Armada – Ernest Cline [Rezension]


Titel: Armada
Untertitel: Nur du kannst die Erde retten
Autor: Ernest Cline
Original: Armada
Aus dem Englischen: Sara Riffel
Verlag: Fischer Tor
Erschienen: 2017
ISBN:  978-3-596-29660-6
Preis: 14,99€
Leseprobe
 
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Ich starrte gerade aus dem Fenster des Klassenraums und träumte von Abenteuern, als ich die fliegende Untertasse entdeckte. 



Den meisten von euch sollte es mittlerweile schon aufgefallen sein:
Ich bin ein kleiner Nerd. Ich habe auch ein Faible für Games, kann sie
aber nicht spielen, da wird mir immer so schwindlig. Trotzdem
faszinieren sie mich. Als ich als sah, dass bei Fischer Tor ein neues
Buch von Ernest Cline veröffentlicht wurde und es sich unter anderem
auch um Games handelt, musste ich es haben! Praktischerweise bin ich mal
mit der deutschen Bahn gefahren und praktischerweise hatte sie
Verspätung, so dass ich jetzt stolze Besitzerin von „Armada“ bin. Das
war das einzig Positive daran – dadurch fühle ich mich dem Titel noch
mehr verbunden. Es hilft, wenn man eine gemeinsame Story hat…

Spaß
beiseite: „Armada“ war wirklich das perfekte Buch auf dieser
anstrengenden Zugfahrt. Ernest Cline hat mich ja schon bei Ready Player One total begeistert! Nachdem ich nun dieses Buch beendet hatte, hätte
ich am liebsten RP1 noch mal gelesen. Ihr seht also schon jetzt: Ich
mag das Buch. Ja, ich mag es, aber ob ich es auch liebe? Trotz unserer
gemeinsamen Geschichte habe ich keine rosarote Brille auf. Nein. Aber
warum es nicht die ganz große Liebe ist, dazu komme ich später. Fangen
wir lieber erstmal mit Zack an, Zack Lightman, Gamer, Schüler, Zack
Attack genannt und Mitglied der Top Ten im Computerspiel Armada. Ganz
ehrlich? Ich würde mich gut mit ihm verstehen. Ich mag Zack, er ist ein
super Typ. Etwas aufbrausend, ja, aber er gibt sein Bestes. Und bei
Armada ist er mit Leidenschaft bei der Sache – in dem Spiel schadet sein
Leichtsinn auch nicht! Zack ist wirklich perfekt, um in „Armada“
einzusteigen. Man kann ihn einfach gut leiden. Er ist kein Superheld, er
ist kein Loser, er ist halt einfach ein Gamer, der noch nicht so genau
weiß, was er damit anfangen soll. Aber ist das bei vielen Hobbies, in
denen man besonders gut ist, nicht immer so? Deshalb finde ich Zack
einfach gut.

Die Story selbst braucht etwas lange, bis
der Controller bereit ist und die Kanonen geladen sind. Und dann ist der
Kampf leider auch schon wieder viel zu schnell vorbei. Erst lernen wir
Zack richtig kennen, wo er arbeitet, wie es so in der Schule läuft,
seine Mutter, seine besten Freunde, die Mikes. Ich mag Zack, aber nach
einer Weile wurde ich etwas ungeduldig. Der Klappentext hatte mir Action
versprochen, anfangs war es eher eine Teenager-Gamer-Studie. Aber dann
war es so weit! Es ging richtig los, Zack wurde in die EDA einberufen –
endlich ging die Action los! Leider ging dann gegen Ende auch die Liebe
zwischen „Armada“ und mir in die Brüche. Ich fing an, an dem Buch zu
zweifeln und war einfach nicht mehr zufrieden in unserer Beziehung. Denn
das Ende war so… kurz. Zu schnell. Zu moralisch. Zu gestellt. Zu
künstlich. Zu plötzlich. Zu falsch. Zu lame. Wir hätten – trotz der
langen ersten „Datingphase“ – glücklich werden können, bis das Ende kam.
Es hat mich einfach so unzufrieden hinterlassen. Das war einfach alles
so gewollt. Ich könnte hier jetzt viele Details und Fragen schreiben,
die ich „Armada“ stellen möchte, aber das wäre etwas zu sehr
Spoileralarm! Gings noch jemandem so? Für mich war das Ende unglücklich
gewählt, gerade im Vergleich zu der langen Anlaufzeit wirkte es zu
gequetscht und irgendwie so, als würde drei Mal die Hälfte fehlen. Da
hatte Ernest Cline eine grandiose Idee, aber die wirkt für mich nicht zu
Ende gedacht. Schade eigentlich. Aber ich sag euch was: Ich mag das
Buch trotzdem. Ist halt nicht die große Liebe.

Doch
allein die vielen Nerd-Hints auf Filme und Games waren so toll – und im
Gegensatz zu dem Ende auch total durchdacht! Allein dafür lohnt es sich
schon, den Roman zu lesen. Quietsch. Das hatte total den Wow-Faktor. Und
wenn man dann noch Zacks „Soundtrack“ folgt, das gibt einfach die
richtige Stimmung!

Noch eine kleine Anmerkung: Wenn ihr
euch vielleicht gerade so denkt, na ja, die redet immer nur von Zack,
das wird ja wohl nicht der einzige Charakter im Buch gewesen sein… Nee.
Natürlich nicht! Nur wäre jeder weitere Charakter schon fast zu
spoilerartig. Aber ich mag die Charaktere. Einige hätten vielleicht
etwas mehr Tiefe kriegen können, aber nach dem langen Vorspann blieb da
einfach nicht die Zeit. Das Buch birgt echt ein unglaubliches Potenzial,
verzettelt sich aber ein bisschen. Dadurch bleibt weniger Spielraum
(ha! Gamer und so… okay, der war lahm, ich gibs ja zu!) für die Figuren.
Aber schon das, was hier angeschnitten wurde, spricht echt sehr dafür,
wie sehr Ernest Cline das durchdacht hatte. Wenn nur die Seitenanzahl
dafür gereicht hätte.



