher wunderbar. Jetzt hoffe ich nur noch, dass ich jede Frage auch beantworten kann – so viel Sachbuch lese ich dann doch nicht. Aber ich gebe mein Bestes! Los geht’s:

Was macht ein gutes Sachbuch oder einen guten Ratgeber aus?
– Sachlichkeit und keine emotionale Wertung. 

Wie wichtig sind Dir Illustrationen?
– Illustrationen sind etwas, das ich sehr bewundere. Ein guter Illustrator kann jedem Buch noch ein kleines Krönchen aufsetzen! Gerade in einem Sachbuch kann eine tolle Illustration nicht nur den Text auflockern, sondern auch noch verdeutlichen, was das Buch ausdrücken will.
eBook oder Buch? Leihen oder kaufen? Online-Shop oder Buchhandlung?
– Der Reihe nach: Buch. Kaufen. Buchhandlung. 
Ein Sachbuch-Autor, von dem Du alles liest?
– Hm. Zählt Guido Maria Kretschmar dazu? 😀 Bisher habe ich da noch keinen Autor, von dem ich das behaupten würde. Aber seine Bücher habe ich tatsächlich alle 😉 Natürlich auch die Nähbücher. PS: Kleiner Spoiler, dazu gibts irgendwann mal ein Cosplay-Special!
Hast Du einen Lieblingsverlag für Sachbücher oder Ratgeber?
– Nein. So erfahren bin ich noch nicht. Daher nehme ich gerne sämtliche Tipps entgegen, welche Verlage da ein Dauermuss sind!
Was war das schrägste Thema, über das Du ein Buch gelesen hast?
– Schwierig. Bisher noch nichts wirklich Schräges. Ich stelle fest, so etwas fehlt mir in meiner Liste! Ich brauch sofort ein schräges Buch!
Ein Buch, aus dem Du viel für deinen Alltag gelernt hast?
– Das Anti-Allergie-Buch. Für mich ein spannendes Thema und ich habe einiges erfahren, was ich vorher nicht wusste. Seitdem sehe ich meine Allergien noch einmal in einem anderen Licht (und mit neuen Hoffnungen!)
Hat ein Sachbuch schon einmal Dein Verhalten, Deine Sicht auf die Welt oder sogar Dein Leben verändert?
– Leider nicht. Aber ich denke, es gibt genug Bücher, die das Potenzial dazu haben!
Welches Sachbuch ist aus Deiner Sicht von so hoher literarischer Qualität, dass es Teil eines Literaturkanons sein sollte?
– So was gibt es? Ich sollte noch tiefer in die Welt des Sachbuches eintauchen!
Register und Literaturverzeichnis – nützlich, Quelle für weitere Inspiration oder ungenutztes Anhängsel?
– Manchmal so, manchmal so. Es gibt wirklich tolle Register, aber manche sind auch einfach lächerlich. 
Joker-Frage: Du darfst eine Frage streichen und Dir selbst eine neue stellen. Oder eine Frage ergänzen und beantworten, die Du vermisst.
Zum Abschluss bitte noch, wenn möglich, je eine Buchempfehlung:

Kindersachbuch – Kochbuch – Natur/Garten/Tiere – Lebenshilfe/Gesundheit – Naturwissenschaft/Technik –Kunst/Fotografie – Philosophie/Spiritualität – Psychologie – Geschichte/Biographie – Zeitgeschehen/Politik – Lexikon.