Kurzum: Super Idee, super Hints, super recherchiert, super Autor,
super Protagonist. Das Ende war dann eher meh. Die moralische Keule war
etwas zu stark, alles ging zu schnell und war für mich nicht so gut wie
der Rest des Buches.



Ernest Clines erster Roman Ready Player One wurde sofort zum Bestseller und hat mittlerweile schon den Status eines Klassiker. Eigentlich ist er jedoch auch Drehbuchautor aus Austin, Texas. Und er freut sich darüber, dass Steven Spielberg seinen Erstling verfilmen wird.

 

Zack Lightman – seines Zeichens: Nerd und Geek. Nichts mag er mehr als den Virtual-Reality-Shooter Armada. Doch das dieses Spiel mal zu seiner Wirklichkeit wird, davon hätte er nicht zu träumen gewagt. Dann passiert jedoch genau das: ein Alien-Raumschiff taucht auf und Zack wird rekrutiert. Erst Aliens, dann eine Operationsbasis auf dem Mond und ein Kampf, der das Schicksal der Erde entscheiden wird. Das ist nun Zacks Realität.


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Die Atlantis-Vernichtung – A.G. Riddle


Titel: Die Atlantis-Vernichtung
Autor: A.G. Riddle
Original: The Atlantis World
Band: 3/3
Verlag: Heyne
Erschienen: Dezember 2015
ISBN: 978-3-453-53477-3
Preis: 9,99€
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A.G. Riddle wuchs in North Carolina auf. Zehn Jahre lang beschäftigte er sich damit, diverse Internetfirmen zu gründen und zu leiten, bevor er sich aus dem Geschäft zurückzog. Seitdem widmet Riddle sich seiner wahren Leidenschaft: dem Schreiben. Seine Atlantis-Trilogie ist in Amerika schon jetzt ein Phänomen. Riddle lebt in Parkland, Florida.





Die Atlantis-Seuche konnte beendet werden … Die Weltbevölkerung aber ist erheblich dezimiert … Zwei Fraktionen stehen sich gegenüber: Der mysteriöse Geheimbund Immari International, der den Ausbruch der Plage verantwortet, und die Orchid-Allianz … Die Wissenschaftlerin Kate, Nachkomme einer atlantischen Priesterin, hält sich mit ihren Mitstreitern in dem atlantischen Raumschiff auf, das tief unter dem Meeresspiegel begraben liegt … Als ihr Kontrahent Dorian Sloane, der das andere Raumschiff besetzt hat, eine klimatische Katastrophe einleitet, scheint die Dämmerung der Menschheit gekommen … Und während die Gruppe um Kate in ein gigantisches künstliches Regenwald-Biotop flieht, taucht ein neuer, mächtiger Feind auf …

In den letzten achtundvierzig Stunden hatte Dr. Mary Caldwell jede wache Sekunde damit verbracht, das vom Radioteleskop empfangene Signal zu untersuchen.



Erster Satz und man ist schon im Buch drin, ohne jegliche Vorlaufzeit. Das hat durchaus etwas, manchmal sind mir die Rückblicke in Reihen doch etwas zu lang. Jedoch habe ich hier das Gefühl gehabt, dass dieser gehetzt wirkende Einstieg mich auch durch das gesamte Buch begleitet. Eigentlich wollte ich schon wissen, wie Die Atlantis-Vernichtung endet, doch ich kam nicht auf einer Seite zur Ruhe. Es ist kein Buch, auf das ich mich richtig einlassen konnte, stattdessen habe ich gelesen, um fertig zu werden.
Zwar begegnet man mit Kate und David alten Bekannten, aber mir fehlt einfach die Möglichkeit einzutauchen. Das ist etwas, was mich an der gesamten Reihe stört: Es gibt so viele Details, technisch, wissenschaftlich, chemisch, physikalisch, aber dennoch habe ich das Gefühl, die Atlantis-Bücher bleiben allesamt sehr oberflächlich. Man kennt zwar z.B. Kates Geschichte, ihren Hintergrund, aber ihre Persönlichkeit bleibt dabei für mich flach. Hinzu kommt, dass in diesem Part sehr viel von der atlantischen Priesterin in ihr zum Vorschein kommt, was bedeutet, dass noch weniger Kate übrig bleibt.
Allgemein gibt es zwar viele Charaktere, manchmal zu viele, aber sie sind austauschbar. Der Autor A.G. Riddle hat sich hier auf das Außen, die Vernichtung, die Gefahren und die ganzen Details konzentriert, doch für mich fehlt es etwas an Charakterentwicklung.
Das klingt nun alles sehr negativ, doch das Buch ist und bleibt spannend. Was eben an Persönlichkeit und Tiefe fehlt, wird dann eben doch in diesen Details zum Teil ausgeglichen. Hier gibt es Ausflüge in die Vergangenheit, die nun auch die offenen Fragen klären, die sich in den ersten beiden Bänden ergeben haben. Zum Schluss hin ist es also eine runde Sache. Ich muss allerdings gestehen, dass man mit einem Lesen vermutlich gar nicht alle Details aufnehmen kann. Zumindest habe ich das Gefühl, dass ich bei so einer Fülle an Informationen einfach nicht alles erlesen konnte.





Die Atlantis-Vernichtung hat alles, was ein spannender Roman braucht: Geschwindigkeit, Action, Kämpfe, ruhige Momente, Raumschiffe, Rückblicke und mehr. Mir persönlich fehlen zwar besondere Charaktere, aber dennoch ist es eine lesenswerte Trilogie.



Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Rezension] Der Marsianer – Andy Weir


Titel: Der Marsianer
Autor: Andy Weir
Original: The Martian
Verlag: Heyne
Erschienen: Oktober 2014
ISBN: 978-3-453-31583-9
Preis: 14,99€
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Autor

Bereits im zarten Alter von fünfzehn war Andy Weir als Programmierer für diverse Computerfirmen tätig und arbeitet inzwischen als Softwareentwickler. In seiner Freizeit interessiert er sich für Physik, Mechanik und die Geschichte der bemannten Raumfahrt – und natürlich für das Schreiben. Mit seinem Debütroman Der Marsianer wird er als die Science-Fiction-Entdeckung des Jahres gefeiert.

Inhalt

Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes …


Erster Satz

Ich bin so was von im Arsch.

Meine Meinung

Leider geil. Obwohl… nicht leider geil, sondern einfach nur total genial! Ich bin verliebt in dieses Buch und sage gleich vorweg: Lest Der Marsianer!
Anfangs hat man nur das Tagebuch von Mark Watney und dieser Mann ist grandios. Trotz seiner Situation ist sein Stil geprägt von einer selbstironischen und durchaus humorvollen Art. Eigentlich war er mit bereits mit dem ersten Satz sympathisch und ich sage euch, das hat sich von Seite zu Seite vertieft. Es hat einfach Spaß gemacht (ironischerweise bei diesem Thema), an Marks Seite diese Einsamkeit und seinen Überlebenskampf auf dem Mars zu erleben. Ich habe das Buch verschlungen und konnte es nicht zur Seite legen, bis ich die letzten Seiten gelesen hatte.
Wer Wissenschaftsgerede erwartet, wird wohl enttäuscht werden, denn auch wenn Mark seine Überlebensstrategien ab und zu beschreibt, ist in erster Linie er selbst und seine Art im Vordergrund. Keine Technik oder drögen Wissenschaftstheorien, nur praktischer Überlebenskampf. Man muss auch seine Kreativität bewundern, denn immer wieder findet der Ingenieur-Botaniker verdammte kreative Lösungen, um sein Überleben zu sichern.
Ich bin ja nicht der Science-Fiction-Leser überhaupt und dieses Buch kann man nun jedoch auch lesen, wenn man eben nicht Genre-Fan ist. Mark als Protagonist macht es einem leicht, mit ihm mitzufiebern und atemlos oder mit offenem Mund einfach nur zu lesen. Man WILL wissen, wie es endet. Wenn ich mir vorstelle, dass dieses Buch das Debüt von Andy Weir ist… unglaublich. Einer der besten Debütromane, die ich jemals gelesen habe. Ich bin einfach hin und weg.
Ich denke, es ist auch keine Überraschung, dass auch irgendwann die NASA involviert wird und es einen Perspektivenwechsel gibt. Diese zweite Sichtweise ist natürlich auch noch mal besonders spannend und wirft ein neues Licht auf die Geschichte. Dennoch habe ich immer wieder Marks Parts entgegengefiebert.

Fazit

Was für ein Debüt! Lesen, lesen, lesen!

Bewertung


Quellen
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[Rezension] Das Atlantis-Gen – A.G. Riddle


Titel: Das Atlantis-Gen
Autor: A.G. Riddle
Original: The Atlantis Gene
Band: 1/3
Aus dem Englischen von: Marcel Häußler
Verlag: Heyne
Erschienen: Juni 2015
ISBN: 978-3-453-53475-9
Preis: 9,99€
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Autor

A.G. Riddle wuchs in North Carolina auf. Zehn Jahre lang beschäftigte er sich damit, diverse Internetfirmen zu gründen und zu leiten, bevor er sich aus dem Geschäft zurückzog. Seitdem widmet Riddle sich seiner wahren Leidenschaft: dem Schreiben. Seine Atlantis-Trilogie ist in Amerika schon jetzt ein Phänomen. Riddle lebt in Parkland, Florida.

Inhalt

Vor 70.000 Jahren stand die Menschheit vor der Auslöschung … Doch ein unerklärlicher Entwicklungssprung setzte den Homo sapiens an die Spitze der Evolution … Nach geheimen Erkenntnissen liegt der Schlüssel hierfür im Atlantis-Gen, dem Vermächtnis der atlantischen Hochkultur … Der mysteriöse Großkonzern Immari ist auf der Suche nach diesem Gen … Das Ziel: ein neuer Typus Mensch … Dafür beschwört Immari eine globale Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes herauf … Nur die Geheimorganisation Clocktower kennt diesen fatalen Plan … Als in der Antarktis ein Höhlenlabyrinth aus atlantischer Vorzeit gefunden wird, beginnt der Kampf um die Zukunft der Menschheit!

Erster Satz


Karl Selig stützte sich auf die Reling und spähte durch seinen Feldstecher auf den gewaltigen Eisberg.

Meine Meinung

Nachdem Das Atlantis-Gen für mich am Anfang etwas langsam Fahrt aufnahm, ging es gegen Ende richtig rasant zu und ich bin froh, dass der zweite Band schon recht bald erscheinen wird. Die ersten Seiten und Momente haben einfach ihre Zeit gebraucht, bis die Geschichte richtig in Gang kommen konnte, doch mit jeder Seite stieg die Spannung und irgendwann war das ein rasend schnelles Lesen: Wie geht es weiter? Uah?! Schneller lesen! Gegen Ende hatte A.G. Riddle mich komplett gepackt und ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen.
Verschiedene Stränge erzählen verschiedene Teile der Geschichte (irgendwie logisch, oder?) und fügen sich am Ende zusammen. Gegen Ende ist das Ganze richtig rasant geworden und das Universum, die Welt, die hier entstanden ist, ist einfach nur… genial fesselnd. Es fängt mit dieser Entdeckung in der Antarktis an und hört mit einem spannenden Kampf am Ende auf, nur um die Neugierde auf den nächsten Band zu wecken. Die Entdeckung ist eher noch nicht so spannend, weil man keine Ahnung von nichts hat, um es mal so zu sagen. Aber ich sage euch eins: Es wird besser, viel besser! Kate ist die Protagonistin, die uns hauptsächlich durch das Buch führt. Sie ist eine Forscherin und wird ‚ausgeraubt‘, relativ zu Beginn. Das ist sowohl für sie als auch für uns der Weg in dieses gefährliche Geschehen. Und am Ende gibt es dann so einige spannende Wendungen, von denen einige auch Kates Leben auf den Kopf stellen werden – ein Grund mehr, sich auf den nächsten Band zu freuen.
Doch nicht nur Kate begleitet uns in diesem Buch, es gibt viele weitere Charaktere, ob gut oder böse, ob lang- oder kurzlebig. Das Buch wird durch diese vielen Charakterbewegungen wirklich lebendig und gewinnt an Geschwindigkeit! Dazu gibt es eine gehörige Portion Wissenschaft und Science Fiction und heraus kam ein verdammt spannendes Buch.
Immari ist eine sehr undurchsichtig gestaltete Antagonisten-Gruppe, da gibt es doch einige Momente, die nicht vorhersehbar waren. Sehr schön fand ich, dass es hier nicht nur schwarz und weiß gibt – es ist eine Fluktuation da, es gibt keine festgelegte Struktur. Was schwarz erscheint, ist weiß und umgekehrt. Ich mochte es sehr, dass man niemandem hier so richtig trauen konnte. Sehr spannend!