Uff. Der Teil wird der Schwerste… Sorry… das werde ich nicht alles ausfüllen können (obwohl ich Buchhändlerin bin, war Sachbuch bei uns sehr begrenzt :P)
Kindersachbuch: Da fragt besser Buchkind. Nicht mich. Der Punkt, von dem ich am Wenigsten weiß! mir ist diese Rezension von Dagmar besonders in Erinnerung geblieben.
Kochbuch: Yes! Schon besser! Juhu! Nur… welches nenne ich euch jetzt? Ich LIEBE Kochbücher! Ich möchte gerne alle Kochbücher der Welt besitzen ♥ Es gibt viele tolle Bücher. Aktuell mag ich aber ein Backbuch besonders gerne, Lomelinos Kuchen, Tartes & Pies aus dem AT-Verlag!
Natur/Garten/Tiere: Latein für Gärtner aus dem Dumont-Verlag ist nicht das klassische Buch, aber wundervoll!
Lebenshilfe/Gesundheit: Die Organuhr aus dem Mankau-Verlag finde ich schon sehr interessant. Da ist einiges dabei, das auf mich zutrifft! Sehr faszinierendes Thema.
Naturwissenschaft/Technik: Öhm… ÖHM… Sorry. Keinen Plan. Das ist überhaupt nicht mein Thema.
Kunst/Fotografie: Das ist wieder ein gemeines Thema. Da gibt es viele, also, spontan sag ich mal Photographie des 20. Jahrhunderts aus dem Taschenverlag.
Philosophie/Spiritualität: Die Philosophie bei Star Trek von Wiley 😉
Psychologie: Auch so ein spannendes Thema! Ich nehme mal Die psychologische Hintertreppe aus dem Herder-Verlag.
Geschichte/Biographie: Ich liebe so Bücher! Was mir jetzt als Erstes einfällt ist die Biographie von Astrid Lindgren bei DVA ♥
Zeitgeschehen/Politik: Generation Mauer erschienen bei Klett-Cotta
Lexikon: Ähem. Hm… Ich mag die kleinen Lexika bei Reclam, die unterschiedlichen, die es da so gibt 🙂

Ich stelle fest… ich brauche noch mehr Sachbuch-Wissen 😀 Wo ist der nächste Buchladen? 

[Rezension] Von Mr. Holmes zu Sherlock – Mattias Boström


Titel: Von Mr. Holmes zu Sherlock
Autor: Mattias Boström
Original: Fran Holmes till Sherlock
Aus dem Schwedischen: Susanne Dahmann & Hanna Granz
Verlag: btb
Erschienen: Januar 2016
ISBN: 978-3-442-71336-3
Preis: 14,99€
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Mattias Boström, Jahrgang 1971, ist einer der führenden Sherlock-Holmes-Experten weltweit. Er ist Mitglied der prestigeträchtigen Gesellschaft „Baker Street Irregulars“, welche ihn für seine Schriften über die Arbeit von Sir Arthur Conan Doyle auszeichnete. Für „Von Mr. Holmes zu Sherlock“ erhielt er außerdem den Schwedischen Krimipreis für das beste Sachbuch. Bei Twitter, Facebook und in seinem Blog www.mattiasbostrom.se informiert er seine Follower regelmäßig über aktuelle Projekte. Er lebt mit seiner Frau und einer Tochter in der Nähe von Stockholm.





Auch mehr als 125 Jahre nach seinem ersten Fall erfindet sich Sherlock Holmes immer wieder neu: Benedict Cumberbatch interpretiert den genialen Meisterdetektiv moderner und persönlicher denn je, Regisseur Guy Ritchie inszeniert ihn als humorvoll-amüsanten Gentleman und Herr-der-Ringe-Star Ian McKellen wagt sich an eine Version des pensionierten Holmes. Aber woher rührt der weltweite Mega-Erfolg des unkonventionellen Privatermittlers? Was fesselt Generationen von Lesern, Hörern und Zuschauern an den Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle? Und wer ist das reale Vorbild für die vielleicht größte literarische Figur aller Zeiten? Der schwedische Sherlock-Holmes-Experte Mattias Boström begibt sich in diesem aufwändig recherchierten Buch auf Spurensuche, um das Erfolgsgeheimnis des Mannes aufzudecken.

Alles begann in einem Zug.



Mattias Boström behandelt in seinem Buch eine Rezeptionsgeschichte der Figur Sherlock Holmes und geht noch darüber hinaus. Hier geht es nicht nur um den wohl berühmtesten Detektiv aller Zeiten, sondern auch um die Menschen, die dahinter standen, angefangen natürlich mit dem Schöpfer dieses Mythos‘: Sir Arthur Conan Doyle. Doch auch viele andere kommen hier zu „Wort“ und man entdeckt in diesem Buch erstmals, wie viel eigentlich in Sherlock Holmes steckt.
Ganz grob ist Von Mr. Holmes zu Sherlock in drei große Abschnitte unterteilt. Der Erste beschäftigt sich, logischerweise, mit der Zeit, in der Arthur Conan Doyle lebte. Danach beschäftigt sich Mattias Boström mit der Zeit, in der seine Söhne das Erbe verwalten. Der letzte Part ist dann der Teil, in dem der Autor auch die persönlichen Erfahrungen mit Sherlock Holmes einfließen lässt. Zudem sind beide Söhne Doyles tot und nur noch seine Tochter Dame Jean ist am Leben. Das Erbe wird hier von Gesellschaften verwaltet.
Alles in allem ist es eine Fülle an Informationen, die sich einem auf den guten 550 Seiten versammeln. Und eine Fülle an Personen! Es ist unglaublich, wie viele Menschen an diesem Mythos beteiligt sind. Letztlich stammt ein Großteil der typischen Attribute des Detektivs nicht unbedingt von seinem eigentlichen Schöpfer. Nach diesem Buch habe ich das Gefühl, das fast jeder Schauspieler und Illustrator und Drehbuchautor und Regisseur seinen eigenen Teil dazu beigetragen hat. Nur so konnte Holmes werden, was er letztlich in den Augen der Menschen ist.
Ich kann nicht sagen, welchen Teil ich den Interessantesten fand. Denn eigentlich war jeder für sich sehr spannend. Natürlich ist das Verhältnis von Doyle zu Holmes immer noch das, was am Meisten fasziniert, denn es blieb bis zum Ende ein zwiegespaltenes Verhältnis.
Aber es ist auch faszinierend zu sehen, wie viele Interpretationen es gibt, angefangen mit Kopien, Pastiches, verschiedene Illustrationen, Filme und jetzt natürlich auch noch Serien. Mattias Boström beleuchtet diesen Aspekt ebenfalls sehr ausführlich.




Für Fans von Sherlock Holmes ist dieses Buch definitiv ein Muss. Ich habe das Gefühl, ich werde das Buch definitiv noch einmal lesen, denn nach nur einem Durchgang kann man sich nicht diese unglaubliche Tiefe und Detailfülle einprägen.



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Poste deine Darmspiegelung – Peter Wittkamp


Titel: Poste deine Darmspiegelung
Autor: Peter Wittkamp
Verlag: Knaur
Erschienen: Oktober 2015
ISBN: 978-3-426-78777-9
Preis: 9,99€
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Peter Wittkamp ist 33, geboren in Asbach bei Bonn und lebt als freier Kreativer in Berlin. Er studierte Soziologie und arbeitete als Marktforscher bei Universal Music, später bei einer Social Media-Agentur. Seit 2013 ist er selbstständiger Berater für Online-Kommunikation. Sein erstes Buch „Die fünf schlechtesten Antworten auf „Ich liebe dich!““ fand die Bravo „Hot“.





Narzissten, Egozentriker und digitale Selbstdarsteller: Facebook, Twitter und Instagram könnten so schön sein, wären da nicht die selbstverliebten Nervensägen unterwegs, die sich mit Selfie-Stangen vor jedem Sonnenuntergang fotografieren, das Ultraschallbild des ungeborenen Babys posten und das Netz mit Herzchen und Emojis verstopfen. Peter Wittkamp kennt alle digitalen Ungepflogenheiten und spießt die schlimmsten Auswüchse auf. Seine Ratgeberparodie ist ein großer Spaß für alle, die die sozialen Medien lieben und die sich nicht anders zu helfen wissen, als über die digitalen Selbstdarsteller zu lachen.






Die meisten Experten sind sich einig: Das Internet wird uns wahrscheinlich noch ein paar Jahre erhalten bleiben.