Fazit

Nach einem etwas langsameren Start kam die Geschichte so richtig ins Rollen und ich habe mitgefiebert und mitgelitten und bin neugierig, was die Atlantis-Trilogie noch so bereit hält!

Bewertung


Quellen
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[Rezension] Die Quelle – Catherine Chanter


Titel: Die Quelle
Autor: Catherine Chanter
Original: The Well
Verlag: Scherz
Erschienen: Februar 2015
ISBN: 978-3-651-02195-2
Preis: 16,99€
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Autor

Catherine Chanter ist im ländlichen Südwesten Englands aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in Oxford, wo sie auch studierte. Neben ihrer Arbeit als Lehrerin und mit psychisch kranken Jugendlichen hat sie schon immer geschrieben, zum Beispiel für Radio 4, und Kurzgeschichten und Lyrik veröffentlicht, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde. Ihr erster Roman ›Die Quelle‹ wurde mit dem Lucy Cavendish Fiction Prize prämiert und erscheint weltweit in über 20 Ländern.

Inhalt

Neu anfangen, draußen auf dem Land. Doch ihr Traum wird zum Albtraum.
Der große internationale Bestseller, der mit seiner verstörenden Aktualität und atmosphärischen Kraft die Leser über alle Grenzen hinweg fesselt.

Was ist grausamer, die Natur oder die Menschen? Ruth wollte mit ihrer Familie neu anfangen, draußen im Haus an der Quelle. Doch als es im ganzen Land nicht mehr regnet, nur noch bei ihnen, wird das Paradies zum Albtraum, der das Leben eines Kindes kostet – und bald kann Ruth nicht einmal mehr sich selbst trauen.

In England regnet es nicht mehr, eine Dürre überzieht das ganze Land. Nur auf dreißig Morgen Land im Westen der Insel fällt noch Regen. Ruth und Mark, denen »die Quelle«, dieses noch fruchtbare Grundstück gehört, haben als Einzige Wasser und könnten sich glücklich schätzen. Doch das vermeintliche Paradies, in dem sie leben, wird zu ihrer ganz persönlichen Hölle.


Erster Satz

Die Quelle hat mich wieder.

Meine Meinung

Dieses Buch habe ich mit den Worten ‚Lies das mal!‘ in die Hand gedrückt bekommen. Ich hatte vorher nichts davon gehört und hatte dementsprechend auch keine Ahnung, was mich erwartet. Und es war überraschend anders, als ich es mir nach dem Klappentext vorgestellt habe.

Die Geschichte fängt schon mit einem fesselnden Satz an. Die Quelle hat mich wieder. In diesem Satz steckt schon sehr viel Tiefe und diese fünf Worte haben für mich den perfekten Auftakt gebildet. Da wollte ich doch gleich wissen, was die Protagonistin erlebt hat und warum sie die Quelle verlassen hat.
Die Autorin bildet hier ein Geflecht aus den verschiedenen Zeiten der Vergangenheit, welche Ruth, so der Name der Protagonistin, erlebt hat sowie der Gegenwart. Und so erfährt man langsam, welche… ja, teilweise würde ich es schon Tragödie nennen, welche Tragödie sie erleben musste. Es entspinnt sich ein psychologisch tiefgehender Roman, der sich tatsächlich auch auf einer religiösen Ebene entfaltet.

Doch von Anfang an: Ruth und Mark ziehen von der Stadt auf das Land, auf ein Grundstück, das die Quelle genannt wird. Das gesamte Land leidet unter einer Dürreperiode, doch auf diesem Grundstück fließt das Wasser noch und das bildet die Grundlage für alles, was nun passieren wird. Catherine Chanter hat mich beeindruckt. Alles ist so durchdacht und fügt sich so gut ineinander, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wollte einfach wissen, was passiert ist, was Ruth miterlebt hat und dabei wurde ich immer tiefer in diesen Sog gezogen, der auch die Protagonistin langsam gefangen nimmt. Und dabei steckt dann auch noch so viel Wahrheit in dieser Geschichte. Eine Notsituation für die Bevölkerung, eine scheinbare Lösung, die sie in den Bann zieht und dabei viel Hass.
Die Hintergründe dieser Not sind nicht das primär Wichtige, doch das stört bei der Lektüre absolut nicht. Hier ist eine andere Ebene einfach interessanter und das ist die psychologische. Ruths Innenleben, ihr Erleben ist das, was zählt und es ist so unglaublich faszinierend!

Fazit


Ich möchte euch jetzt wirklich nicht so viel verraten, aber eines sei gesagt: Wer Interesse an tiefgehenden Romanen hat, die eine Hintergrundbotschaft haben und ohne große Action fesseln, macht hier nichts verkehrt. Wer gerne psychologische Porträts fiktiver Figuren liest, ist hier auch nicht falsch. Ein hervorragendes Buch!


Bewertung


Quellen
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[Rezension] Open Mind. Gefährliche Gedanken – Susan Kaye Quinn

Titel: Open Minds. Gefährliche Gedanken
Autor: Susan Kaye Quinn
Band: 1
ASIN: B00IYPBLB0
Preis E-Book: 2,99€
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Autor

Susan Kaye Quinn wuchs in Kalifornien auf, wo sie schon als Schülerin Zettelchen mit Geschichten in der Klasse herumreichte. Ihre Lehrer gaben meistens vor, nichts davon mitzubekommen und beschlagnahmten ihre Arbeiten nur ein paar Mal. Sie ging einer Reihe von Ingenieursstudiengängen nach (Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau, Umwelttechnik) und arbeitete in einer Menge von Streber-Jobs, unter anderem bei GE Aircraft Engines, der NASA und NCAR. Jetzt, wo sie Bücher schreibt, steht auf ihrer Visitenkarten „Autorin und Raketenwissenschaftlerin“ und sie muss ihre Arbeiten nicht länger heimlich weiterschmuggeln. All diese Ingenieurswissenschaften sind von Nutzen, wenn man sich paranormale Fähigkeiten in futuristischen Welten ausdenkt, oder Wissenschaft mit Fantasie mischt, um einigermaßen glaubwürdige Erfindungen zu erschaffen. Nur für ihre Geschichten natürlich. Ignoriert den Kram in ihrem Keller. Susan schreibt in einem Vorort von Chicago, wo sie mit ihren drei Jungs, zwei Katzen und einem Ehemann lebt. Was, wie sich herausgestellt hat, genau so viel ist, wie sie auch handhaben kann.

Inhalt

Die sechzehnjährige Kira Moore ist eine Null, jemand, der weder Gedanken lesen noch von anderen gelesen werden kann. Nullen sind Außenseiter, denen man nicht vertrauen kann, weswegen sie auch keine Chancen bei Raf hat, einem normalen Gedankenleser und ihr bester Freund, in den sich heimlich verliebt ist. Als sie aus Versehen die Kontrolle über Rafs Verstand übernimmt und ihn dadurch beinahe umbringt, versucht Kira ihre unheimliche neue Fähigkeit vor ihrer Familie und dem zunehmende misstrauischer werdenden Raf zu verbergen. Aber sie verstrickt sich in ihren Lügen und wird immer tiefer in eine geheime Unterwelt voller Gedankenkontrollierer gezogen. Den Verstand all derer zu kontrollieren, die ihr am Herzen liegen, ist dabei nur eine von vielen gefährlichen Entscheidungen, die noch vor ihr liegen.

Erster Satz

Eine Null wie ich sollte nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren.

Meine Meinung

Gefährliche Gedanken ist definitiv ein spannender Auftakt für diese schon ziemlich vielversprechende Reihe. Insbesondere diese Vorstellung, dass die Welt nur aus Gedankenlesern besteht, dass alles dadurch geregelt ist und jeder jeden lesen kann, ist für mich zwar eigentlich beängstigend, aber gleichzeitig lese ich so etwas wiederum einfach gerne. Noch dazu kommt dann Kiras Fähigkeit der Gedankenkontrolle, die sich erst im Laufe des Buches richtig zeigt. In dieser Welt steckt noch unglaublich viel Potenzial, denn weder das Gedankenlesen noch das Mindjacking, also die Kontrolle, sind so einfach, wie es den Anschein hat. Es gibt viele unterschiedliche Schichten und Fähigkeiten. Doch eines ist einfach: Eine Null ist jemand, der einfach nichts kann, der wie ein Stück blankes Papier ist… also… ihr und ich im Prinzip. Stellt euch das mal vor: Bei uns ist Kommunikation normal, in Kiras Welt wären wir taub und stumm zugleich und einfach abgeschlossen von allem und jedem. Ein furchtbarer Gedanke, oder?

Kira ist definitiv ein Charakter, der es nicht leicht hat. Und das nicht nur weil sie von vielen einfach ignoriert wird, auch ihre Zukunft macht ihr Sorgen. Manchmal überraschte mich das, weil sie immer noch ein Teenager ist, doch dann denke ich wiederum, dass jemand, der kaum Freunde hat und von der Gesellschaft ausgeschlossen ist (oder gar gemobbt wird), auch Zeit hat, sich auf solche Dinge zu konzentrieren. Und Kira ist durch ihren Status als Null einfach ein kompletter Außenseiter. Interessant ist auch die Entwicklung, die sich durchmacht, die Skrupel, die sie hat, wenn es um ihre Fähigkeit der Gedankenkontrolle geht. Sie hat durchaus moralische Bedenken, auch gegenüber denen, die sie eigentlich mies behandeln. Letztendlich ist sie mir, trotz dem Anfang als Null, etwas zu perfekt. Ihre Fähigkeit ist mehr als nur besonders, sie hat diese moralischen Bedenken und ganz ehrlich, wer würde sich nicht an den Leuten, die einen gemobbt haben, auch mal so ein bisschen rächen wollen? Selbst wenn es nur am Anfang ist. Bei Kira fehlt mir einfach ein bisschen eine etwas andere Seite, etwas mehr Tiefe. Etwas mehr von Simon hätte man bei ihr definitiv finden können. Simon? Simon könnt ihr euch gerne selbst erlesen 😉

Das Buch ist überwiegend dystopisch, doch es gibt doch auch immer wieder Science Fiction-Elemente dazwischen. Und inhaltlich gesehen bin ich mir sicher, dass die folgenden Bände noch weitere Spannung bieten, denn auch dieser Band ist da schon richtig, richtig gut dabei. Die Konstellation war jetzt nicht unbedingt das Neueste überhaupt: Mädchen entdeckt spezielle Fähigkeit, Regierung entdeckt dieses, Mädchen muss gegen Regierung kämpfen. Dennoch hat Susan Kaye Quinn jede Menge spannende Details untergebracht, die sich von anderen ähnlichen Grundgerüsten wieder unterscheiden. Ich bin neugierig, was uns da noch erwarten wird!

Fazit

Das ist definitiv eine empfehlenswerte Dystopie für alle Fans von diesem Genre, auch wenn für mich das Grundgerüst nicht ganz so außergewöhnlich und besonders ist. Auch Kira könnte für mich ruhig noch ein paar neue Seiten bekommen, etwas mehr Tiefe und vielleicht auch mal ein bisschen Unvernunft. Dennoch hat mir Gefährliche Gedanken schon richtig gut gefallen!