Amüsant, leicht, liest sich einfach nur weg. Und das alles gewürzt mit einer ordentlichen Portion Ironie. Aktuell komme ich zeitlich einfach nicht richtig zum Lesen und komme auch einfach nicht in die Bücher rein, die ich anfange. Ich denke, dass jeder solche Momente kennt, oder? Bei mir war es so, dass ich dann die Leseprobe von diesem Buch gelesen habe und wusste, dass will ich weiterlesen. Und kaum hatte ich es in meinen Händen, war ich praktisch auch schon wieder durch.
Trotz seiner 42 Lektionen ist das Buch nicht unbedingt das mit der größten Seitenanzahl, aber dafür geht es auf den 176 Seiten umso amüsanter zu. Autor Peter Wittkamp beschreibt wirklich fantastisch und ironisch den perfekten Internetnutzer – oder eben auch nicht. Fast schon bierernst (ich finde, es ist das perfekte Wort für den Stil) stellt er in einzelnen Lektionen die unterschiedlichen Dinge vor, die ein Internetnutzer unbedingt beachten sollte. Das fängt mit einer ausgiebigen Nutzung von Smileys an, erklärt uns, dass wir unbedingt regelmäßig das Profilbild wechseln müssen und erklärt die wunderbare Welt von Chefkoch (der einzige Ort im Internet, an dem man wirklich unzensiert posten kann!).
Manchmal kommt dann schon so ein Oh-Oh-das-mache-ich-manchmal-aber-auch-Moment auf und ich dachte mir wirklich, eigentlich sollte ich das echt mal ändern, aber letztlich… nimmt man es mit Humor.
Ich habe Poste deine Darmspiegelung in kürzester Zeit verschlungen und das Titelthema kommt natürlich als eine der wichtigsten Lektionen überhaupt am Schluss. Jedes der Kapitel ist unterschiedlich lang, da gibt es welche, die gehen über mehrere Seiten, aber auch Lektionen, die mit nur einer Seite deutlich kürzer sind, stehen den längeren in Sarkasmus und Humor nicht nach.
Was ich mir hier tatsächlich gewünscht hätte, wäre ein Inhaltsverzeichnis. Erst kommt das Vorwort, dann die erste Lektion. Und wenn man, so wie ich im Moment, das ein oder andere Kapitel noch mal lesen möchte, muss man wirklich das ganze Buch durchblättern und hoffen, dass es doch recht weit vorne war. Außerdem hätte es dem Ganzen noch mehr den Schein eines richtigen Ratgebers gegeben und wäre damit perfekt gewesen. Das ist für mich das fehlende Tüpfelchen auf dem i.





Rege Internetnutzer (so wie ich das bin) mit einer gehörigen Portion Selbstironie und Humor machen hier definitiv nichts verkehr. Das Buch ist amüsant, sarkastisch und liest sich praktisch von allein.



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Liebe pro m² – Maria Spassov


Titel: Liebe pro m²
Autor: Maria Spassov
Verlag: DVA
Erschienen: September 2015
ISBN: 978-3-421-04008-4
Preis: 29,99€
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Autor

Maria Spassov hat Rechtswissenschaften in Heidelberg und Chicago studiert, bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte. Die begeisterte Bloggerin hat mehr als 100 Interviews mit den größten Designern unserer Zeit geführt und ist heute als Einrichtungsberaterin und Stylistin für Zeitschriften, Events und im TV tätig. Mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen lebt Maria Spassov in einem idyllischen Dorf in der Nähe des Rhodopen-Gebirges.

Inhalt

Mit Liebe einrichten – unter diesem Motto führte die Einrichtungsexpertin und Bloggerin Maria Spassov über 100 Interviews mit den gefragtesten Designern unserer Zeit, immer auf der Suche nach den wichtigsten Zutaten für ein liebevoll und individuell gestaltetes Zuhause. Mit zahlreichen Tipps, praktischen Anleitungen und Insiderwissen verrät das Buch, wie schönes Einrichten erlernbar ist und außerdem so viel Spaß macht, dass sich jeder einzelne Quadratmeter leicht mit viel Liebe füllen lässt. Ein zugleich informativer und fröhlicher Einrichtungs-Begleiter auf dem Weg zur eigenen Traumwohnung !


Erster Satz

Ich habe das Dekorieren und das Schreiben immer geliebt.

Meine Meinung

                                             
Style: Happy Colours
                                              Inspiration: Knopf-Teppich (IKEA)
                                              Stimmungsmacher: schlichte weiße Möbel, gelber Sessel, kräftige
                                                                             Farbpalette

                                             Misson: schwarze Fließen fröhlich erstrahlen lassen

Das fasst das Buch aus meiner Sicht erstmal richtig zusammen. Und meine kleine Wohnung fasst es ebenfalls zusammen. Und genau auf die Art werden die Einrichtungen im Buch beschrieben. Ziemlich prägnant und gut zusammengefasst, oder?
Liebe pro m² besteht aus Anregungen und Inspirationen zwischen zwei Buchdeckeln. Innerhalb von kürzester Zeit bin ich schon zwei Mal alles durchgegangen und könnte es mir nochmal ansehen. Bei der Fülle an Inspiration und Ideen kann man auf Anhieb gar nicht alles aufnehmen und entdeckt bei jedem erneuten Durchblättern neue Details. Das Buch macht nicht nur Lust frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen, mich hat es persönlich auch zum Ausmisten motiviert (insbesondere in meinen überfüllten Buchregalen). Und die Quintessenz, die ich eben mitgenommen habe: lieber ausgewählte Lieblingsstücke. Es muss doch nicht immer die Qual der Wahl sein.