Bewertung


Quellen
CoverAutorenvitaInhalt

[Rezension] Ready Player One – Ernest Cline

Titel: Ready Player One
Autor: Ernest Cline
Original: Ready Player One
Verlag: Blanvalet
Erschienen am:
ISBN: 
978-3-442-38030-5
Preis TB: 9,99€
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Autor

Ernest Cline wurde bekannt als Drehbuchautor des erfolgreichen Independent-Films Fanboys. Ready Player One ist sein Debütroman. Wie seine Romanfigur James Halliday ist auch Ernest Cline ein großer Fan der Popkultur aus den 1980ern. Er lebt mit seiner Familie im texanischen Austin und ist stolzer Eigentümer eines DeLorean, des berühmten Autos aus dem Film Zurück in die Zukunft.

Inhalt

Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht meh viel zu bieten. Und so flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, doch er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem unvorhersehbaren Ende spielt…

Erster Satz

Jeder in meinem Alter erinnert sich daran, wo er war und was er gerade getan hat, als er zum ersten Mal von dem Wettbewerb hörte.

Meine Meinung

Puha, ich muss sagen, das Buch hat mich wirklich geflasht. Gegen Ende hin konnte ich es nicht aus der Hand legen (und war dummerweise am Haare färben… sagen wir es mal so: Das Buch hat mich so gefesselt, dass meine Farbe länger drauf blieb, als sie hätte müssen… ich musste einfach bis zum Ende lesen)!
Anfangs hingegen war ich irgendwie… leicht irritiert durch den Stil. Ich kann gar nicht genau sagen, was mich dabei so aus dem Takt gebracht hat: Der Stil ist an Wade als Ich-Erzähler angepasst und der ist nun mal kein Schriftsteller, sondern Teenie. Aber was auch immer es war, das mich aus dem Takt gebracht hat, hat sich relativ schnell wieder gegeben und ich war drin in der Geschichte!

Wade ist ein sympathischer Charakter. Ich mochte an ihm besonders, dass er in der OASIS, also der virtuellen Welt, die diese Zukunftswelt beherrscht, ein Anfänger ist. Er hat kein Geld und kann daher nur wenige Bereiche besuchen, so z.B. kann er seinen Schulplaneten nicht verlassen. Ich mag es, dass er somit kein überperfekter Spieler ist. Trotzdem ist seine Suche nach dem Schatz sehr plausibel beschrieben.
Auch die Charaktere, denen er begegnet, habe ich ins Herz geschlossen. Ob Art3mis, die Geschwister oder eben Aech. Insbesondere Aech war ein Charakter, der mich immer wieder (positiv) überrascht hat.
Die Gegenspieler waren vielleicht etwas einseitig gezeichnet, doch ehrlich gesagt hat das nicht sonderlich gestört. Dadurch bekamen sie etwas Sektenartiges und das wiederum hat gut gepasst.

Ich muss sagen, die Geschichte hat durchaus einige Überraschungseffekte und gerade am Ende kommt da der eine Moment, in dem es mir als Leserin genauso ging wie Wade und ich nur so dachte: Na logisch! Dass ich daran nicht gedacht habe!
Dieses Detail, das ich natürlich nicht weiter ausführen werde, dass ihr genauso überrascht werdt wie ich, spricht für etwas, das für mich allgemein so ist: das wirklich Durchdachte in dem Buch. Ernest Cline achtet auch auf so kleine Details und diese sind – zumindest für mich – stimmig.

Die 80er Jahre… die kommen hier doch mehr als genug vor und manchmal hatte ich das Gefühl, für das Buch ein paar Jährchen zu jung sein, weil ich einfach manchmal doch nicht wusste, was genau Halliday, der Schöpfer der OASIS, da nun so geliebt hat. Aber das macht dem Lesespaß dennoch keinen Abbruch, denn die wichtigsten Anspielungen auf die 80er Jahre versteht zumindest auch so ein 90er-Jahre-Kind wie ich!

Fazit

Ich liebe dieses Buch, es ist tatsächlich so. Es hat mich so gefesselt und überrascht, dass ich es gleich noch mal lesen könnte! Ich mag die Charaktere, die Anspielungen auf die 80er, die Details, die gesamte Idee, die Welt. Passt einfach für mich.

Bewertung

Quellen
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[Rezension] Lukas und das Geheimnis des Geisterwaldes – Goetz Markgraf

Titel: Lukas und das Geheimnis des Geisterwaldes
Autor: Goetz Markgraf
Band: 1/voraussichtlicht 3
Verlag: Edition Ecrilis
Erschienen am: 16.10.2013
ISBN: 978-3944554204
Preis TB: 11,99€
Leseprobe








Autor

Goetz Markgraf schreibt seit vielen Jahren Kurzgeschichten rund um das Thema Science Fiction und Fantasy. Mit Lukas und das Geheimnis des Geisterwaldes stellt er seinen Debut-Roman vor und gleichzeitig den Auftakt einer mehrteiligen Reihe rund um den elfjährigen Lukas und seine Abenteuer im Weltraum. Beruflich arbeitet Goetz Markgraf als Softwareentwickler, ist verheiratet und hat drei Kinder.

Inhalt

Der elfjährige Lukas und sein Freund Nico sind fasziniernt von einem geheimnisvollen grünen Leuchten im Geisterwald. Durch Zufall stoßen sie auf die Quelle des Lichtes. Eine turbulente Zeit beginnt, in der die beiden Jungen außerirdische Freunde finden, entscheidend zur Lösung eines kniffligen Problems beitragen und abenteuerliche Reisen weit über die Grenzen unseres Planeten unternehmen.

Erster Satz

Eine Explosion aus Licht!

Meine Meinung

Science Fiction… dafür hatte ich schon immer ein Faible, mehr noch als für Fantasy, wenn ich ehrlich bin. Daher habe ich mich wirklich gefreut, als ich die Chance gekriegt habe, das Buch für eine Leserunde zu lesen (und ich freue mich immer noch darüber). Ich habe mich auch aus dem Grund gefreut, da ich bisher eigentlich wenige Bücher zu dem Thema gelesen habe und gegen ein gutes Kinder-/Jugendbuch habe ich nichts einzuwenden.

Kurz gesagt: Das Buch liest sich einfach nur gut. Und ich will mehr davon! Das sagt doch schon alles, oder? Es hat einfach so viel Spaß gemacht, mit Lukas und Nico den Geisterwald zu erkunden und den Außerirdischen Kawett kennen zu lernen.
Ich könnte euch wirklich lange von der Technologie, den Außerirdischen an sich und der wunderbaren Freundschaft von Lukas und Nico vorschwärmen, weil mir das alles so gut gefallen hat – und hier beachte man bitte die Reihenfolge…

Lukas ist neu in der Stadt und neu in der Schule, eine furchtbare Situation, von der die wenigsten sie sicher so erleben wollen. Trotz allem mag ich besonders die Offenheit, mit der er Nico begegnet und wie sie sich anfreunden. Warum? Weil sie die gleichen Hefte lesen – in dem Alter ein wirklich wichtiger Grund! Die Entstehung dieser Freundschaft ist einfach aus dem Leben gegriffen und das macht es so wunderbar.
Auch Nico ist ein absolut sympathischer Charakter, den ich mit seiner stürmischen Art und Weise gleich ins Herz geschlossen habe.

Bei der außerirdischen Technologie hat es mir insbesondere der Robotron angetan… so etwas würde ich auch nehmen, wenn es das geben würde. Doch allgemein haben mir die Beschreibungen des Raumschiffs und auch der Reisen ins Weltall gefallen, man hatte das Gefühl, dabei zu sein und an der Seite der Abenteurer zu stehen. Gerade der Blick durch Lukas‘ Augen hat mich immer zum Träumen gebracht.

Fazit

Mein Fazit? Man sollte doch immer mal wieder in den Sternenhimmel schauen, denn es lohnt sich einfach!
Wundervolles Kinder-/Jugendbuch, das einem die Weiten des Alls näher bringt und bei dem ich zumindest Lust auf viel mehr bekommen habe!

Bewertung


Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt

[Manga-Rezension] Brynhildr in the Darkness – Lynn Okamoto

Titel: Brynhildr in the Darkness
Autor: Lynn Okamoto
Original: Gokukoku no Brynhildr
Bände: 1/aktuell 6 in Japan
Verlag: Tokyopop
ISBN: 978-3842009240
Preis: 6,95€
Genre: Drama, Fantasy, Mystery, Sci-Fi, Action, Romantik
Leseprobe



Inhalt



In seiner Kindheit musste Murakami ein dramatisches Ereignis verarbeiten: Seine Freundin Kuroneko, die fest davon überzeugt war, dass es Außerirdische gibt, kam bei einem Versuch, Murakami deren Existenz zu beweisen, auf dramatische Weise ums Leben. Seit dieser Zeit setzt Murakami seinerseits alles daran, die Existenz von Aliens zu beweisen.
Als eine Tages eine neue Mitschülerin in seiner Klasse auftaucht, die Kuroneko bis aufs Haar gleicht, gerät Murakamis Welt aus den Fugen. Er ist sicher, dass es sich bei Kuroha um die totgeglaubte Freundin seiner Kindheit handelt…


Zeichenstil

Lynn Okamoto ist vielen deutschen Fans sicherlich bereits von Elfenlied bekannt und wie auch schon in diesem Manga richtet sich auch ‚Brynhildr in the Darkness‘ an das männliche Publikum: Fanservice wird immer mal wieder geboten – lange Beine, große Brüste und es gibt auch immer wieder Szenen, in denen die Kleidung fehlt oder zerfetzt ist. Jedoch empfand ich den Fanservice nicht als übertrieben oder aufdringlich.

Die Panels sind klar aufgeteilt und nehmen manchmal auch eine komplette Seite ein. Allgemein wirkt die Stimmung sehr düster, es werden viele dunkle Grautöne und Schwarz verwendet. Auch die ersten Seiten, die in Farbe gehalten sind, bilden da keine Ausnahme – allein die dunkle Gestaltung Kurohas und der blauschwarze Sternenhimmel sorgen dafür.

Meine Meinung


Ein Mädchen taucht nach langer Zeit wieder auf, auf der Flucht vor einer mysteriösen Organisation, ohne Erinnerung und stetig in Gefahr schwebend. Erinnert das Leser von Elfenlied vielleicht grob an etwas? Ja, tatsächlich finden sich doch einige Elemente aus Elfenlied auch in diesem Manga wieder.

Der Beginn, der farbige Prolog, ist im Prinzip ein Blick auf die Zukunft der beiden Protagonisten und so stellen sich nach diesen vier Seiten schon viele Fragen. Ein geschickter Zug, um den Leser neugierig zu machen und vielleicht auch an den Manga zu binden. Ich jedenfalls frage mich schon, was alles passieren muss, damit es so weit kommen konnte…

Die beiden Protagonisten sind definitiv auch sehr interessante Charaktere: Kuroha erinnert sich an nichts, was früher war, kann nicht schreiben und kaum lesen, doch ihre Fähigkeiten sind zwar schwierig, passen aber auch zu ihrem liebenswürdigen Charakter. Ryouta Murakami ist sehr intelligent und geprägt von seiner Vergangenheit, dem Unfall, bei dem Kuroneko starb – es fällt ihm schwer mit Mädchen umzugehen, er konzentriert sich lieber auf die Schule und die Sterne.
Die beiden in Kombination haben sowohl ernste als auch manchmal amüsante Momente, insbesondere wenn Ryouta feststellt, dass Kuroha die einfachsten Dinge nicht beherrscht. Außerdem fällt es ihm sehr leicht, sie zu durchschauen, was einerseits die Geschichte zwar voran treibt, aber auch im weiteren Verlauf etwas langweilig machen könnte, wenn alles sofort gelöst wird.

Die Einstufung und Empfehlung, erst ab 18 Jahren zu kaufen, ist durchaus gerechtfertigt, da es doch einige sehr blutige und auch… für mich eher eklige Momente gab, wie z.B. wenn Kuroha die Tabletten ausgehen. Wer jedoch von Blut und Gewalt nicht abgeschreckt wird, sollte sich davon nicht abhalten lassen.

Eine kleine Beigabe ist eine Charakter-Karte von Kuroha, auf der ein paar Daten über die stehen und ein Kommentar des Autors.