Das Buch ist in die verschiedenen Räume, die so eine Wohnung besitzt, aufgeteilt: Wohnzimmer, Esszimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer, Arbeitszimmer. Zu jedem Punkt gibt Maria Spassov erst ein paar nützlich Tipps, bevor sie anhand von wirklich tollen Bildern die unterschiedlichen Stilrichtungen aus den Wohnungen der verschiedensten Designer, Einrichtungsexperten und Blogger präsentiert. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei und… es inspiriert. Mein Buch ist voll von Merkzettelchen und Postits und allein, wenn ich jetzt davon schreibe, möchte ich es wieder aufblättern.
Die einzelnen Zimmer stellen also somit ein großes Ganzes dar, doch auch die kleinen Dekodetails werden von der Autorin berücksichtig. Das fängt bei Teppichen an und hört bei der richtigen Beleuchtung auf. Außerdem gibt es Shoptipps und auch Blogtipps (was für mich heißt: Folgen & Anlieben).

Es gibt nur ein winziges kleines Manko, das allerdings kaum der Rede wert ist: Jedes Zimmer wird hier mit einer Art Farbkonzept gestaltet und soll etwas Bestimmtes ausstrahlen. Doch wie es ist mit Einzimmerwohnungen? Da gerade eine Trennung von Schlafen und Wohnen farblich hervorgehoben wird, hätte ich mir gewünscht, dass hier ein paar Beispiele gezeigt werden, wie diese Räume in einem gelungen integriert werden.

Fazit

Mein Fazit ist: Es macht einfach riesigen Spaß, hier einfach nur durchzublättern und in fremde Wohnungen zu schauen. Man bekommt Lust, zu dekorieren und zu räumen und zu gestalten. Dazu inspirieren die wunderbaren Beispiele.
Und wie sieht es bei euch aus?

                                    Style: ?
                                    Inspiration: ?
                                    Stimmungsmacher: ?
                                    Mission: ?


Bewertung




Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

Vielen Dank an den DVA-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. 

[Rezension] Hochzeitsfieber – Froonck


Titel: Hochzeitsfieber
Autor: Froonck
Verlag: Goldmann
Erschienen: Januar 2015
ISBN: 978-3-442-17514-7
Preis: 12,99€
Leseprobe
 
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Inhalt

Froonck ist Deutschlands bekanntester und schillerndster Hochzeitsplaner. Er ist seit über 12 Jahren im Geschäft und hat wirklich alles gesehen: verrückte Locations, schrille Outfits, rauschende Feste. In diesem Buch erzählt er von den gelungensten Zeremonien, den tollsten Erlebnissen, den peinlichsten Pannen, den schönsten Momenten – und was man daraus für die eigene Traumhochzeit lernen kann. Eine unterhaltsame Mischung aus Lesebuch und praktischen Tipps.


Erster Satz

Liebe Hochzeitsinteressierte, -begeisterte und -betroffene!

Meine Meinung

Was war ich begeistert, als ich das Buch entdeckt habe und eines kann ich euch schon verraten: Ich habe es genossen. Ich gestehe hiermit, ein kleiner Froonck-Fan zu sein, ich habe seine Sendung damals geliebt und auch heute, wenn ich nicht oft dazu komme, schaue ich auch immer gerne mal in die Vier Hochzeiten und eine Traumreise rein.
Mir ist recht schnell positiv aufgefallen, dass Froonck sich einfach so liest wie er spricht. Etwas, das ich bei dieser Art von Büchern wirklich sehr schätze. Somit habe ich mich gleich recht wohl dabei gefühlt und hatte das Gefühl, dass Froonck einen wirklich direkt anspricht und einfach Froonck ist. Das hat Hendrik Heisterberg, der diesen Text aufgeschrieben hat, wirklich hervorragend gemeistert.

Dann ist da natürlich Frooncks großer Erfahrungsschatz, viele tolle Geschichten aus seiner Laufbahn, die mich wirklich beeindruckt haben. Ich bin fasziniert von Hochzeiten und war ganz am Anfang erstmal fasziniert vom Beginn der Laufbahn dieses Hochzeitsplaners. Froonck erzählt das alles so, dass es locker-flockig klingt und dabei merkt man den Geschichten an, wie viel Arbeit dahinter steckt. Jetzt habe ich noch mehr Respekt vor seiner Arbeit und dem, was er aufgebaut hat.
Es sind ganz unterschiedliche Geschichten und Charaktere, die hier erzählt werden. Jede einzelne ist auf ihre Weise amüsant, spannend, rührend usw, aber eine Gemeinsamkeit haben sie: Sie sind zu wenig und zu kurz. Ich hätte gerne mehr gelesen. Das Buch ist tatsächlich, auch wenn es definitiv ein Schmankerl ist, zu wenig. Man leckt sozusagen gerade Blut und dann ist es auch schon wieder fertig. Ich bin mir sicher, Frooncks Erfahrungsschatz bietet Stoff für viele dicke Bücher, daher finde ich es schade, dass dieses erste Buch doch verhältnismäßig kurz geraten ist.
Zwischen den – tollen – Geschichten, die in unterschiedliche Abschnitte aufgeteilt wurden, findet man auch Bilder von Froonck. Die fand ich zwar ganz gut, hätte aber auch Bilder der Locations, die beschrieben wurden, echt klasse gefunden. Oder von Hochzeitstorten, seinen Dekorationen… natürlich nicht von den Brautpaaren direkt, damit die Verbindung nicht zu leicht herzustellen ist (immerhin sind die Namen geändert und die Geschichten etwas überspitzt worden), aber Froonck macht so tolle Sachen… das ist immer wieder ein Genuss, anzusehen!

Fazit

Das Buch macht richtig Spaß und Lust auf mehr. Ich zumindest hätte gerne mehr gelesen, weil dieses Buch nur ein kleiner Appetithappen aus Frooncks reichhaltigem Hochzeitsmenü ist und höchstens reicht, den Hunger anzufachen. Mehr bitte!

Bewertung


Quellen
Cover; Inhalt

[Rezension] Fan Costuming und Cosplay zu Star Wars und Anime – Karen Heinrich


Titel: Fan Costuming und Cosplay zu Star Wars und Anime
Autor: Karen Heinrich
Verlag: Longtai
Erschienen: 2013
ISBN: 978-3-938946-23-7
Preis: 34,80€

 
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Inhalt

„Die populären Phänomene „Star Wars“ und „Anime/Manga“ haben besonders aktive und vernetzte Fans in aller Welt. Diese Fans interpretieren ihre Lieblingsfiguren durch Verkleiden – kreative Teilhabe an Medieninhalten wird so zur öffentlichkeitswirksamen Fanpraxis. In der ersten umfassenden Darstellung von Cosplay und Fan Costuming in deutscher Sprache lässt die Kulturwissenschaftlerin Karen Heinrich deutsche und amerikanische Fans zu Wort kommen. Die vergleichende Studie ordnet das Phänomen in den Kontext der Fan- und Szeneforschung ein, fragt nach den Bedingungen und Möglichkeiten der Rezeption populärer Texte und zeigt anschaulich, wie sich aus der kunstvollen Herstellung der Kostüme eine eigene Fankultur entwickelt.“

Meine Meinung

Mal etwas ganz anderes auf dem Blog. Aber es betrifft wieder meine beiden Hobbies, Cosplay und Lesen. Das Buch ist eine Dissertation von Karen Heinrich, einer Kulturwissenschaftlerin, dass sich mit der Thematik Cosplay und Costuming beschäftigt.
Ich war schon lange neugierig auf dieses Buch, Cosplay mal von einer vollkommen anderen Seite betrachtet, der wissenschaftlichen? Das hat mich wirklich interessiert.
Der Aufbau ist wirklich sehr gut gelungen, außerdem gibt es auch einige mehr als interessante Gedankengänge, die von der Autorin verfolgt werden. Ich muss sagen, dass so eine wissenschaftliche Abhandlung für Cosplay und Costuming definitiv mal an der Zeit war. Immerhin gehört der Konsum von Anime und auch anderen Sachen (hier eben Star Wars) schon lange in den wissenschaftlichen Bereich, das Fan-Dasein auch und nun endlich gibt es eben auch eine Abhandlung zu diesem Bereich. Eine gelungene Abhandlung.
Das Buch ist natürlich keine leichte Abendlektüre, aber dennoch hat die Autorin es geschafft, das Thema gut verständlich zu beschreiben. Sehr interessant waren die Ausschnitte der Interviews mit den international vertretetenen Cosplayern. Dabei waren durchaus auch einige, die ich selbst schon länger verfolge und sehr toll finde! Ihren Blick auf das Cosplay-Dasein zu lesen, war natürlich auch ein spannendes Detail.
Grundsätzlich glaube ich, dass ich dieses Buch definitiv noch einmal lesen werde, damit ich die Gesamtheit erfassen kann.