Fazit


Ein durchaus gelungener Manga-Auftakt, der sicherlich in Zukunft noch einiges bereit hält. Schöne Zeichnungen, eine interessante Geschichte, gelungene Charaktere und (für mich ein bisschen zu viel) Blut sind die Zutaten für einen actionreichen Band.


Bewertung


Quellen:

CoverInhalt

[Rezension] Die Verlockung des Bösen – Christian Jeltsch & Olaf Kraemer

Titel: Die Verlockung des Bösen – ABATON
Autor: Christan Jeltsch & Olaf Kraemer
Band: 2/3
Verlag: Mixtvision
Erschienen am: 17.08.2012
ISBN: 978-3939435525
Preis HC:
16,90€
Leseprobe










Autoren

Christan Jeltsch, geboren 1958 in Köln, versuchte sich als Fußballspieler, im Studium der Psychologie, als Filmtechniker, als Regieassistent am Theater und beim Film. Im Anschluss konzentrierte er sich aufs Drehbuchschreiben. Dafür erhielt er u.a. den Adolf-Grimme-Preis.


Olaf Kramer studierte Ethnologie und Publizistik in Berlin, war Sänger und Texter in einer Garagen-Band und arbeitete zwölf Jahre als Journalist und Übersetzer in Los Angeles. Aufsehen erregte er mit der Uschi-Obermaier-Biografie „High Times“. Sein erster Roman „Ende einer Nacht“ erschien 2008, ist jedoch nur zensiert erhältlich.

Inhalt

Edda, Linus und Simon tauchen im winterlichen Berlin unter. Endlich sind sie frei. Doch Eifersucht und Gewalt auf den Straßen der Millionenmetropole drohen ihre Freundschaft zu zerstören. Als sie erkennen, dass Gene-Sys ihnen Überwachungschips implantiert hat, holen sie zum Gegenschlag aus. Gemeinsam wagen sie sich bis an ihre Grenzen und kommen dabei zum ersten Mal in die Nähe des mysteriösen Abaton. Doch der Preis dafür ist tödlich.


Erster Satz

Gebannt und sprachlos steht Greta vor dem Monitor in der Zentrale von GENE-SYS und starrte auf das Gesicht von Bernikoff, das in der Vergrößerung noch einmal über den Bildschirm flimmerte.
S.2

Meine Meinung

Wie auch schon beim ersten Band fasziniert mich die grafische Darstellung dieses Buches, bzw. der gesamten Trilogie, einfach. Es lockert das Buch einfach auf und macht es ansprechender und irgendwie ein mystisch, geheimnisvoll.

Die Geschichte setzt zeitlich sehr nah am Vorgängerband an, es fehlt nicht viel und das ist auch relativ unwichtig. Somit werden die spannenden Ereignisse praktisch ohne Atempause für die drei Protatonisten fortgesetzt. Es bleibt bei dem Konzept der Zeitsprünge, so dass auch hier anfangs Verwirrung entstehen kann, die sich jedoch langsam – sehr gekonnt – auflöst. Ich bin ja wirklich ein großer Liebhaber von solchen Erzählsträngen, die sich so meisterhaft vermischen und hin und her springen, daher macht es mir einfach großen Spaß, diese Bücher zu lesen. Dadurch entsteht wirklich große Spannung, besonders am Anfang durch die Kanalszene, wo man sich stellenweise fragt: Was – um Himmels Willen – ist den dreien passiert? Es macht neugierig und man will unbedingt wissen, was alles geschehen ist. Aber es ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

Auch die drei Protagonisten bleiben einfach sehr glaubwürdig in ihrer Darstellung und Entwicklung. Es geschieht alles sehr langsam und eher schleichend, doch das wirkt gleich noch realistischer. Insbesondere das Beziehungsgeflecht zwischen den dreien ist hervorzuheben. Zum Einen finde ich es auf einer Seite wirklich verwirrend, auf der anderen Seite ist es einfach so… herzlich, natürlich und irgendwie logisch. Ich habe selten eine Dreierbeziehung erlebt, die so harmonisch und chaotisch zugleich war. Ich bin immer noch gespannt, wie sich dies am Ende auflösen wird.
Jeder der drei erlebt Entwicklungen, erlebt Dinge, die ihn stärken oder ihn auch verändern. Diese Veränderungen sind jedoch nicht nur psychischer Natur, sondern können sich auch körperlich äußern. Und das spricht wieder für die Realitätsnähe.

Die Geschichte an sich und die Idee dahinter… ich habe diesen Band gelesen und bin immer noch ein wandelndes Fragezeichen. Diese vielen Fragen und Geheimnisse klären sich nur sehr langsam auf – aus diesem Grund hat das Buch für mich einige Längen und kommt nicht ganz an den ersten Band heran. Es kommen jedoch immer mehr Details heraus und langsam setzen sich diese vielen kleinen Puzzlestücke zusammen. Für mich war dieses Buch vielleicht etwas langatmig, doch andererseits passt es zu dem Gesamteindruck des Realistischen: So wie die Charaktere sich langsam entwickeln, entwickelt sich auch der Hintergrund. Und da der Leser zwar Einblick in Gene-Sys erlangt, aber dort keine wesentlichen Informationen erfährt, bleibt er immer auf einer Ebene mit den Protagonisten. Ein absoluter Pluspunkt!

Und dann das Ende! Egal wie oft ich es versucht habe, es ging leider absolut nicht weiter… nun bin ich wirklich total auf den letzten Band gespannt, denn das Ende war wirklich sehr offen, hat viele neue Fragen aufgeworfen und mich noch mehr verwirrt…

Fazit

So langsam fangen die vielen Puzzlestücke an, zusammen zu passen, doch was genau hinter Abaton und Gene-Sys steckt, das weiß ich immer noch nicht. Die beiden Autoren arbeiten sehr akribisch und sowohl die Protagonisten als auch wir Leser erfahren nur langsam, was wirklich dahinter steckt. Absolut lesenswert, wenn auch für mich der erste Band etwas besser ist.

Bewertung


Mein Dank geht an den Mixtvision-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Quellen
Cover; Autorenvita; Inhalt