Fazit

Für Interessierte, die auch vor wissenschaftlicher Lektüre nicht zurückschrecken, definitiv empfehlenswert!

Bewertung



Quellen
Cover; Inhalt

[Rezension] Hipster. Eine Typologie – Kara Simsek


Titel: Hipster. Eine Typologie.
Autor: Kara Simsek
Original: So you think you’re a hipster?
Verlag: Schwarzkop & Schwarzkopf
Erschienen: März 2014
ISBN: 978-3-86265-351-5
Preis: 14,95€
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Autor

KARA
SIMSEK, Jahrgang 1983, ist Journalistin und hat sich auf die
Themen Musik und Kunst spezialisiert, aber ihre wahre Leidenschaft gilt
dem Schreiben über Menschen mit »seltsamen« oder »unkonventionellen«
Lebensstilen. Sie arbeitet unter anderem für die Zeitungen und Magazine
VICE, DAZED AND CONFUSED, THE SUN, METRO und THE INDEPENDENT.

Inhalt

Von Pop-up-Restaurant-Besitzern, kreativen Designern und modernen Dandys – eine Typologie des Hipsters, wie er leibt und lebt

Der
Hipster, das unbekannte Wesen. Man sieht ihn in den In-Vierteln der
Großstädte dieser Welt herumlaufen. Man erkennt ihn an seiner Verachtung
für den Mainstream, an seiner ironischen Art, Mode zu tragen, und an
seiner kreativen Ader, die ihm aber selten ein festes Gehalt einbringt.
Und doch gleicht kein Hipster dem anderen.

Kara Simsek hat sich
gründlich mit den verschiedenen Hipster-Typen beschäftigt und diese auf
witzige Weise und mit einem Schuss Ironie beschrieben. Herausgekommen
ist dabei ein Kaleidoskop urbaner Lebensarten. Ergänzt werden diese
Beschreibungen durch humoristische Illustrationen und Exkurse über
angesagte Hipster-Accessoires wie Bärte, Brillen und Tattoos.

Erster Satz

Was ist bloß mit deiner Gegend passiert?

Meine Meinung

Treffer, versenkt. Zumindest zum Großteil. Kara Simseks Beschreibungen von den Hipstern sind stellenweise echt genial! Da gibt es keine andere Worte dafür. Ich habe manchmal einfach nur gelacht.

Hipster ist das perfekte Buch, um abends nur mal ein paar Seiten zu lesen. Dachte ich. Jeder Hipster hat zwei Seiten für sich zur Verfügung, manche Hipster gehen auch über vier Seiten. Kann man doch problemlos drei, vier Hipster vor dem Schlafengehen lesen, als buchigen Gute-Nacht-Snack, oder? Pustekuchen! Nach nur drei Hipstern losreißen? Geht nicht! Nur mal eben ein, zwei kurze Hipster-Beschreibungen lesen? Guter Witz! Kara Simsek schreibt das so humorvoll, dass man sich denkt: Ach, ein Hipster, der geht doch noch. Aber nur noch einer! Einer und dann ist Schluss…. Okay, jetzt wirklich nur noch ein Hipster. Es ist schon… oh je… aber das ist dann wirklich der Letzte! Oder… nein, Chimiko, nein. Leg jetzt das Buch weg! Leeeeg jetzt das Buch weg!
Ihr seht: Bei mir hat diese Typologie vollkommen ins Schwarze getroffen! Ich liebe die Beschreibungen, denn so oft treffen sie zu. Und ihr lieben Mitblogger da draußen: Auch uns sind vier Seiten gewidmet! Wenn auch eher den Lifestyle- und Modebloggern… hart, aber herzlich, um es mal so zu sagen. Und es trifft zu.

Meine Lieblingskategorie waren übrigens die angehenden Schriftsteller. Ich habe mich schief und scheckig gelacht, denn es gibt tatsächlich so viele Möchtegern-Schreiberlinge und die werden hier einfach nur perfekt getroffen! Allgemein hatte ich jede Menge Spaß, der nur bei den Kategorien Drogendealern und Drogensüchtigen ausblieb. Keine Hipster, nicht lustig, unnötig. Ansonsten: top!

Erwähnen sollte ich auch die Zeichnungen, die die kleinen Geschichten zu den verschiedenen Hipstern verschönern. Sehr treffend, mir haben sie gefallen. Das macht ein wirklich buntes Buch aus und ich bin mir sicher, ich werde in ein paar Jahren gerne wieder reinschauen und mich an die Hipster aus dieser Zeit erinnern.

Fazit

Bunt, schräg, amüsant. Tolle Hipster-Beschreibungen, die zu oft den Nagel auf den Kopf treffen!

Bewertung

 
Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Anziehungskraft – Guido Maria Kretschmer

Titel: Anziehungskraft
Autor: Guido Maria Kretschmer
Verlag: Edel Verlag
Erschienen am: 15.10.2013
ISBN: 978-3841902399
Preis: 17,95€












Autor

Als Modedesigner hat Guido Maria Kretschmer schon unzählige Stars und Models mit Traummaßen eingekleidet. Doch das war nicht immer so. Gerade in den Anfängen seines eigenen Fashion Labels nahm er Privataufträge entgegen von Damen, die zwar gut betucht, aber ansonsten mit den gleichen Problemzänchen ausgestattet waren, wie andere Frauen auch.

Inhalt

Stil kennt keine Konfektionsgröße„, sagt Guido Maria Kretschmer, der in Anziehungskraft zehn typische Figurformen beschreibt. Jeder Figurtyp hat seine kleinen Schwächen, aber auch immer Stärken – und die gilt es zu betonen! Wie, das verrät er in diesem Buch und erzählt obendrein in bester Kretschmer-Manier von seinen Erlebnissen mit Elfen, Erdmädchen und Walküren.

Meine Meinung

Scheiße ja. Das ungefähr war mein Gedanke, als ich erfahren habe, dass dieses Buch erschienen ist. Und dann hat es doch ein halbes Jahr gedauert, bis ich es mir zugelegt habe und das bereue ich so minimal. Ich hätte es nämlich schon viel früher lesen sollen! Genau so ist es, meine Damen! Und da verteile ich in diesem Post gerne noch mehr Ausrufezeichen!

Ich gestehe es gleich mal im Voraus (und ihr ahnt es schon): Ich bin bekennender Kretschmer-Fan. Ich liebe seine Serie Shopping Queen und seine spitze Zunge. Dieser Mann hat es einfach drauf. Eigentlich schaue ich diese Serie nur wegen ihm. Na gut… ein bisschen auch aus anderen Gründen. Aber ich höre ihm gerne zu und so ging es mir in diesem Buch: Ich habe den Herrn Kretschmer gehört. Das war wirklich als hätte da ein kleiner Kretschmer auf meiner Schulter gesessen und mir das vorgelesen. Dadurch wirkt das Buch einfach authentisch, es wirkt so wie er. Es ist einfach Guido Maria Kretschmer. Scharfzüngig wie eh und je, mit kleinen humorvollen Anekdoten schmückt er seine einzelnen Anziehtypen aus. Und allein schon die Bezeichnungen für die einzelnen Figurformen sind einfach so viel schöner als dieser typische Birne… oder die Sanduhr. Jetzt mal im Ernst: Gefällt es euch nicht auch besser, Erdmädchen zu heißen? Dagegen klingt die Birnenform schon deprimierend, oder? Ich jedenfalls lese lieber so Bezeichnungen.

Unterstützt werden diese Figurformen durch die wunderschönen Zeichnungen von Guido Maria Kretschmer. Allein diese machen es schon kaufenswert. Ich glaube, ich habe fast so lange zum Lesen gebraucht wie zum Bewundern der Zeichnungen.

Das Buch in seinem Gesamtkonzept macht einfach Spaß. Es liest sich leicht und ich hatte es unglaublich schnell durch. Ich konnte es auch kaum aus der Hand legen, weil mich diese ganzen Anekdoten so in den Bann gezogen haben. Irgendwie hat man auch das Gefühl, als würde Guido Maria Kretschmer einen direkt ansprechen und in seine kleinen Geheimnisse einweiht, an seinem Leben teilhaben lässt. Klingt das jetzt pathetisch? Aber ich hatte wirklich dieses Gefühl, ich kann es nicht anders beschreiben.

Fazit

Amüsantes Buch, das einfach nur Spaß macht und von dem ich nach dem Ende eigentlich nur noch mehr will. Guido Maria Kretschmer hat schon etwas süchtig Machendes… man kriegt tatsächlich nicht genug davon.

Bewertung



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt